{"id":13581,"date":"2019-07-18T15:28:42","date_gmt":"2019-07-18T14:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?p=13581"},"modified":"2019-07-18T15:39:06","modified_gmt":"2019-07-18T14:39:06","slug":"abgeordnetenhaus-fuchsjagd-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?p=13581","title":{"rendered":"Abgeordnetenhaus: Fuchsjagd in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Abgeordnetenhaus: <a href=\"http:\/\/pardok.parlament-berlin.de\/starweb\/adis\/citat\/VT\/18\/SchrAnfr\/S18-20018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Drucksache 18\/20018<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Michael Efler (LINKE) vom 21. Juni 2019<\/li>\n<li>Antwort der Senatsverwaltung f\u00fcr Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 04. Juli 2019<\/li>\n<\/ul>\n<p>zum Thema:<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Fuchsjagd in Berlin<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 1: Gibt es seitens des Senats Kriterien, aus welchen Gr\u00fcnden F\u00fcchse get\u00f6tet werden d\u00fcrfen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort: Das Jagdrecht ist die ausschlie\u00dfliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere (Wild), die dem Jagdrecht unterliegen, die Jagd auszu\u00fcben und sie sich anzueignen. F\u00fcchse unterliegen nach dem Bundesjagdgesetz dem Jagdrecht. Darauf st\u00fctzend bedarf es keiner gesonderten Begr\u00fcndung f\u00fcr die Jagdaus\u00fcbung auf F\u00fcchse.<br \/>\nDie Jagd in befriedeten Bezirken ist nur gestattet, wenn F\u00fcchse handzahm sind, sich nicht mehr vergr\u00e4men lassen oder von ihnen eine Gefahr ausgeht sowie sie verletzt oder krank sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 2: Sind dem Senat die Gr\u00fcnde f\u00fcr die pro Jagdjahr ca. 70-80 erlegten F\u00fcchse bekannt und wenn nein, warum nicht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort: Die einzelnen Gr\u00fcnde sind dem Senat nicht bekannt. Es gibt keine Rechtsgrundlage, die J\u00e4gerinnen oder J\u00e4ger verpflichtet, die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Erlegung darzulegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 3: Gibt es bei der Jagdstrecke des Fuchses Unterschiede zwischen dem Stadtgebiet Ost und dem Stadtgebiet West und wenn ja, wie sind diese zu begr\u00fcnden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort: Nach Auswertung der vorliegenden Streckenmeldungen werden im Stadtgebiet Ost insgesamt mehr F\u00fcchse erlegt als im Stadtgebiet West. Auf Grund auch der h\u00f6heren Fallwildzahlen im Ostteil der Stadt ist zu vermuten, dass die Population gr\u00f6\u00dfer ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 4: Wie steht der Senat zu einer ganzj\u00e4hrigen Schonzeit f\u00fcr F\u00fcchse, wie zum Beispiel beim Dachs und beim Baummarder?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort: Die Populationen des Dachses und des Baummarders sind wesentlich geringer als die des Fuchses. Bei einer ganzj\u00e4hrigen Schonzeit w\u00e4ren notwendige schnelle Handlungen aus Gr\u00fcnden des Tierschutzes nicht mehr gew\u00e4hrleistet. Dann m\u00fcsste die jeweils notwendige Bejagung \u00fcber Einzelfallregelungen genehmigt werden. Dieser hohe Verwaltungsaufwand k\u00f6nnte durch die Jagdbeh\u00f6rde nicht in der notwendigen Kurzfristigkeit sichergestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 5: Sofern der Senat eine ganzj\u00e4hrige Schonzeit mit der Begr\u00fcndung ablehnt, dass dann etwaige Nott\u00f6tungen verletzter\/schwerkranker Tiere erschwert w\u00e4ren: Wie wird dies bei kranken\/verunfallten Dachsen, Baummardern, Greifv\u00f6geln oder Schw\u00e4nen organisiert?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort: Kranke und verunfallte Tiere ziehen sich gr\u00f6\u00dftenteils zur\u00fcck, so dass sie oftmals nicht gefunden werden und in der Regel nicht erlegt werden.<br \/>\nBezogen auf den Dachs wurden in den letzten f\u00fcnf Jagdjahren insgesamt lediglich sieben Dachse mit einer Ausnahmegenehmigung erlegt, 40 Dachse wurden als Fallwild gemeldet.<br \/>\nBeim Baummarder wurden nur drei Totfunde gemeldet, Genehmigungen zum Erlegen wurden nicht beantragt oder erteilt.<br \/>\nGreifv\u00f6gel und Wasserv\u00f6gel werden in einer Auffangstation vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) Berlin bis zur Wiederausgliederung aufgenommen. Ausnahmegenehmigungen werden hierzu nicht erteilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 6: Wie steht der Senat zu einer Herausnahme von F\u00fcchsen aus dem Jagdrecht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort 6: Der Senat sieht keine Notwendigkeit, den Fuchs aus dem Jagdrecht herauszunehmen.<br \/>\nWie alle nicht dem Jagdrecht unterliegenden Tierarten w\u00fcrde dann auch der Fuchs ausschlie\u00dflich dem Artenschutz unterliegen. Notwendige Ma\u00dfnahmen, gegebenenfalls auch die T\u00f6tung von \u201eProblemtieren\u201c m\u00fcssten dann \u00fcber Ausnahmereglungen nach dem Artenschutzrecht getroffen werden. Ein eventuell notwendiges schnelles Agieren w\u00e4re dann kaum mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frage 7: Arbeitet die Verwaltung mit Wildtier\u00e4rzten oder Auffangstationen zusammen, die verletzte Wildtiere pflegen und wieder auswildern?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px; text-align: justify;\">Antwort: Lediglich Greifv\u00f6gel und Wasserv\u00f6gel werden in einer Auffangstation vom NABU Berlin bis zur Wiederausgliederung aufgenommen. F\u00fcr weitere Wildtiere gibt es keine Wildtier\u00e4rzte oder Auffangstationen, mit der die Verwaltung zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abgeordnetenhaus: Drucksache 18\/20018 Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Michael Efler (LINKE) vom 21. 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