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15.10.1923: Kaufmann „Josef Wdowinski“ aus Berlin-Westend an die British Cotton Growing Association

Hier bitte ein weiterer netter Brief:

Josef Wdowinski, Berlin-Westend, Württembergallee 26-27
(am Fürstenplatz: Link, sofern sich die Hausnummern seit damals nicht verändert haben)

an die
British Cotton Growing Association in Manchester

I thank you for your letter dated the business in the export of cotton to Tussia. You would obliged me, if you would be so kind enough to let me know the adresses of cotton brokers.

Google Übersetzung:
Ich danke Ihnen für Ihr Schreiben bezüglich des Baumwollexports nach Russland. Es wäre mir eine große Hilfe, wenn Sie mir freundlicherweise die Adressen von Baumwollmaklern mitteilen könnten.

Im Berliner Adressbuch 1923 (Linkseite 3487) ist im Einwohnerverzeichnis auch vermerkt:

Josef Wdowinski
Kaufmann
Charlottenburg, Württembergallee 27 I. (also erstes OG).

 

Weitere Materialienquellen:

Scheinbar war in der Inflationszeit ein bekannter Mathematiker zeitweise für ihn tätig: 

1922/23

1. Wikipedia:

2. TARO Texas Archival Resouces Online:

3. Wikipedia:

 

1. Salomon Bochner (* 20. August 1899 in Podgórze bei Krakau, heute Polen; † 2. Mai 1982 in Houston, Texas) war ein US-amerikanischer Mathematiker, … 

2. Leitfaden zu den Salomon Chaim Bochner Papieren, 1914-1982 – MS 357
Bochner, S. (Salomon) … Korrespondenz und Manuskripte zu Bochners wissenschaftlichen Arbeiten … 21 Kisten
Die persönlichen Empfehlungsschreiben von Lehrern und Arbeitgebern waren eher allgemeine Aussagen zu Bochners moralischen und akademischen Eigenschaften als Briefe an bestimmte Personen. Daher wurden sie nicht der Korrespondenz zugeordnet. Die vier dieser Schreiben in der Sammlung, alle aus dem Zeitraum 1915–1924, stammen von seiner Vorbereitungsschule in Berlin, der Königlich-Oberrealschule, seinem Professor an der Universität Berlin, Issal Schur, der Bank Cuten & Syman, bei der er fast ein Jahr lang arbeitete, und Josef Wdowinski, für den Bochner als Sekretär tätig war.

3. „Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs zog die Familie vor einer drohenden russischen Invasion nach Berlin. Bochner besuchte dort das Gymnasium und ab 1918 die Universität. … In den anschließenden Inflationszeiten unterstützte er seine Familie durch ein erfolgreiches Außenhandelsgeschäft, kehrte dann aber 1923 zur mathematischen Forschung zurück. … „

Eine weitere andere Quelle: 

11.04.1924
Ostdeutsche Wirtschaftszeitung,
Seite 33:
Die Eisenhütten Kongreßpolens und Polnisch – Oberschlesiens haben, wie wir bereits neulich ankündigten, ein Abkommen zur Regelung der Preise und Verteilung der Absatzgebiete getroffen, um vor allen Dingen der tschechischen Konkurrenz entgegenzuwirken. Hierdurch hat sich der Beschäftigungsgrad besonders der oberschlesischen Hütten bereits wieder etwas gehoben. Im Zusammenhang mit der Frankensteigerung vergrößerten sich die Auslandsbestellungen, besonders vom Balkan. Die Friedenshütte hat einen ihrer Hochöfen zur Herstellung von Gießereiroheisen Nr. 1 in Betrieb gesetzt und den Verkauf der monatlichen Produktion von 2000 bis 3000 Tonnen der Warschauer Industrie- und Handelsgesellschaft Josef Wdowinski übergeben.

 

11.01.1928
Posener Tageblatt
Metalle und Metallwaren

Neubeuthen, 9. Januar. Die Rohguss-Friedenshütte Nr. I (Vertret. Josef Wdowiński in Warschau) notiert für 1 t Eisen 210 zl loko [?] Station Neubeuthen.

 

Frankiert mit Deutsches Reich, 1923, Michelnummer 

4x 312A – 2 Millionen
1x 314A – 1 Millionen Mark
Insgesamt 9 Millionen Mark

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