Schießstände

Schießstände befanden sich an folgenden Orten:

Gardeschützen am Grunewaldsee / Jagdschloss Grunewald
Gardeschützen am Grunewaldsee, im Hintergrund das Jagdschloss
  • Dahlem:
    Die Schießstände im Bereich der heutigen Clayallee und des Hüttenweges wurden vom Garde-SchützenBataillon genutzt, welches seinen Standort ab 1884 in einer neuen Kaserne in der damals neu gegründeten Villenkolonie Groß-Lichterfelde hatte. Berdrow hat 1902 in seiner Handzeichnung diese Schießstände als Nutzung durch die Garde-Schützen ausgewiesen. Nach 1945 wurde dieses Gelände durch die US-Schutzmacht genutzt, wobei die Schießstände entfernt und durch Wohnhäuser für die Familien der US-Streitkräfte ersetzt wurden.
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  • Ruhleben:
    1. Schießstände des 4. Königlichen Garde Regiment:
      Die Schießstände befanden sich östlich der Fließwiese Ruhleben. Heute befindet sich dort die Siedlung Ruhleben (Foto bei www.ruhleben.com).
    2. Schießstände der Königlichen Militär-Schieß-Schule:
      Die Schießstände befanden sich westlich der Fließweise Ruhleben und nördlich des Murellenberges bzw. der Murellenschlucht. Der östliche Teil der Schießstände (zum S-Bahn-Damm hin) sind heute als Naherholungsgebiet für die Öffentlichkeit freigegeben.
      Das von der Britischen Schutzmacht angelegte Übungsdorf „Ruhleben Fighting City (RFC)“, (Fotos bei www.berlin-brigade.de: Bild-Lageplan, Bild, Bild, Bild und umfangreich hier) wird heute von der Berliner Polizei genutzt („Fighting City„), ebenso wie der ehemalige zur Charlottenburger Chaussee hin gelegene Kasernengeländeteil (Polizeischule und Polizeidirektion 2). Auf dem heutigen Gelände der Polizeischule befindet sich ein Denkmal für die von 1939-1945 „Gefallenen der Seeckt-Regimenter“ (Infanterie-Regiment 67, Panzergrenadier-Regiment 67 und Grenadier-Regiment 67). Mehrere Bilder von dem Denkmal befinden sich auf der Webseite ruhleben.com: Seeckt-Denkmal auf dem Polizei-Gelände Ruhleben.
      Auf dem ehemaligen Exerzierplatz befindet sich seit 1952 der Friedhof und das Krematorium Ruhleben.
    3. Der authentische Ort der „Wehrmachtserschießungsstätte“ hingegen ist leider weiterhin nicht frei zugänglich. An seiner Stelle erinnert, örtlich versetzt und daher hilfsweise, der Spiegelwald auf dem Murellenberg und in der Murellenschlucht.
    4. Für die ehemaligen Schießbahnen im Bereich der S-Bahn wurde im Zusammenhang mit der Renaturierung der Name „Schanzenwald“ kreiert. Dies ist auch passend, da sich nach dem Ende der Nutzung als Schießstände dort von selbst ein Robinien-Wald gebildet hat. Ein Flyer der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aus dem Jahr 2009 (ca.) beschreibt die Flora und Fauna in dem Gesamt-Areal zu diesem Zeitpunkt.
    5. Im Jahr 2014 wurde ein weiterer Geländeteil hergerichtet und für die Öffentlichkeit freigegeben. Der Spielgelwald ist nunmehr komplett für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Areal steht nunmehr als Naherholungsgebiet zur Verfügung.
      .kreiert
  • Westend:
    Im Bereich ders heutigen Bus-Bahnhofs und Messegeländes befand sich früher ein Exerzierplatz und Schießstände. Der Exerzierplatz wurde (1891) von der Garde du Corps genutzt. Nach der Bebauung des Geländes wurde der Exerzierplatz nach Süden verlegt (1902/1904), in etwa in den Bereich der heutigen bzw. ehemaligen Deutschlandhalle und Funkturm. Mit der Verlegung des Exerzierplatzes wurden anscheinend die Schießstände entfernt.
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  • „Keerans Range“ in der unvollendeten AVUS-Südkurve.

 

  • Weiden Galerie 02: Schildhorn