{"id":3019,"date":"2013-01-10T11:14:46","date_gmt":"2013-01-10T10:14:46","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?p=3019"},"modified":"2019-05-26T12:42:46","modified_gmt":"2019-05-26T11:42:46","slug":"abgeordnetenhaus-berliner-ratten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?p=3019","title":{"rendered":"Abgeordnetenhaus: Berliner Ratten"},"content":{"rendered":"<p>Kleine Anfrage &#8211; Drucksache <a href=\"http:\/\/www.parlament-berlin.de:8080\/starweb\/adis\/citat\/VT\/17\/KlAnfr\/ka17-11122.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">17 \/ 11 122<\/a><br \/>\ndes Abgeordneten <a href=\"http:\/\/www.alexander-j-herrmann.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alexander J. Herrmann<\/a> (CDU)<br \/>\nvom 26. Oktober 2012 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 26. Oktober 2012) und Antwort<br \/>\n<strong>Rattenplage in Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:<\/p>\n<p><strong>1. Wie entwickelte sich die Population an M\u00e4usen und Ratten im Berliner Stadtgebiet in den letzten f\u00fcnf Jahren?<\/strong><br \/>\n<strong>2. Welche Instrumente nutzt der Senat, um diese Daten zu erheben und zu evaluieren?<\/strong><br \/>\nZu 1. und 2.: In den Berliner Gesundheitsbeh\u00f6rden wird die Entwicklung von M\u00e4use- und Rattenpopu-lationen nicht erfasst.<br \/>\nDa Ratten aber als Gesundheitssch\u00e4dlinge gelten, hat die Berliner Senatsverwaltung sie in die <a href=\"http:\/\/www.berlin.de\/landespressestelle\/archiv\/20110816.1200.355040.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsverordnung<\/a> aufgenommen. Gem\u00e4\u00df dieser Verordnung ist der Rattenbefall und die durchgef\u00fchrte Bek\u00e4mpfung dem zust\u00e4ndigen Gesundheitsamt zu melden.<br \/>\nVon 2007 bis 2011 wurde in allen 12 Berliner Bezirken insgesamt folgende Anzahl an Rattenbek\u00e4mpfungen registriert:<\/p>\n<ul>\n<li>2007 &#8211; 4.908<\/li>\n<li>2008 &#8211; 5.376<\/li>\n<li>2009 &#8211; 4.452<\/li>\n<li>2010 &#8211; 4.577<\/li>\n<li>2011 &#8211; 3.868<\/li>\n<li>Im Jahr 2012 wurden bis zum 31.10. rund 4.950 Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen registriert.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3. Wie bewertet der Senat die aktuelle Rattenpopulation vor dem Hintergrund der Gef\u00e4hrdung und Belastung der Berliner Bev\u00f6lkerung?<\/strong><br \/>\nZu 3.: Die Anzahl gemeldeter Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen l\u00e4sst keine direkten Schlussfolgerungen auf die Gr\u00f6\u00dfe der Rattenpopulation in Berlin zu. Die Gr\u00f6\u00dfenordnung der Rattenproblematik im beobachteten Zeitraum wird als stabil eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><strong>4. Welche Ma\u00dfnahmen ergreift der Senat, um diese Plage nachhaltig zu bek\u00e4mpfen?<\/strong><br \/>\nZu 4.: Wie bereits dargestellt, sind Ratten als Gesundheitssch\u00e4dlinge in die o. g. Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsverordnung aufgenommen worden. Damit ist die f\u00fcr Gesundheit zust\u00e4ndige Senatsverwaltung ihrer Regelungskompetenz nachgekommen. Um eine effektive Rattenbek\u00e4mpfung im Land Berlin zu gew\u00e4hrleisten, wurden in der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsverordnung die Pflichten aller Akteure detailliert dargestellt. Danach muss die Eigent\u00fcmerin oder der Eigent\u00fcmer oder die Nutzungsberechtigte oder der Nutzungsberechtigte (allgemein: die pflichtige Person) eines Grundst\u00fcckes unverz\u00fcglich nach Feststellen eines Rattenbefalls dies dem zust\u00e4ndigen Gesundheitsamt melden und eine Fachkraft mit der Bek\u00e4mpfung beauftragen sowie nach Abschluss der Bek\u00e4mpfung dem Gesundheitsamt eine Bescheinigung \u00fcber eingesetztes Mittel, Verfahren und erzieltes Ergebnis vorlegen. Dar\u00fcber hinaus muss die pflichtige Person die Vermehrung und Verbreitung von Gesundheitssch\u00e4dlingen durch Beseitigung von Sicherungsm\u00e4ngeln und Beachtung von Hygiene-Grunds\u00e4tzen verhindern (z. B. Abfallentsorgung, Bereit-stellen von geeigneten Beh\u00e4ltnissen f\u00fcr Hausabf\u00e4lle).<br \/>\nStellen Mieterinnen oder Mieter einen Rattenbefall fest, so sollen sie ihre Vermieterin oder ihren Vermieter dar\u00fcber informieren. Diese oder dieser hat dann die o. g. Ma\u00dfnahmen einzuleiten.<br \/>\nDen Berliner Gesundheits\u00e4mtern obliegen die folgenden Pflichten: sie kl\u00e4ren die Bev\u00f6lkerung \u00fcber Gesundheitsgefahren auf, sie ermitteln das Ausma\u00df des Rattenbefalls und bestimmen eine Frist, innerhalb der die Bek\u00e4mp-fung erfolgt sein muss. Kommt die Eigent\u00fcmerin oder der Eigent\u00fcmer oder die Nutzungsberechtigte oder der Nutzungsberechtigte seinen Pflichten nicht nach, so k\u00f6nnen die Gesundheits\u00e4mter die notwendigen Ma\u00dfnahmen selbst anordnen. Die Kosten daf\u00fcr tr\u00e4gt die Pflichtige oder der Pflichtige.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass durch die Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsverordnung &#8211; insbesondere ihre klare Zuweisung der Pflichten an alle Akteure &#8211; sinnvolle Rahmenbedingungen f\u00fcr eine effektive Rattenbek\u00e4mpfung im Land Berlin gegeben sind.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin, den 17. Dezember 2012<br \/>\nIn Vertretung<br \/>\nEmine D e m i r b \u00fc k e n &#8211; W e g n e r<br \/>\n_____________________________<br \/>\nSenatsverwaltung f\u00fcr<br \/>\nGesundheit und Soziales<br \/>\n(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 02. Jan. 2013)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleine Anfrage &#8211; Drucksache 17 \/ 11 122 des Abgeordneten Alexander J. Herrmann (CDU) vom 26. Oktober 2012 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 26. Oktober 2012)&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":1,"footnotes":""},"categories":[458],"tags":[],"class_list":["post-3019","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichtenwald"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3019"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3019\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13379,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3019\/revisions\/13379"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}