{"id":6505,"date":"2014-05-17T13:39:25","date_gmt":"2014-05-17T12:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?p=6505"},"modified":"2019-01-02T21:09:56","modified_gmt":"2019-01-02T20:09:56","slug":"wann-gibt-es-einen-natuerlichen-wasser-land-uebergang-am-grimnitzsee-berlin-spandau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?p=6505","title":{"rendered":"Wann gibt es einen nat\u00fcrlichen Wasser-Land-\u00dcbergang am Grimnitzsee (Berlin- Spandau)?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_6513\" aria-describedby=\"caption-attachment-6513\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6513\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein.jpg\" alt=\"1937 Grimnitzsee Spandau klein\" width=\"500\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein.jpg 1600w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein-150x92.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein-300x185.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein-1024x632.jpg 1024w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1937-Grimnitzsee-Spandau-klein-400x247.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6513\" class=\"wp-caption-text\">Der Grimnitzsee 1937<\/figcaption><\/figure>\n<p>Drucksache <a href=\"http:\/\/pardok.parlament-berlin.de\/starweb\/adis\/citat\/VT\/17\/SchrAnfr\/S17-13674.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">17\/13674<\/a><br \/>\nSchriftliche Anfrage<br \/>\nder Abgeordneten <a href=\"http:\/\/silke-gebel.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silke Gebel<\/a> (GR\u00dcNE)<br \/>\nvom 23. April 2014 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 24. April 2014) und Antwort<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wann gibt es einen nat\u00fcrlichen Wasser-Land-\u00dcbergang am Grimnitzsee (Berlin-Spandau)?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 1: Wie bewertet die Senatsverwaltung die Wasserqualit\u00e4t des Grimnitzsees?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 1: Im Grimnitzsee wird keine Messstelle betrieben, daher liegen keine Angaben zur Wasserqualit\u00e4t des Sees vor. Naheliegend ist, dass sie stark von der Qualit\u00e4t der Unterhavel abh\u00e4ngt, die n\u00e4hrstoffreich ist (geringe Sichttiefen, hohe Planktonmassen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 2: Ist ein naturnaher Wasser-Land-\u00dcbergang am Grimnitzsee ein wichtiges Ziel f\u00fcr die Senatsverwaltung?<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wie sch\u00e4tzt die Senatsverwaltung die Uferbefestigungen in Bezug auf eine ufernahe Vegetation und einen nat\u00fcrlichen Wasser-Land-\u00dcbergang ein?<\/li>\n<li>Wie setzt sich die Senatsverwaltung daf\u00fcr ein, dass ein naturnaher Wasser-Land-\u00dcbergang am gesamten Ufer des Grimnitzsees wiederhergestellt werden kann?<\/li>\n<li>Wie setzt sich die Senatsverwaltung daf\u00fcr ein, dass die erfolgten Landaufsch\u00fcttungen beseitigt werden?<\/li>\n<li>Wie setzt sich die Senatsverwaltung daf\u00fcr ein, dass die Bildung eines Schilfg\u00fcrtels unterst\u00fctzt wird?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 3: Inwieweit sind die Uferbefestigungen am Grimnitzsee im Bereich des Mahnkopfweges mit dem naturschutzrechtlich vorgesehenen R\u00f6hrichtschutz vereinbar?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 2. und 3.: Die Grundst\u00fccke am Grimnitzsee befinden sich gr\u00f6\u00dftenteils in Privateigentum. Die Ufer sind teilweise mit Uferbefestigungen verbaut. Es ist ufernahe Vegetation vorhanden, die auch vor den befestigten Ufern gedeiht. Nat\u00fcrliche Wasser-Land- \u00dcberg\u00e4nge k\u00f6nnen im Zusammenhang mit der Neuerrichtung von Uferbefestigungen geschaffen werden. Bei Neubauantr\u00e4gen wird die Senatsverwaltung darauf hinwirken, dass m\u00f6glichst naturnahe B\u00f6schungen gebaut werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">R\u00f6hrichte sind im Grimnitzsee am Mahnkopfweg nur am S\u00fcdufer an der dort vorhandenen Parkanlage vorhanden. Neue Ansiedlungsma\u00dfnahmen im Bereich der verbauten Ufer werden f\u00fcr nicht sinnvoll erachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 4: Welche Ma\u00dfnahmen hat die Senatsverwaltung in der Vergangenheit ergriffen, um f\u00fcr eine ufernahe Vegetation im genannten Bereich, wie sie an anderer Stelle am Grimnitzsee besteht, zu sorgen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 4: Das R\u00f6hrichtschutzprogramm der Senatsverwaltung beschr\u00e4nkt sich aus Gr\u00fcnden der finanziellen und personellen Priorit\u00e4tensetzung auf die Gew\u00e4sser Oberhavel, Unterhavel, Griebnitzsee, Gro\u00dfe Grunewaldseenkette sowie die Dahme- und M\u00fcggelspreeseen in K\u00f6penick. Im Grimnitzsee wurden keine Ma\u00dfnahmen ergriffen.<br \/>\nDer gesetzliche Schutz von R\u00f6hrichtbest\u00e4nden ergibt sich aus dem Berliner Naturschutzgesetz, 2. Abschnitt. Dort sind sowohl die Erhaltungspflichten und Schutzvorschriften f\u00fcr bestehende R\u00f6hrichtbest\u00e4nde als auch das Ziel, Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung der R\u00f6hrichte zu ergreifen, rechtlich verankert. Ma\u00dfnahmen der Senatsverwaltung dienen auch diesen Zielsetzungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 5: Welche Ma\u00dfnahmen ergreift die Senatsverwaltung, wenn nicht genehmigte Uferbebauungen und -befestigungen wie am Grimnitzsee im Bereich des Mahnkopfweges geschehen, gemeldet werden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 5: Es ist eine Einzelfallpr\u00fcfung erforderlich. Nach Kl\u00e4rung der Eigentumsverh\u00e4ltnisse am Gew\u00e4sser und dem Ufer wird mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen und eine Stellungnahme gefordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 6: Hat die Senatsverwaltung Kenntnis, wer die Steine f\u00fcr die Uferbebauungen und -befestigungen im Bereich des Mahnkopfweges zur Verf\u00fcgung gestellt hat?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 6: Von der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt wurde 2010 die marode senkrechte Uferwand aus Holz im Bereich des Mahnkopfweges durch eine naturn\u00e4here Schr\u00e4gb\u00f6schung ersetzt. Damit wurde das dahinter liegende Grundst\u00fcck vor weiteren Gel\u00e4ndeabbr\u00fcchen infolge der hydraulischen Belastung durch Schwall- und Sunkwellen der in der Unterhavel vorbeifahrenden Schiffe gesichert. Die B\u00f6schung wurde aufgrund der Empfehlungen der Bundesanstalt f\u00fcr Wasserbau nach dem Merkblatt \u201eAnwendung von Regelbauweisen f\u00fcr B\u00f6schungs- und Sohlensicherungen an Binnenwasserstra\u00dfen\u201c (MAR) ausgebildet. Die Initialz\u00fcndung zur Begr\u00fcnung des Deckwerkes ist leider in den darauf folgenden Jahren nicht eingetreten. Deshalb wurde das Deckwerk in Abstimmung mit dem Bezirksamt Spandau ab M\u00e4rz dieses Jahres mit einem Spezialboden (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Algins%C3%A4ure\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alginat<\/a>) aufgef\u00fcllt und mit standortgerechten R\u00f6hrichtpflanzen begr\u00fcnt. Mit diesen zus\u00e4tzlichen naturnahen Ma\u00dfnahmen wurden die beiden Ziele erreicht, n\u00e4mlich das Ufer vor weiteren Abbr\u00fcchen zu sichern und zum anderen einen m\u00f6glichst nat\u00fcrlichen Lebensraum zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 7: Welche rechtlichen Konsequenzen hat der Bau nicht genehmigter Uferbebauungen und -befestigungen<\/strong>?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 7: Es wird im Einzelfall gepr\u00fcft, ob eine Legalisierung der unbefugt betriebenen wasserbaulichen Anlagen durch eine vom Betreiber der Anlage nachtr\u00e4glich zu beantragende Genehmigung m\u00f6glich ist. Hierf\u00fcr bedarf es jedoch eines Genehmigungsverfahrens nach dem Berliner Wassergesetz. Ergibt sich im Antragsverfahren, dass schwerwiegende Gr\u00fcnde vorliegen, die eine nachtr\u00e4gliche Genehmigung unm\u00f6glich machen, kann der R\u00fcckbau oder Umbau der wasserbaulichen Anlagen vom Eigent\u00fcmer verlangt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 8: Wie ist generell das Prozedere bez\u00fcglich Absprache bzw. Aufgabenteilung zwischen Senat, Bezirk und B\u00fcrgerInnen bei der Genehmigung von Uferbebauungen und -befestigungen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Antwort zu 8: Die f\u00fcr Uferbebauungen und -befestigungen erforderlichen Genehmigungsverfahren gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 62 ff <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CC4QFjAA&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.berlin.de%2Fimperia%2Fmd%2Fcontent%2Fbalichtenberghohenschoenhausen%2Fgesetze-vorschriften%2Fbwg.pdf&amp;ei=9Fp3U6esFcXg4QSX8IDIDg&amp;usg=AFQjCNFEoc3hsQxrCzlOscK1Byk6oQ5cMA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berliner Wassergesetz<\/a> liegen in der Zust\u00e4ndigkeit der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt. Im Verfahren werden die Betroffenen (Gew\u00e4ssereigent\u00fc-mer, Bezirksamt usw.) um Stellungnahme gebeten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Berlin, den 06. Mai 2014<br \/>\nIn Vertretung<br \/>\nChristian Gaebler<br \/>\n&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<br \/>\nSenatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt<br \/>\n(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 09. Mai 2014)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drucksache 17\/13674 Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Silke Gebel (GR\u00dcNE) vom 23. April 2014 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 24. 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