Grunewald: Behörden schränken Hundeauslaufgebiet im Hochsommer massiv ein

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HundemenschverbotMit der Badesaison 2015, welche am 15. Mai beginnt, verändern sich die Grenzen des Hundeauslaufgebiets Grunewald im Bereich von Schlachtensee, Krumme Lanke und dem Riemeisterfenn. Tabu sind für Hunde künftig alle Fußwege um den Schlachtensee und um die Krumme Lanke in einem Abstand von 5,50 m um die Seen herum. Menschen mit Hunden dürfen diesen Bereich nicht mehr betreten, auch dann nicht, wenn die Hunde angeleint sind.

Zwar handelt es sich bei der Einschränkung angeblich nur um ca. 4 Prozent der Fläche des Hundeauslaufgebiets. Jedoch sind dies die im Hochsommer wichtigsten Flächen, damit  die Hunde trinken und sich abkühlen können. Mein Hund benötigt das jedenfalls bereits ab einer Temperatur von + 25 Grad.

Ohne Wasserzugang sind im Hochsommer die verbleibenden Auslaufteile minderwertig. Damit verbleibt von der gesamten Hundeauslaufläche des Grunewaldes im Hochsommer mit Wasserzugang nur noch der Grunewaldsee, welcher damit wohl noch mehr überlaufen sein wird und wo zu erwarten ist, dass es dort dann zwangsläufig auch zu einer Sperrung für Hunde kommen wird.

Die Entscheidung wurde vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf getroffen und vom Berliner Senat unterstützt.


Weiterführend:

  • Tagesspiegel, 14.01.2015:Der Beschluss und das Merkblatt für Hundehalter im Wortlaut als pdf-Datei
  • Tagesspiegel, 14.01.2015:
    Und was ist mit den behaupteten gesundheitlichen Risiken? Die Veterinärin und Geschäftsführende Direktorin der Tierklinik Düppel, Barbara Kohn, sieht durch badende Hunde „kein akutes Risiko für den Menschen“. Der Bezirk solle erst einmal „die konkrete Gefährdung mit Studien und Daten belegen“, bevor etwas beschlossen wird. Im Übrigen würden ja ohnehin nur gesunde Hunde fröhlich ins Wasser springen..
  • Tagesspiegel, 15.01.2015:
    Interview mit einem Labrador: „Wir kacken nicht ins Wasser!“

 

 

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