{"id":8545,"date":"2015-12-15T16:00:00","date_gmt":"2015-12-15T15:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?p=8545"},"modified":"2018-12-16T19:27:40","modified_gmt":"2018-12-16T18:27:40","slug":"vg-berlin-hundeverbot-am-schlachtensee-und-an-der-krummen-lanke-aufgehoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?p=8545","title":{"rendered":"VG Berlin: Hundeverbot am Schlachtensee und an der Krummen Lanke aufgehoben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Verwaltungsgericht Berlin hat das Hundeverbot am Schlachtensee und an der Krummen Lanke aufgehoben, weil der Uferweg nicht insgesamt als Badestelle angesehen werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Seen sind Gew\u00e4sser, in denen das Baden nach der Berliner Badegew\u00e4sserverordnung erlaubt ist. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf stellte im Mai 2015 rund um die beiden Seen verschiedene Schilder und beschriftete Holzpf\u00e4hle auf, wonach es sich bei beiden Seen einschlie\u00dflich Uferweg insgesamt um Badestellen handele. Ausgenommen hiervon ist ein ca. 600 m langes Teilst\u00fcck am s\u00fcdwestlichen Ende des Schlachtensees. Dabei st\u00fctzte sich die Beh\u00f6rde auf das Berliner Hundegesetz, das die Mitnahme von Hunden an gekennzeichneten Badestellen verbietet. Nach Ansicht der Beh\u00f6rde dient das Mitnahmeverbot dem Schutz der Gew\u00e4sser vor Verunreinigungen, die von badenden Hunden ausgingen. Der Kl\u00e4ger meint, der Uferweg k\u00f6nne nicht insgesamt als Badestelle qualifiziert werden, u.a. weil ein Zugang zum See \u00fcber weite Strecken nicht m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die 23. Kammer des Verwaltungsgerichts gab der Klage statt. Der Uferweg als solcher sei keine Badestelle. Eine Badestelle nach dem Berliner Hundegesetz sei ein f\u00fcr die Allgemeinheit zug\u00e4nglicher Bereich am Ufer eines zum Baden geeigneten Gew\u00e4ssers, der dem Baden und den hiermit typischerweise verbundenen Freizeitaktivit\u00e4ten diene. Dies sei hier nicht der Fall, denn der Uferweg diene in erster Linie der Fortbewegung, und der Zugang zum See sei \u00fcber weite Strecken durch Z\u00e4une gerade ausgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entgegen der Auffassung der Beh\u00f6rde sei nicht jedes Badegew\u00e4sser nach der Badegew\u00e4sserverordnung zugleich Badestelle im Sinne des Hundegesetzes. Die eigentlichen Badestellen, an denen allein die vom Hundegesetz erfassten Nutzungskonflikte auftreten k\u00f6nnten, lie\u00dfen sich vom Weg klar trennen. Das Ziel des Gew\u00e4sserschutzes sei schlie\u00dflich durch die allgemein geltende Leinenpflicht f\u00fcr Hunde gew\u00e4hrleistet, deren Einhaltung die Beh\u00f6rde ggf. strenger kontrollieren m\u00fcsse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kammer hat wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung die Berufung gegen das Urteil beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zugelassen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>Quelle: Verwaltungsgericht Berlin, <a href=\"http:\/\/www.berlin.de\/sen\/justiz\/gerichte\/vg\/presse\/archiv\/lt--kk-__publish_date_year--gtlt--kk-__publish_date_mon--gtlt--kk-__publish_date_day--gt.lt--kk-__publish_time_hour--gtlt--kk-__publish_time_min--gt.402851.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a> Nr. 45\/2015 vom 15.12.2015<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de\/jportal\/portal\/t\/2ro\/bs\/10\/page\/sammlung.psml?doc.hl=1&amp;doc.id=JURE160001998&amp;documentnumber=3&amp;numberofresults=3&amp;doctyp=juris-r&amp;showdoccase=1&amp;doc.part=K&amp;paramfromHL=true#focuspoint\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Urteil<\/a> der 23. Kammer vom 15. Dezember 2015 (VG 23 K 359.15)<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Verwaltungsgericht Berlin hat das Hundeverbot am Schlachtensee und an der Krummen Lanke aufgehoben, weil der Uferweg nicht insgesamt als Badestelle angesehen werden k\u00f6nne. 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