{"id":15728,"date":"2022-06-08T09:22:16","date_gmt":"2022-06-08T08:22:16","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?p=15728"},"modified":"2022-06-08T09:24:19","modified_gmt":"2022-06-08T08:24:19","slug":"land-berlin-mehr-tierschutz-fuer-freilebende-katzen-um-unkontrollierte-vermehrung-einzudaemmen-muessen-auch-hauskatzen-mit-freiem-auslauf-kuenftig-kastriert-sein-oder-drinnen-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?p=15728","title":{"rendered":"Land Berlin: Mehr Tierschutz f\u00fcr freilebende Katzen: Um unkontrollierte Vermehrung einzud\u00e4mmen, m\u00fcssen auch Hauskatzen mit freiem Auslauf k\u00fcnftig kastriert sein \u2013 oder drinnen bleiben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die vom Berliner Senat bereits im vorigen Jahr beschlossene Verordnung \u00fcber den Schutz freilebender Katzen im Stadtgebiet Berlin (Katzenschutzverordnung Berlin \u2013 KatSchutzV, vgl. <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/justva\/presse\/pressemitteilungen\/2021\/pressemitteilung.1086416.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung vom 19.05.2021<\/a>) tritt am 8. Juni 2022 in Kraft (mit Wirkung zum 9. Juni). Ziel ist ein verbesserter Tierschutz f\u00fcr freilebende Katzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Berlin gibt es eine hohe Zahl freilebender, fortpflanzungsf\u00e4higer Katzen, die teils in Kolonien zusammenleben. Diese Tiere \u2013 sogenannte Streuner \u2013 sind durch Nahrungsknappheit, Revierk\u00e4mpfe, Krankheiten und Verletzungen erheblichen Leiden ausgesetzt, was mit den Zielen des Tierschutzes nicht in Einklang zu bringen ist. Daher soll die neue Katzenschutzverordnung dazu beitragen, die Anzahl freilebender, fortpflanzungsf\u00e4higer Katzen durch die Eind\u00e4mmung ihrer unkontrollierten Vermehrung deutlich zu reduzieren und auf diese Weise ihren Leidensdruck insgesamt zu mindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Markus Kamrad, der f\u00fcr Tierschutz zust\u00e4ndige Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Verbraucherschutz:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Katzenschutzverordnung ist ein wichtiger Schritt f\u00fcr den Tierschutz in Berlin. Viele Menschen, die sich dem Wohl der Tiere verpflichtet f\u00fchlen, haben sich daf\u00fcr eingesetzt.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neue Verordnung hat auch Folgen f\u00fcr sogenannte Hauskatzen, die in Obhut von Menschen leben: Weil fortpflanzungsf\u00e4hige Hauskatzen mit freiem Auslauf in erheblichem Ma\u00df zur Erh\u00f6hung der Population freilebender Katzen beitragen, sieht die Verordnung vor, dass Berliner Tierhalter*innen ihren fortpflanzungsf\u00e4higen Katzen im gesamten Stadtgebiet keinen unkontrollierten, freien Auslauf mehr gew\u00e4hren d\u00fcrfen. Nur noch kastrierte und durch einen Chip (Transponder) gekennzeichnete Tiere d\u00fcrfen k\u00fcnftig freien Auslauf erhalten \u2013 und sie m\u00fcssen zudem bei einer anerkannten Registerstelle (Tasso, Findefix, IFTA) registriert werden: Die Senatsverwaltung f\u00fcr Umwelt, Mobilit\u00e4t, Verbraucher- und Klimaschutz stellt auf ihrer Internetseite eine Linkliste der anerkannten Registerstellen sowie weitere Antworten auf h\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ) zur Verf\u00fcgung (Link: siehe unten).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnliche Katzenschutzverordnungen gibt es bereits in anderen Bundesl\u00e4ndern (etwa in Baden-W\u00fcrttemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen). Der Bundesgesetzgeber hat im Tierschutzgesetz die Landesregierungen erm\u00e4chtigt, den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsf\u00e4higer Katzen durch Rechtsverordnungen zu beschr\u00e4nken oder zu verbieten. Die Kennzeichnung und Registrierung dient dabei dem Vollzug der Verordnung: Nur so ist beispielsweise feststellbar, ob eine Katze bereits kastriert wurde beziehungsweise wer die Halterin oder der Halter ist. Auch die R\u00fcckf\u00fchrung einer aufgefundenen entlaufenen Katze wird auf diese Weise erleichtert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neuen Bestimmungen gelten ab dem 9. Juni 2022. Hauskatzenbesitzerinnen und -besitzer sind daher aufgerufen, sofern sie fortpflanzungsf\u00e4hige Tiere mit freiem Auslauf halten, ihre Katzen kastrieren, chippen und registrieren zu lassen, um den Tierschutz f\u00fcr freilebende Katzen zu st\u00e4rken.<br \/>\nWer seine Katze nur in Wohnung oder Haus h\u00e4lt bzw. nur einen kontrollierten Auslauf (etwa an der Leine oder in einem umz\u00e4unten Bereich) zul\u00e4sst, braucht nichts weiter zu unternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer seine noch nicht registrierte Katze vermisst, kann sich an das Fundb\u00fcro f\u00fcr verlorengegangene Haustiere, die Tiersammelstelle Berlin, wenden: unter 030\/76 888-200 oder -201 bzw. unter tiersammelstelle@tierschutz-berlin.de. Die zust\u00e4ndigen Bezirksbeh\u00f6rden d\u00fcrfen laut Verordnung zwar ein aufgefundenes, nicht registriertes Tier auf Kosten des Halters oder der Halterin kastrieren lassen, aber erst nach f\u00fcnf Tagen und nach einer Abfrage bei der Tiersammelstelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/verbraucherschutz\/aufgaben\/tierschutz\/katzenschutzverordnung\/artikel.1206331.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr zur Berliner Katzenschutzverordnung<\/a><\/p>\n<p>Quelle: Senatsverwaltung f\u00fcr Umwelt, Mobilit\u00e4t, Verbraucher- und Klimaschutz, <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/uvk\/presse\/pressemitteilungen\/2022\/pressemitteilung.1213197.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung vom 02.06.2022<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vom Berliner Senat bereits im vorigen Jahr beschlossene Verordnung \u00fcber den Schutz freilebender Katzen im Stadtgebiet Berlin (Katzenschutzverordnung Berlin \u2013 KatSchutzV, vgl. 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