{"id":11922,"date":"2017-12-13T19:28:39","date_gmt":"2017-12-13T19:28:39","guid":{"rendered":"http:\/\/gerber-controlling.de\/?p=4213"},"modified":"2023-10-01T07:48:14","modified_gmt":"2023-10-01T06:48:14","slug":"werner-schillow-schiffsmakler-und-reeder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?p=11922","title":{"rendered":"Werner Schillow &#8211; Berlin Schiffsmakler und Reeder"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1946-03-09-Werner-Schillow-an-Arbeitsgemeinchaft-Binnenschiffahrt-klein-1600.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11995 alignnone\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1946-03-09-Werner-Schillow-an-Arbeitsgemeinchaft-Binnenschiffahrt-klein-1600.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"629\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1946-03-09-Werner-Schillow-an-Arbeitsgemeinchaft-Binnenschiffahrt-klein-1600.jpg 1600w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1946-03-09-Werner-Schillow-an-Arbeitsgemeinchaft-Binnenschiffahrt-klein-1600-191x150.jpg 191w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1946-03-09-Werner-Schillow-an-Arbeitsgemeinchaft-Binnenschiffahrt-klein-1600-382x300.jpg 382w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1946-03-09-Werner-Schillow-an-Arbeitsgemeinchaft-Binnenschiffahrt-klein-1600-768x604.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werner Schillow war Schiffsmakler und Nautiklehrer in Hamburg und Berlin und Begr\u00fcnder einer der \u00e4ltesten Privatreedereien der Stadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im zu ehren tr\u00e4gt ein Restaurantschiff Am Charlottenburger Tor seinen Namen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.capt-schillow.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.capt-schillow.de<\/a><\/li>\n<li>Oder auf meiner Webseite <a href=\"http:\/\/www.berliner-dampfer.de\/html\/capt-n_schillow.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.berliner-dampfer.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Internet ist &#8211; per heute jedenfalls &#8211; leider bis auf den Hinweis auf das Restaurantschiff nichts \u00fcber den Schiffsreeder Werner Schillow \u00fcberliefert.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Suche &#8222;<a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=%22Werner+Schillow%22&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;client=firefox-b&amp;gfe_rd=cr&amp;dcr=0&amp;ei=j4wxWsfSJoLCXoSos3A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Werner Schillow<\/a>&#8222;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bis auf eine Ausnahme, so berichtete die Berliner Zeitung am 20. August 1994 <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/frau-am-steuer--seit-18-jahren-ist-brigitte-schillow-die-einzige-kapitaenin-der-stadt-mit-patent-auf-den-berliner-gewaessern-17441268\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wie folgt<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Frau am Steuer: Seit 18 Jahren ist Brigitte Schillow die einzige Kapit\u00e4nin der Stadt <\/strong><br \/>\n<strong>Mit Patent auf den Berliner Gew\u00e4ssern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brigitte Schillow ist die einzige Kapitanin auf Berlins Binnengew\u00e4ssern. Drei bis viermal in der Woche nimmt sie das Steuer selbst in die Hand. Die blau-wei\u00dfe Flagge weist schon von weitem den Weg zu der Reederei Schiffs-Schillow. Vom B\u00fcro dieser \u00e4ltesten Privatreederei Berlins aus dem Jahr 1908 haben <strong>Werner und Brigitte Schillow<\/strong> einen guten Blick \u00fcber die Spree und auf ihre drei Schiffe, zwei Ausflugsdampfer und eine Barkasse. &#8222;<em>Nach der Schule wollte ich eigentlich Stewarde\u00df werden, wie damals alle jungen M\u00e4dchen&#8220;, erz\u00e4hlt die S4j\u00e4hrige, &#8222;doch ich war zu gro\u00df.<\/em>&#8220; Also vermittelte ihr das Arbeitsamt eine Lehrstelle als Schiffahrtskauffrau beim Flu\u00dfschiffahrtskontor im Westhafen. &#8222;<em>Als einer meiner Kollegen f\u00fcr drei Monate auf dem Rhein mitfahren durfte, wurde ich hellh\u00f6rig, denn Ich war als junges M\u00e4dchen sehr technikbegeistert.<\/em>&#8220; Bei der n\u00e4chsten Fahrt war Brigitte Schillow mit an Bord. &#8222;<em>Erst habe ich nur Messing geputzt und Rost geklopft. Als ich die Maschine zum ersten Mal abschmieren durfte, war ich richtig stolz<\/em>&#8222;, erinnert sie sich. Dann half der Zufall nach. &#8222;<em>Der Jungmatrose war nach einem Landgang verschwunden. Da die Zahl der Matrosen vorgeschrieben ist und kontrolliert wird, habe ich mir die Haare unter einer M\u00fctze hochgesteckt und niemand hat es gemerkt.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck in Berlin lernte sie auf einer Jubil\u00e4umsfeier Werner Schillow kennen. <em>&#8222;Genauer gesagt hatte ich zuerst nur einen Blick auf seinen 300er Mercedes geworfen. Den wollte ich doch unbedingt einmal fahren.<\/em>&#8220; Werner Schillow \u00fcberlie\u00df ihr ohne zu fragen sein Auto und hatte gewonnen. Sie wechselte dann in die Firma ihres Mannes und begleitete ihn, wenn er die firmeneigenen Schlepper und Frachtschlffe steuerte. &#8222;<em>Da kam es nat\u00fcrlich auch vor, da\u00df ich mal das Steuer halten mu\u00dfte. Ich sagte mir, das mu\u00df \u00e4hnlich sein wie Autofahren und habe es einfach versucht.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil sich mit der Binnenschiffahrt immer weniger Geld verdienen lie\u00df, sattelte Werner Schilow auf die \u00dcberf\u00fchrung von Schiffen um. Brigitte war auf den Fahrten nach Tanger. Alexandria oder lbiza immer mit dabei. 1976 machte sie ihr erstes Kapit\u00e4nspatent. &#8222;<em>Ich war die einzige Frau unter 50 M\u00e4nnern, aber ich hatte soviel Erfahrung, da\u00df die Pr\u00fcfung nicht so schwer war.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute hat Brigitte Schillow f\u00fcnf Kapit\u00e4nspatente und darf Schiffe auf allen Wasserstra\u00dfen Deutschlands au\u00dfer auf dem Rhein steuern. Das allein reichte ihr noch nicht. Wieder als einzige Frau machte sie ein paar Motorenkurse, um im Ernstfall das Schiff auch reparieren zu k\u00f6nnen. &#8222;<em>Das lag einfach nahe, schlie\u00dflich habe ich immer bei Reparaturen zugesehen, Schraubenschl\u00fcssel und Bierdosen gereicht.<\/em>&#8220; Gerissene Keilriemen und lwechsel sind seitdem kein Problem mehr f\u00fcr die resolute Frau. Ein einziges Mal war sie kurz davor, die Kapit\u00e4nsjacke auszuziehen. &#8222;<em>Da wollte ich nach einigen Kursen an einer Steuerschule in die Bekleidungsbranche wechseln.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entscheidung f\u00fcr die Reederei hat sie nicht bereut, auch wenn die Arbeit hart ist. ,&#8220;<em>Als ich auch noch die Kantine gemacht habe, bin ich morgens zum Fleischgro\u00dfhandel und habe dann den ganzen Vormittag Fleisch durch den Wolf gedreht, dazu der B\u00fcrokram und die Arbeit als Kapit\u00e4nin.<\/em>&#8220; Die Kantine hat sie mittlerweile verpachtet und auch die Reparaturen \u00fcberl\u00e4\u00dft sie inzwischen anderen. &#8222;<em>Heute habe ich lackierte Fingern\u00e4gel, oft genug waren sie aber abgebrochen und \u00f6lverschmiert.<\/em>&#8220; Mit der M\u00e4nnerwelt auf den Schiffen hatte sie nie Probleme. &#8222;<em>Schon als junges M\u00e4dchen war ich ein bi\u00dfchen jungenhaft. Das lag vielleicht daran, da\u00df meine Mutter lieber einen Jungen gehabt h\u00e4tte. Ich war jedenfalls immer der Meinung, was ein Mann kann, kann eine Frau genausogut.<\/em>&#8222;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Reederei Schillow wird 1946 der Firmensitz: &#8222;Berlin-Charlottenburg, <a href=\"http:\/\/www.luise-berlin.de\/strassen\/bez07h\/k641.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">K\u00f6nigin Luise Stra\u00dfe<\/a> 14&#8243; angegeben. Die Stra\u00dfe erhielt ihren Namen um 1905 und hatte diesen bis zum 30. M\u00e4rz 1950, ihr heutiger Name lautet <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/Bonhoefferufer,+10589+Berlin\/@52.522328,13.2971992,17z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47a8513aa7d56619:0x888de3363dde5fad!8m2!3d52.522328!4d13.2993879?dcr=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bonhoefferufer<\/a>. Die Hausnummerierung f\u00fcr die Nummer 14 blieb auch nach der Umbennennung gleich, so dass die Reederei ihren Firmensitz am heutigen <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/Bonhoefferufer+14,+10589+Berlin\/@52.5232134,13.295981,17z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47a85130197bbffd:0x411031afdc89cd40!8m2!3d52.5232102!4d13.2981697?dcr=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bonhoefferufer 14<\/a> hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Besondere an dem Brief ist, dass nicht nur der Absender, Werner Schillow, sondern auch der Empf\u00e4nger, die Arbeitsgemeinschaft der Binnschiffahrt, Teil der Berliner Schiffahrtsgeschichte sind.<\/p>\n<p>Zur Arbeitsgemeinschaft ist bei Wikepedia zur Geschichte der &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Binnenreederei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutsche Binnenreederei<\/a>&#8220; vermerkt:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur \u00dcberf\u00fchrung der Binnenschiffe in staatlichen bzw. volkseigenen Besitz wurde 1946 die Arbeitsgemeinschaft Binnenschiffahrt als Reederei gegr\u00fcndet mit dem Ziel, alle Binnenschiffstransporte der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) durchzuf\u00fchren 1949 erfolgte die Aufl\u00f6sung bzw. Umbenennung in Deutsche Schiffahrts- und Umschlagbetriebe (DSU) &#8230;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Briefumschlag habe ich am 03. Dezember 2017 f\u00fcr insgesamt 3,60 \u20ac bei ebay ersteigert. Der Brief wurde am 09. M\u00e4rz 1946 in Charlottenburg abgestempelt. Frankiert ist er mit Briefmarken-Ausgaben Berlin und Brandenburg der Sowjetischen Besatzungszone, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Briefmarken-Ausgaben_f%C3%BCr_Berlin_und_Brandenburg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Michel Nummer 1 und 2<\/a>. Zu dieser Zeit wurde Berlin von der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alliierte_Kommandantur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alliierten Kommandantur<\/a> verwaltet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werner Schillow war Schiffsmakler und Nautiklehrer in Hamburg und Berlin und Begr\u00fcnder einer der \u00e4ltesten Privatreedereien der Stadt. 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