Die Gemünde

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2008-05-12 CIMG2877 klein„Die Gemünde“ ist die Mündung des Havelkanals vom Pichelsee aus in die „Breite See„.

Versehen mit zwei kleinen Leuchttürmen. Auf einer kleinen Dammmohle kann man sich hinsetzen und hat einen wunderbaren Ausblick auf den Breite See, die Unterhavel und nach Schildhorn.

Zu West-Berliner Zeiten lag dort auch die Kahnschänke „Arche Noah“, später dann das Restaurantschiff Sabine bzw. Sabine II, welches aber 1998 abgebrannt ist und nicht mehr durch ein neues Restaurantschiff ersetzt wurde. Heute liegt an dieser Stelle ein Hausboot.

Auch gab es dort einmal eine Rettungstation.

  • 1988, Spandauer Heimatbriefe, Pichelsdorf, Seite 30/31:
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Die schon seit einiger Zeit erforderlich gewordene Begradigung der Havel durch den zunehmenden Schiffsverkehr wurde 1879 realisiert, und der Flußverlauf wurde bis zum Gemünd kanalisiert. Eine besondere Institution, der „Mummenstecher„, hörte damit auf zu bestehen. Ihm oblag eine „wichtige Aufgabe“ für die Schiffahrt. Er kennzeichnete Untiefen der Havel durch Ausstecken der entsprechenden Punkte mit „Kiefernästen“. Für seine Tätigkeit erhielt er eine Art Trinkgeld. Sein Wissen glich durchaus dem eines Lotsen. Hier sei in diesem Zusammenhang auf den „kleinsten Leuchtturm von Deutschland“ hingewiesen. Die Schiffahrt bemängelte schon lange, daß bei schlechter Sicht und Dunkelheit die havel-Einfahrt am Gemünd Richtung Norden schwer zu finden sei. Nach Abschluß der Begradigungsarbeiten in Pichelsdorf entschloß man sich, auf der angeschütteten westlichen Havel 1902 diesen Leuchtturm mit der Höhe von knapp 10 Meter zu erstellen (Bericht der Vossischen Zeitung v. 15.7.1902). Wie schon eingangs erwähnt, entwickelten sich aus den Floßmeisteranwesen hier Gastwirtschaften (zwei an der Havel und zwei am Stößensee), die für die Gastronomie in dieser Gegend ab 1850 bahnbrechend waren. Es waren die Herren Teidicke und Rackwitz. Das Café Rackwitz machte noch einmal Schlagzeilen, als man beim Neubau im „Liebesgrunde“ – so bezeichnete der Volksmund die Gegend – Spuren einer alten Schmiede aus der Zeit der „Königlichen Holzadministration“ wiederentdecke. Es ist anzunehmen, daß das Wohnhaus des ehemaligen Schmiedes der Ursprung des Restaurantes war.Unvergessen ist auch das Restaurant „Inselgarten Freund“. es war ein großes Ausflugsrestaurant, das im 2. Weltkrieg als Unterkunft für dienstverpfichtete Frauen diente. Ende der vierziger Jahre wurde der Restaurantionsbetrieb wieder aufgenommen. In den fünfziger Jahren fand sogar zeitweise die Rias-Kaffee-Tafel dort statt.Auch älteren Spandauern ist noch der „Königgrätzer Garten“ ein Begriff. Der Hauptraum stammte aus dem Jahre 1870. Alle Anbauten entstanden um 1900….

 

 

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