Fisher Space Pen 1992

Dieser formschöne Kugelschreiber ist ein Fisher Space Pen. Es handelt sich hier um einen Kugelschreiber mit Drehgriff. Einen Druckknopf hat er nicht.

Die Mine wird hier also nicht wie beim berühmten Modell „Astronaut Space Pen AG7“ durch ein Drücken auf der Oberseite ausgefahren. Er hat auch keinen seitlichen Knopf zum Einfahren der Mine.

Diesen Fisher Space Pen habe ich am 27.09.2023 für insgesamt 32,40 € bei ebay ersteigert. Meines Wissens wird er nicht mehr produziert und im Internet habe ich über dieses Modell nichts gefunden, weshalb ich diese Zeilen auch schreibe. Wer weiß, vielleicht ist er mittlerweile sogar eine Rarität?

Ich habe ihn in einer Originalverpackung erhalten. Mit einem Aufkleber des Büroartikelunternehmens „BRUNNEN“ mit der Artikelnummer „29320“. Er sieht aus wie nie benutzt. Eingesetzt ist eine voll funktionsfähige Originalmine von Fisher „PR4 Black Medium“ und „10-92“. Das „10-92“ könnte für Oktober 1992 stehen? Demnach wäre der Kugelschreiber jetzt 31 Jahre alt. Auf dem Schreiber ist umlaufend vermerkt:

„SPACE PEN BY FISHER USA GERMANY“.

 

Postkarte 1962 von Pottenstein nach Berlin: Dr. Schneider an Prof. Dr. Pohle

Es ist erstaunlich, wie so eigentlich unbedeutende, einfache Postkarten, sowohl ihrem Motiv nach und erst Recht ihrer Briefmarke nach (als Massenware), doch über die Jahrzehnte erhalten bleiben.

Hier eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1962 von Pottenstein nach (West)Berlin.

Abgebildet ist die Fischergasse in Pottstenstein. Ich möchte nicht unhöflich sein und es als unbedeutend bezeichnen, aber dieses Motiv wurde auch schon vor 1962 für Ansichtskarten mehrfach gewählt und findet sich auf unzähligen, heute noch existierenden Urlaubskarten (Suche ebay Pottenstein Fischergasseoder hier)

Nun ja, ich habe die Karte über ebay am 25.12.2022 für insgesamt 2,10 € ersteigert. Frankiert ist die Karte mit einer 10 Pfennig Marke der Deutschen Bundespost, Dauermake Dürer, Michelnummer 350. Dazu ein hübscher Stempel mit der Burg und dem Werbeaufdruck „Pottenstein, ein schönes Stück Romantik“, wie er damals verwendet wurde.

Das interessante an der Karte ist jedoch der Empfänger. Nämlich der bekannte Zoologe

(* 28. September 1892 in Berlin; † 6. Mai 1982 in Mering). Ein Säugetierspezialist und damals tätig als Osteologe beim Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte und als Paläontologe beim „Staatlichen Vertrauensmann für die kulturgeschichtlichen Bodenaltertümer des Landes Berlin“. Er wohnte damals in Berlin-Schöneberg.

Die an ihn gerichtete Urlaubskarte wurde anscheinend von einem Kollegen oder Vereinskameraden verschickt:

Lieber Herr Professor,
aus der schönen geologisch, vorgeschichtlich und botanisch interessanten, aber auch billigen Fränkischen Schweiz, sende ich Ihnen und den Kameraden des FWOR die besten Grüße.
Ihr [Dr.] Rudolf Schneider
[Aus Berlin-Marienfelde]

Bei der personenmäßigen Zuordnung hat mir das Telefonbuch 1962 geholfen. Wofür „FWOR“ steht, konnte ich leider nicht herausfinden.

Fossil Dosen

Übersicht über meine kleine Sammlung von Fossil-Uhrendosen. Ein Teil meiner Fossil-Uhren finden Sie hier: „Fossil Sport 54“ und hier: „Robi STAN„.

SBT 0205 12/99 Flugzeug (Propeller-Jet)
SBT 0730 Roboter fehlt mir noch
SBT 0731 1/05 Roboter
SBT 0732 Roboter fehlt mir noch
SBT 0733 1/05 Roboter
SBT 0734 1/05 Roboter
SBT 0735 1/05 Roboter „Stan“
SBT 0762 5/05  
SBT 983 04/09 Flugzeug (Wasser)
SBT 1039 05/10 Eule
SBT 1056 05/1? Art-Works
SBT 1113 4/11 Roboter
SBT 1272 08/13 Flugzeug (Düsen-Jet)
SBT 1310 5/14 Flugzeug (Propeller-Jet)
SBT 1332 10/14 Schwimmer
SBT 1386 6/15 Here, There and Everywhere  

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HERRLICHE MISCHFRANKATUR: Von Sigrist in Offenbach nach Sigrist in Solothurn

Ein herrlicher Briefumschlag. Absender ist Herr Adolf Sigrist, Taunusstraße 24 in Offenbach.

Der Brief ging am 09.11.1923 nach nach Solothurn in der Schweiz. An wem kann ich nicht genau entziffern. Vielleicht an „Frau F. Sigrist…“?

 

Im Internet ist der Absender „Adolf Sigrist“ in zwei interessanten Dokumenten zu finden:

1. Variationen von Friedenssehnsucht auf deutschen Ansichtskarten des Ersten Weltkriegs von Hans-Werner Retterath

Spoiler
Bis zu diesen Informationen mag man sich fragen, was denn nun der Verfasser des Kartentextes mit dem Begriff „Massengräber“ verbunden hat. Den Aufschluss gibt der Text auf der Nachrichtenseite. Der Ersatzreservist Leonhard Griesbach schreibt am 7. Mai 1915 in Kurrentschrift (Adresse fast ganz in lateinischen Buchstaben) aus dem Schützengraben in den Vogesen an die Familie A[dolf] Sigrist in Offenbach:

„Liebe Tante u. Onkel! Eure schöne Karte, vom 4.5.15 erhalten, was mich sehr freut, mir geht es noch gut, wenn nur die schreckliche Schießerei hier nicht wäre, habe heute wieder so im Granatfeuer gestanden, bin aber zum Glück gut davon gekommen, einige von meinen Kameraden sind schwer und leicht verwundet worden, ach wenn es doch bald nur zu Ende wäre mit diesem entsetzlichen Krieg. Ihr glaubt gar nicht wie mir das auf die Nerven schlägt.“

Es folgen Grüße an das Ehepaar. Wohl nachträglich hat er auf der randvoll geschriebenen Karte noch jeweils separat einen Gruß an Georg und Heinr[ich] „hineingequetscht“.

Absender und Empfänger gehörten der Arbeiterklasse an: Griesbach war Steindrucker und Sigrist Kartonnagearbeiter und wohnten beide in der Industriestadt Offenbach bei Frankfurt am Main Quelle: Amtliches Adreßbuch für Stadt und Kreis Offenbach a. M. 1937 und 1938] … Adolf Sigrist, Taunusstr. 24). Griesbach hat zwar mit der Kartenabbildung trotz des Wortes „Massengräber“ eine halbwegs unverfängliche Karte verschickt, doch in seiner Mitteilung spricht er Klartext. Trotzdem ging die Karte durch die Zensur, was aus dem Briefstempel des 80. Regiments im Adressfeld zu ersehen ist. Da es sich bei den Empfängern mit Onkel und Tante nicht um die allernächsten Verwandten handelte, wählte er eine deutliche Sprache. Seine Eltern und Geschwister hätte er mit diesem Text sicherlich erheblich beunruhigt. Wie so viele Soldaten bemerkt er, dass es ihm „noch gut“ gehe. Anders als die allermeisten Soldaten erläutert er dann jedoch mit der Erwähnung der „schreckliche[n] Schießerei“ und des heftigen Granatfeuers die Brüchigkeit des Wörtchens „noch“. Wie schnell sich der noch gute Zustand ändern kann, schildert er mit dem Hinweis auf die leicht und schwer Verwundeten. Die in seinem kurzen Bericht enthaltenen Ängste und Befürchtungen münden in seinen Wunsch nach einem baldigen Ende des „entsetzlichen Krieges“. Hierbei spricht er nicht von einem „Siegfrieden“, wie sonst so oft auf Karten gedruckt oder handgeschrieben der Fall ist, sondern einfach nur vom bedingungslosen Ende des Krieges. Danach betont er unter Verweis auf seine nervliche Verfassung, dass er jetzt schon, ohne körperliche Verletzungen erlebt zu haben, vom Krieg gezeichnet sei. Was sich aus heutiger Perspektive und Sprachgewohnheiten etwas seltsam anhört, hatte damals einen realen und brutalen Hintergrund. Eine große Zahl von Soldaten bekam durch die mörderischen Materialschlachten starke nervliche Probleme und musste in Nervenkliniken eingewiesen werden. Abschließend kann man den Gruß an Georg und Heinrich – das waren ver-mutlich nahe Verwandte – nicht nur als einfachen Gruß verstehen, sondern – falls sie noch nicht beim Militär waren – auch als eine Warnung an sie, sich keinesfalls freiwillig zum Krieg zu melden.

Griesbach hat den Krieg überlebt und war später in Offenbach als Steindrucker tätig. Sein Onkel Adolf (Kartonnagearbeiter) ist für die 1930er-Jahre in Offenbach nachweisbar. [Amtliches Adreßbuch für Stadt und Kreis Offenbach a. M. 1937 und 1938] [1937]: Teil I. 47, 147.

Hinweis: Die Postkarte vom 07.05.1915 ist in dem Dokument abgebildet.

Demnach war Adolf Sigrist im Jahr 1915 bereits in Offenbach in der Taunustraße 24 wohnhaft und von Beruf Kartonnagearbeiter. Diese Adresse traf auch noch 1937/38 zu.

 

2. VERZEICHNISDES WISSENSCHAFTLICH-POLITISCHENNACHLASSES MAX LUDWIG OPPENHEIMER (1919–1994)

Spoiler
Eine Dokumentensammlung über den Raum Wiesloch / Heidelberg /Mannheim:
– Verfolgung und Antifaschistischer Widerstand 1933-1945
– Geschichte der Gewerkschaftsbewegung 1845-1952
– Aufarbeitung geschehenen Unrechts 1945-1992
Seit 1998 im Bestand des Archivs der Stadt Wiesloch. Bearbeitet von Manfred Stange, 2002:

Es finden sich Erlebnisberichte (105-106, 125–auch in 154, 527, 664) und der Abschiedbrief des zu Tode Verurteilten Georg Lechleiter (111–weitere Abschiedsbriefe: 116, 117, 640).

106. Strafsache ’Lechleiter-Gruppe’ / ’Der Fall Vorbote’ (4 Nummern einer kommunistischen  Zeitung, gedruckt u. verteilt von Oktober 1941 bis Februar 1942).
Angeklagt beim Volksgerichtshof Berlin wg. Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung, Zersetzung der Wehrkraft u. Verbreitung ausländischer Rundfunksendungen und zum Tode durch Hinrichtung verurteilt (vollzogen am 15.9.1942 in Stuttgart): Georg Lechleiter, Jakob Faulhaber, Rudolf Langendorf, Ludwig Moldrazyk, Anton Kurz (alle aus MA), Käthe Philippine Seitz geb. Brunnemer aus HD, Adolf Sigrist, Philipp Brunnemer, May Winterhalter (alle aus MA), Alfred Seitz aus HD, Robert Schmoll aus MA, Rudolf Maus aus MA, Johann Kupka aus Ilvesheim, Daniel Seizinger aus MA. Mitgl. überwiegend der KPD, teilw. der SPD bzw. dieser nahestehend.

Weiterführend: Georg LechleiterWiderstandsgruppe Lechleiter

Demnach war Adolf Sigrist Mitglied der Widerstandsgruppe Lechleiter und wurde am 15.09.1942 vom NS-Regime ermordet.

 

Der bzw. die Empfängerin des Briefes ist unklar. Allerdingss gehe ich von Verwandschaft aus.

09.11.1923 frankiert mit 30 Briefmarken mit einem Portowert von insgesamt 4.000.000.000 Milliarden Mark:

312 A 2 Millionen 1 x 2.000.000
316 A 4 Millionen 2 x 8.000.000
319 A 20 Millionen 5 x 100.000.000
320 A 30 Millionen 3 x 90.000.000
321 A 50 Millionen 6 x 300.000.000
322 A 100 Millionen 5 x 500.000.000
323 A 200 Millionen 5 x 1.000.000.000
324 A 500 Millionen 2 x 1.000.000.000
325 A 1 Milliarde 1 x 1.000.000.000

Dazu noch sehr schöne Stempel: „KAISER FRIEDRICH QUELLE DEUTSCHES EDELWASSER OFFENBACH (MAIN)“.

Den Briefumschlag habe ich am 18.12.2022 über ebay für insgesamt 29,10 € ersteigert. Es gab vier Mitbieter und 10 Gebote. Der Umschlag war also ziemlich gefragt.

Brief für 85 Milliarden Reichsmark an die Gebrüder Märklin

Dieser schicke Brief lief am 03. Dezember 1923 von Frankfurt/Main nach Göppingen.

Empfänger ist das Unternehmen Gebrüder Märklin, welches insbesondere für seine Spielzeugeisenbahnen weltberühmt ist.

Absender ist das Spielwarengeschäft „N. Th. Schermes, Nürnberger Spielwarenhaus, Bieber-Gasse 6, Frankfurt am Main“.

Frankiert mit: 1x 5 Milliarden (Michel-Nr. 327B/Durchstich), 2x 10 Milliarden (Michel-Nr. 335A), 3x 20 Milliarden (Michel-Nr. 329A), zusammen 85 Milliarden Reichsmark.

Ersteigert am 19. Juni 2022 für ingsesamt 7,50 €.

 

Reinhold Weiss – Wanduhr Modell 5W1 – Junghans Modell 368-6640 und 368-6641

Hier eine vom Designer Reinhold Weiss entworfene Wanduhr, „Model 5W1″.

Diese Uhr gbt es in den Farben schwarz und weiß ohne Logo mit dem rückseitigen Aufdruck „REINHOLD WEISS DESIGN / CHICAGO“ und ohne diesen rückseitigen Aufdruck mit Ziffernblatt-Logo von Junghans.

Junghans verkaufte diese Uhr von 1991 bis 1993 unter der Katalognummer 368-6640 (schwarz) und 368-6441 (weiß) für damals 59,00 DM.

Sie ist aus ABS, verglast und hat einen Durchmesser von 23 cm. Verbaut ist ein (leider laut tickendes) Quartz-Werk Junghans W738 bzw. W737. Bei der Verglasung handelt es sich meiner Ansicht nach jedoch nur um Plastik. Mit einem geeigneten Werkzeug kann die Verglasung herausgelöst werden, jedoch ist Vorsicht geboten, da die Gefahr des Bruchs oder Verkratzung besteht. Ich hatte es getan, um den ungenau laufenden Stundenzeiger neu zu justieren.

Reinhold Weiss ist ein ehemaliger BRAUN-Designer. 1967 zog er nach Chicago.

Nach seiner Tätigkeit bei Braun war Weiss vier Jahre lang als Executive Designer und Vizepräsident von Unimark International tätig und arbeitete vom Hauptsitz des Unternehmens in Chicago aus. 1971 gründete Weiss seine eigene Designberatung Reinhold Weiss Design Incorporated, ebenfalls mit Sitz in Chicago, die er bis 2006 als Präsident leitete (Quelle].

Auf einer Verkaufsplattform wurde die Uhr einmal von einem mir unbekannten Verkäufer wie folgt feilgeboten bzw. beschrieben:

Die Wanduhr, die es eigentlich gar nicht gibt!

Diese Wanduhr ist eine absolute Rarität! 1985 von Reinhold Weiss (früherer Designer bei BRAUN) für die Firma DIEHL entworfen, wurde das Projekt gestoppt und kam zu JUNGHANS, wo eine Nullserie produziert wurde, (die meisten Uhren ohne JUNGHANS Markung). Danach wurde das Projekt eingestellt und der Kontakt zu R. Weiss abgebrochen. Eine Wanduhr dieses Typs ist schon sehr selten. Eine Uhr mit dem Firmenlogo ist ungefähr so selten wir eine Marienerscheinung.

Was die Seltenheit mit Logo betrifft, so ist anzumerken, dass die Uhr von Junghans 3 Jahre lang über Katalog angeboten wurde. Allerdings ist das jetzt – 2022 – inzwischen auch fast 30 Jahre her.

Von daher mag die Einschätzung als „absolute Rarität“ zutreffen, wobei die Besonderheit dieser Uhr sicher nicht nur in dem modernen und zeitlosen Design selbst liegt, sondern auch, dass sie einem herausragenden Produktdesigner der Nachkriegszeit zugeordnet werden kann.

Ich habe auch schon gelesen, dass es sich bei dieser Uhr um eine BRAUN-Uhr handeln soll. Dies ist m.W. aber falsch. Allerdings kommt bei dieser Uhr eine bestimmbare Designersprache zum Ausdruck, so dass es eigentlich egal ist, was für ein Logo auf der Uhr klebt, wie das Fake-Bild rechts veranschaulicht.

Aber wenn das Bild echt wäre, so würde wohl niemand Zweifel haben, dass die Uhr auch von der Marke BRAUN stammen könnte. Von daher stimmt schon die obige Verkaufsbeschreibung: „Die Wanduhr, die es eigentlich gar nicht gibt!

Oder anders herum: Junghans hatte hier damals eine echte BRAUN-Uhr im Angebot. 😉

 

 

Hier die „echten“ Bilder der Uhr:

 

 

1923 Ulrich Blum an Dr. Hans Techel

Hans-Heinrich Ludwig Friedrich Techel (* 12. Februar 1870 in Neukloster; † 22. Februar 1944) war ein deutscher Schiffbauingenieur und U-Boot-Konstrukteur.

Der nachfolgende Brief lief am 07. Dezember 1923 von Herongen im Kreis Geldern zu Dr. Hans Techel nach Kiel, obwohl als Absender Ulrich Blum mit einer Adresse in Den Haag angegeben ist.

Über den Zeitraum um 1923 ist über Hans Techel bei Wikipedia vermerkt:

Hans Techel war seit 1915 aktiv am Bau der niederländischen Leichten Kreuzer der Java-Klasse Sumatra und Java beteiligt, wobei die Fertigstellung der Sumatra (Stapellauf 1920) und Java (Stapellauf 1921) sich verzögerte, da die Alliierten nach Kriegsende Deutschland nicht erlaubten, Teile der bereits während des Krieges bestellten Waffen an die Niederlande zu liefern.

Nach Abschluss des Versailler Vertrags betreute Hans Techel in Japan (Kōbe) den Bau von U-Booten und anschließend in den Niederlanden die Fertigstellung der Kreuzer Sumatra und Java.

Im Jahr 1922 veröffentlichte er eine ausführliche Schrift über den Bau von Unterseebooten auf der Germaniawerft. Zuletzt war er technischer Direktor des holländischen U-Boot-Konstruktionsbüros Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw [IvS] in Den Haag, hinter dem sich ein von der Reichswehr finanziertes Tarnunternehmen der Reichsmarine verbarg, das er von 1925 bis 1938 leitete. Unter seiner Leitung wurden in dieser Zeit mehr als 400 Entwürfe für U-Boote erstellt.

Kapitänleutnant Ulrich Blum (1892-1937) war der kaufmännische Direktor des IvS, weiterführendes bitte hier:

Nach einer anderen Quelle:

…Technischer Direktor wurde Dr. Techel, und die kaufmännische Leitung übernahm ein U-Boot-Mann, Korvettenkapitän a.D. Ulrich Blum…

Soweit zur allgemeinen historischen Einordnung dieses Briefes.

Frankiert ist der Brief mit 5x 2 Pfennig (Michelnummer 224) und 10x 4 Pfennig (Michelnummer 226).

Ersteigert bei ebay am 29. Mai 2022 für insgesamt 6,55 €.

BRAUN WANDUHREN 20 cm

Nachfolgend meine Exemplare.

Auszug aus Wikipedia (Stand 22.05.2022):

… 1955 wurde der Innenarchitekt Dieter Rams eingestellt, der die Gestaltungsabteilung ab 1961 leitete und schließlich vom Marketing als Mr. Braun in den Vordergrund gestellt wurde, was Konflikte bis hin zu juristischen Auseinandersetzungen hervorrief und paradoxerweise dazu führte, dass nun auch alle anderen Gestalter ihre Urheberschaft betonten. Bis dahin wurden alle Entwürfe als „Werksdesign“ gekennzeichnet. Tatsächlich war das Projekt der besonderen Produktgestaltung bei Braun immer eine Team-Leistung.

Dietrich Lubs absolvierte eine Ausbildung zum Schiffbauer in der Kölner „Hansa“-Werft und wurde 1962 vom Unternehmen Braun für das Designer-Team von Dieter Rams eingestellt. Er war mit Detailkonstruktionen, die vereinheitlichte Verwendung der Schrifttype Akzidenz-Grotesk in der Produktgrafik und für die Entwicklung verschiedener Uhren-Serien verantwortlich. 1995 wurde er zum stellvertretenden Leiter der Designabteilung und verließ das Unternehmen 2001. Er entwarf zusammen mit Dieter Rams die meisten Braun-Taschenrechner und Uhren, sowie einige Blutdruckmessgeräte … Wichtige Produktentwicklungen sind: … 1982 4861 Wanduhr …

Seit Ende 2011 werden Wecker und Armbanduhren der Marke Braun unter Lizenz von dem Unternehmen Zeon Ltd. in London vertrieben: braun-clocks.com

Weiterführend:

  1. Privates Braun Forum:
    ABW 41/Nr. 4839, ABK30+ABW 30/Nr. 4861, ABK 20/Nr. 4780, ABK
  2. https://www.designundtext.com/pdf/design-und-design/2.1.52_2.1.53.pdf

 

1981: ABW 41 – Type 4 839 – Braun domodisque Besonderheit: Zifferblatt aus Metall und verglast.
BRAUN AG „Made in Germany“

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19?? ABK30 – Type 4 861 – weiß-blau
Hier links mit: BC06BL-DCF aus 2023
Besonderheit: Braun AG, „Made in Germany“

 

1999: ABW31 – Type 4 861 – Millennium Edition – silber-grau Besonderheit: Zifferblatt aus Metall.
BRAUN GmbH, Kronberg
Hergestellt vermutlich in China.

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ABW32 – Type 3 835 – grau-schwarz Besonderheit: Funk (mit Sekunde oder Datumstag)
BRAUN GMBH, Kronberg
Hergestellt vermutlich in China.

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BNC006WHWH-DCF – (exABW32) – weiß Besonderheit: Funk (mit Sekunde oder Datumstag)
Vermutlich Zeon-Lizenz und hergestellt in China.

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Für 10 Milliarden von „J. INWOOD & H. WULFF“ an „Verbo“

Aufdruck auf einer Werbepostkarte des Verbandes oberschwäbischer Zeitungsverleger (Verbo) aus Friedrichshafen, dem Vorgänger der Schwäbischen Zeitung, welche am 27.11.1926 postalisch gelaufen ist:

„Verbo – umfassend 21 Tageszeitungen – mit 55.000 Auflage – Bestes Insertionsorgan- Verbreitung: Oberschwaben, Bodenseegebiet, Allgäu“

Nachfolgend ein Brief an die „Verbo“ vom 22.11.1923, Absender J. Wulff aus Köln mit einer interessanten Reklamemarke bzw. Werbemarke auf der Rückseite, einem Hochseedampfer und das Wort Export. Die Werbemarke verdeckt den (ehemaligen?) Absenderaufdruck:

J. INWOOD & H. WULFF, Cologne….“

Den Absender und die Werbemarke kann ich auf die Schnelle nicht zuordnen. Aber ich vermute ein Übersee-Exportunternehmen oder eine entsprechend Agentur. Ein Blick in ein Kölner Adressbuch der Jahre 1922/23, oder in eine der Zeitungen dieser Zeit um einen Anzeigentext des Unternemens zu finden, würde vielleicht weiterhelfen. Aber diesen Materialienzugang habe ich nicht.

Den Brief habe ich am 03.05.2021 für insgesamt 7,01 € über ebay ersteigert.

Frankiert mit 10 Milliarden Briefmarke, Michel-Nr. 328A.

Einschreiben von Betzenstein nach Pottenstein

 

Hier ein schöner Brief per Einschreben von Betzenstein nach Pottenstein befördert. Beide Städte liegen in Oberfranken /  Fränkischen Schweiz. Die Poststempeldaten sind nicht zu entziffern. Aber die beiden Marken stammen aus dem Briefmarken-Jahrgang 1920 der Deutschen Reichspost, Michelnummer 125 (Sämann, 50 Pfennig) und 126 (Sämann, 60 Pfennig). Beide mit Ausgabedatum 06. April 1920 und gültig bis 30. September 1923.

Empfänger ist Herr Henkelmann in Pottenstein. Die Anschrift kann ich nicht entziffern, lediglich den Zusatz „Kaffiner“, was dann soviel bedeuten könnte wie „Cafe(haus)betreiber“. Was auch hinkommen kann, denn laut einem Prospekt des Fremdenverkehrsvereins aus dem Jahr 1927 gab es damals in Pottenstein ein „Cafe Henkelmann“.

Den Umschlag habe ich am 05. Februar 2022 bei ebay für insgesamt 4,60 € ersteigert. Beigefügt war außerdem noch eine selbst zusammengeklebte Beschreibung von Betzenstein. Ich vermute daher, dass sich der Umschlag vorhergehend lange in interessierter Sammlerhand befunden hatte, denn wer sonst würde sich solche Mühe machen?

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