{"id":890,"date":"2012-06-16T18:22:18","date_gmt":"2012-06-16T18:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/wordpress\/?page_id=890"},"modified":"2025-11-22T07:54:41","modified_gmt":"2025-11-22T06:54:41","slug":"hundekehlefenn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=890","title":{"rendered":"Hundekehlefenn (Grunewaldfenn)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Das Hundekehlefenn &#8211; oder fr\u00fcher auch Grunewaldfenn genannt &#8211; verbindet den Hundekehlensee mit dem Grunewaldsee.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Es ist eingez\u00e4unt und wird bzw. wurde als Gehege genutzt. Das besondere hier ist, dass das Wild in den relativ gro\u00dfen Gehege relativ zur\u00fcckgezogen lebt. Wer die Tiere sehen m\u00f6chte, muss also schon genauer hinschauen, damit unterscheidet sich das Gehege etwa von dem Wildgehege im Spandauer Stadtforst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Oberhalb des Fenns liegt das <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=13081\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forstamt Grunewald<\/a>, urspr\u00fcnglich eine <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=14503\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizeistation<\/a>.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline; font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Literaturausz\u00fcge:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.612%; text-align: left; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">1907<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 89.388%;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wahnschaffe<\/a>, Seiten 23\/24:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">&#8222;In unserer Seenrinne findet sich n\u00f6rdlich vom Grunewaldsee ein kleines Hochmoor, auf das auch <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/sitemap\/literatur-links\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Potoni\u00e9<\/a> (Naturw. Wochenschrift 1906, Nr. 20, S. 309. Fig. 4.) hingewiesen hat.<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2975\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner-150x62.jpg\" alt=\"1906 Hundekehlefenn - 1907 Der Grunewald bei Berlin Dahl kleiner\" width=\"250\" height=\"104\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner-150x62.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner-300x125.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner-1024x427.jpg 1024w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner-400x166.jpg 400w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1906-Hundekehlefenn-1907-Der-Grunewald-bei-Berlin-Dahl-kleiner.jpg 1404w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Es ist aus dem Zwischenmoore hervorgegangen, das s\u00fcdlich von <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/sitemap\/grunewaldseen\/hundekehlensee\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hundekehle<\/a> seinen Anfang nimmt und dort als Kiefern-Birkenbruch ausgebildet ist. Dieses Hochmoor mit seinem schwammigen, besonders im Fr\u00fchjahr au\u00dferordentlich nassen und unzug\u00e4nglichen Boden ist durch mehrere charakteristische Pflanzen ausgezeichnet, wie z. B. den in der Berliner Gegend immer mehr verschwindenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Porst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Porst<\/a> (Ledum palustre) (Fig. 8), der sich auf den hohen Moosbulten angesiedelt hat, ferner die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rosmarinheide\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rosmarinheide<\/a> (Andromeda polifolia) und die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gew%C3%B6hnliche_Moosbeere\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Moosbeere<\/a> ( Vaccinium oxycoccus). Von Stauden erw\u00e4hne ich nur den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonnentau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sonnentau<\/a> (Drosera rotundifolia und anglica), <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scheuchzeria_palustris\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Scheuchzeria palustris<\/a> und das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scheiden-Wollgras\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wollgras<\/a> (Erioporum vaginatum).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ebenso finden sich hier die f\u00fcr Hochmoore ganz charakteristischen Kr\u00fcppelkiefern. Die Kiefer zeigt n\u00e4mlich auf diesem n\u00e4hrstoffarmen nassen Boden eine v\u00f6llig andere Entwicklung. W\u00e4hrend sie sonst auf Sandboden eine lange Pfahlwurzel ausbildet, verk\u00fcmmert diese bei den Moorkiefern, und statt dessen bilden sich lange, flach unter die Oberfl\u00e4che sich erstreckende Seitenwurzeln aus, die im Verh\u00e4ltnis zum ganzen Baum oft eine sehr bedeutende St\u00e4rke und Ausdehnung erlangen. Sie dienen namentlich auch zur festen Verankerung des Baumes in dem lockeren Boden. Wegen der geringen Nahrungszufuhr ist das Wachstum ein sehr langsames, so da\u00df der Baum trotz hohen Alters \u00fcber ein Zweigstadium nicht hinauskommt. Die Torfmoose und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Widertonmoose\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Polytrichen<\/a>, die um den Stamm herum einen Bult bilden, schlie\u00dfen den unteren Teil desselben von der Luft ab und bringen den Baum dadurch zum Absterben. Die Kr\u00fcppelkierfern sind auf dem kleinen Hochmoor n\u00f6rdlich vom Grunewaldsee, wie Fig. 9 zeigt, in charakteristischer Weise ausgebildet.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 24px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 24px;\">\n<td style=\"width: 10.7107%; height: 24px; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">1911<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 89.2893%; height: 24px; vertical-align: top;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Zentralblatt der Bauverwaltung, Nummer 100 vom 13.12.1911, Seiten 633 und 634:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Neuere Forstbauten im Grunewald bei Berlin:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">&#8222;Je mehr die Bebauung von Gro\u00df-Berlin sich dem Grunewald n\u00e4hert, ihn umschlie\u00dft und durchringt, und je besser und billiger die Verkehrsmittel werden, welche den lufthungrigen Gro\u00dfst\u00e4dter aus allen Teilen der Stadt dem abwechslungsreichen Wald- und Seengebiet an der Havel zuf\u00fchren, um so zwingender wird die Pflicht der Verwaltung, zur \u00dcberwachung des mehr und mehr anschwellenden Verkehrs und zur Pflege des Waldbestandes die n\u00f6tigen Vorkehrungen zu treffen. Die von der Forstverwaltung vorz\u00fcglich unterhaltenen und neuerdings mittels Teerbesprengung nahezu staubfrei gemachten Chausseen des Grunewaldes bieten den Kraftwagen ein so ausgedehntes und reizvolles Ausflugsgebiet, wie es kaum eine andere Gro\u00dfstatdt besitzt. Zu den Kraftwagen gesellen sich an sch\u00f6nen Sonntagen Fuhrwerke aller Art, von der Droschke bis zum Kremser und Autobus; und wenn sich dazu die Hunderttausende von Fu\u00dfg\u00e4ngern mischen, die von der Stra\u00dfenbahn, Untergrundbahn, Stadtbahn und Wannseebahn hinausgef\u00f6rdert werden, so wird eine ordnende Aufsicht und h\u00e4ufig auch eine tatkr\u00e4ftige Hilfe besonders an den Verkehrsmittelpunkten unbedingt notwendig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">So entschlo\u00df sich die Forstverwaltungschon im Jahre 1907 zum Bau einer <strong>Polizeistation<\/strong> unweit der verkehrsreichen Chaussee <strong>bei Hundekehle und dem Grunewaldsee<\/strong> gelegen. Das Geb\u00e4ude, welches in den Abbildungen bis 5 dargestellt ist [siehe Galerie und unter <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=14503\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizeistationen<\/a>], enth\u00e4lt ein Schreib- und Vernehmungszimmer, ein Zimmer f\u00fcr die Wache mit anschlie\u00dfenden Haftr\u00e4umen f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen, sowie drei Dienstwohnungen f\u00fcr zwei Polizeibeamte und einen Gendarmen. Im Untergescho\u00df ist eine Unfallstation eingerichtet und mit den n\u00f6tigsten gesundheitlichen Vorrichtungen ausgestattet worden. Der \u00e4u\u00dfere Sockel ist bis zu 2 m H\u00f6he nd der Treppenturm bis zur Dachtraufe mit Granitfindlingen zyklopenartig bekleidet worden. Das obere Fachwerk und der Giebel und die Dachfenster sind von Eichenholz hergestellt, das im Grunewald geschlagen wurde. In gleicher Art ist das Nebengeb\u00e4ude errichtet, das au\u00dfer der Stallung f\u00fcr zwei Pferde R\u00e4ume f\u00fcr Brennstoff aufnimmt. Die Einz\u00e4unung ist aus ungesch\u00e4lten kiefernen Halbh\u00f6lzern hergestellt und das Eingangstor auf zwei Granitpfeilern von unregelm\u00e4\u00dfig gewachsenen Kiefern\u00e4sten malerisch zusammengebaut. Der vorhandene Baumbestand wurde so weit erhalten, da\u00df er die Baulichkeiten von allen Seiten vorteilhaft einramt, ohne Licht und Luft zu sehr abzuhalten. Unmittelbare Fernsprechleitungen erm\u00f6glichen sofortige verst\u00e4ndigung bei Tag und Nacht mit der Oberf\u00f6rsterei bei Zehlendorf und den s\u00e4mtlichen sechs F\u00f6rstergeh\u00f6ften, die im Grunewald verteilt sind, mit dem Polizeiposten Teufelssee, mit dem Freibad Wannsee und mit der Rennbahn im Grunewald. Ferner bestehen au\u00dfer dem Anschlu\u00df an das Fernsprechamt Pfalzburg Verbindungen mit dem Fernsprechamt der Eisenbahndirektion Berlin, mit den Rath\u00e4usern von Kolonie Grunewald und Schmargendorf, mit dem Haupttelegraphenamt des Berliner Polizeipr\u00e4sidiums, mit dessen Revierwachen und mit den bedeutenderen Vororten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">W\u00e4hrend fr\u00fcher nur die F\u00f6rstereien bei Eichkamp, bei der Saubucht, bei Pichelsberg, am Hundekehlensee und am Schlachtensee vorhanden waren, ist im Jahre 1910 noch eine sechste <strong>F\u00f6rsterei im Jagen 13<\/strong> hinter den Schie\u00dfst\u00e4nden der Gardesch\u00fctzen neu erbaut worden. Ansicht und Grundrisse sind in den Abbildungen 6 bis 8 wiedergegeben. Im Zusammenhang mit dieser F\u00f6rsterei wurde ein Zweifamilienhaus f\u00fcr Waldarbeiter errichtet, dessen Grundri\u00df in Abbildung 9 dargestellt ist, w\u00e4hrend Abbildungen 10 und 11 das f\u00fcr alle drei Familien bestimmte Stallgeb\u00e4ude darstellen.&nbsp; Ein gleiches <strong>Zweifamilienhaus f\u00fcr Waldarbeiter <\/strong>ist unl\u00e4ngst<strong> im Jagen 113<\/strong> bei dem Selbstm\u00f6rderfriedhof erbaut worden, um auch f\u00fcr diesen eine dauernde Aufsicht zu erm\u00f6glichen.&nbsp; Vor allem sollen diese H\u00e4user aber dazu dienen, der Forstverwaltung einen Stamm von Arbeitern zu erhalten, welche die n\u00f6tige Sachkenntnis und Erfahrung f\u00fcr die Pflege des Baumbestandes besitzen. Bisher hatte sich das bei der N\u00e4he der Gro\u00dfstadt als schwer durchf\u00fchrbar erwiesen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Der auf der neuen D\u00f6beritzer Heerstra\u00dfe stetig steigende Verkehr l\u00e4\u00dft auch hier eine sorgsamere \u00dcberwachung erforderlich erscheinen, als sich bisher erm\u00f6glichen lie\u00df. Zu diesem Zwecke ist in Aussicht genommen, an der von Spandau nach <strong>Schildhorn<\/strong> f\u00fchrenden Chaussee, in unmittelbarer N\u00e4he der <strong>Heerstra\u00dfe<\/strong> ein <strong>Vierfamilienhaus f\u00fcr<\/strong> zwei berittene und zwei Fu\u00df<strong>gendarmen<\/strong> zu errichten; die Mittel hierzu werden voraussichtlich durch den n\u00e4chstj\u00e4hrigen Staatshaushaltsplan angefordert werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Baukosten der Polizeistation bei Hundekehle haben f\u00fcr das Hauptgeb\u00e4ude rund 48.300 Mark, f\u00fcr das Stallgeb\u00e4ude und Nebenanlagen rund 8.200 Mark, zusammen einschlie\u00dflich der inneren Einrichtung und der Bauleitungskosten 62.700 Mark betragen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Kosten des F\u00f6rsterhauses im Jagen 13 beziffern sich auf rund 12.000 Mark, f\u00fcr das Stallgeb\u00e4ude auf 3.400 Mark, f\u00fcr die Zweifamilienh\u00e4user im Jagen 13 und 113 auf durchschnittlich 10.800 Mark.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Baulichkeiten wurden unter der Leitung des Unterzeichnenden ausgef\u00fchrt [&#8222;Kern&#8220;]; von ihm stammen auch die Entw\u00fcrfe f\u00fcr die Polizeistation, w\u00e4hrend diejenigen f\u00fcr das F\u00f6rster- und Zweifamilienhaus im Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Dom\u00e4nen und Forsten bearbeitet worden sind.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.9082%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">1927<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 89.0918%; vertical-align: top;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>1927<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolter, Sommer, Klotz<\/a>, Seite 38:<\/span><\/p>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">&#8222;S\u00fcdlich Hundekehle liegt im weiteren Verlauf der Seernrinne ein verschlossenes Paradies, &#8211; das Grunewaldfenn, &#8211; eigentlich nichts weiter als ein v\u00f6llig verlandeter und vermoorter Teil des Grunewaldsees. Viele Tausende von Studenten, Lehrern und Naturfreunden haben hier die verschiedenen Entwicklungsstufen der Moorbildung studiert. Gelehrte von Ruf haben den Namen des Grunewaldfenns ber\u00fchmt gemacht. Naturfreunde und Gelehrte taten sich einm\u00fctig zusammen, um es vor dem Untergange zu retten, als die Polypenarme der Wasserwerke auch ihm das Wasser zu entziehen drohten, als der Plan auftauchte, es in eine Wiese umzuwandeln, als man gar f\u00fcr die bis unmittelbar an seinen Ostrand vorgedrungene Villenkolonie einen Vorfluter hindurchlegen wollte. Nun ist die Gefahr abgewandt. Der Zaun umgibt ein Naturschutzgebiet. Wem nicht blo\u00dfe Neugier, sondern ernsthaftes Interesse treibt der erh\u00e4lt vom Oberf\u00f6rster Erlaubnis zum Betreten. Der Allgemeinheit kann man leider das wissenschaftlich so wertvolle Gebiet nicht offenhalten. Die Zuchtlosigkeit weiter Kreise der gro\u00dfst\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung, leider auch der Jugend, von der man sich im Grunewald allenthalben \u00fcberzeugen kann, macht das unm\u00f6glich&#8230;&#8220;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Dann erfolgt eine umfangreiche botanische Beschreibung bis hin zum Nordufer des Grunewaldsees.<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.9082%; vertical-align: top;\">1950<\/td>\n<td style=\"width: 89.0918%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=583\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schmook<\/a>, Seite 275 und 276, f\u00fchrte 1949 \u00fcber das Hundekehlefenn betreffend des Zeitraum von 1929 bis 1934 aus:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">\u201c<strong>Ein Fleckchen hatte ich mir geschaffen, das nur f\u00fcr meine Familie und unsere Freunde und Bekannten zug\u00e4nglich war:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Aus dem w\u00fc\u00dften Schandfleck der unrat\u00fcbers\u00e4ten Randbest\u00e4nde n\u00f6rdlich des Grunewaldsees zum Hundekehlensee hin hatte ich mit gro\u00dfer M\u00fche einen Wildpark gemacht mit einer kleinen Wiese an der Stra\u00dfenseite. Das war nur m\u00f6glich mit Hilfe eines Zaunes, und zwar eines Doppelzaunes, der Wild und Publikum vorsichtshalber voneinander trennte. Diesen Zaun hatte ich so gef\u00fchrt, da\u00df er einmal die Sicht nicht st\u00f6rte, zweitens alle f\u00fcr das Wild n\u00f6tigen Lebensbedingungen einschlo\u00df.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Der kleine T\u00fcmpel unterhalb meines Dienstgeb\u00e4udes, inmitten des fr\u00fcheren Hochmoores &#8211; dasselbe ist sp\u00e4ter trotz meines Protestes durch Kanalisation vernichtet worden, obwohl es Naturschutzgebiet war &#8211; lag mit seinen Schilfg\u00fcrtel darin.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Mein Dienstgarten stufte sich zu diesem T\u00fcmpel in Terrassen den D\u00fcnenhang hinab. Hier standen noch 150j\u00e4hrige Kiefern. Eine derselben reckte ihre Tief\u00e4ste \u00fcber den Wildzaun auf einen schmalen Wildacker mit Seradella, den ich hier f\u00fcr das Wild und die im Moore br\u00fctenden Wildg\u00e4nse &#8211; Geschenk des Zoo &#8211; angelegt hatte.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> An diesem Ast baute ich einen gro\u00dfen stabilen Hochsitz ein, wie man sie zuweilen im freien Walde findet. Von meinem Garten aus f\u00fchrte eine Leiter hinauf.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Hier sa\u00df ich, wenn meine Zeit nach des Tages Arbeit und \u00c4rger es erlaubte, allein oder mit Familie oder Freunden zuweilen&nbsp; in den Abendstunden und geno\u00df beim Dampfe der Tabakspfeife und einem von Gastwirt Kossak (?) in Hundekehle her\u00fcbergeholten Kruge herrlich-k\u00fchlen Bieres die Illusion freier Wildbahn: Wenn die Sonne dr\u00fcben die Wipfel der Kiefern, hinter denen sich die Villen verbargen, golden f\u00e4rbte, blaue Schatten sich um die Best\u00e4nde lagerten, leichte Nebel vom Moore aufstiegen, und der Gro\u00dfstadtl\u00e4rm abflaute, dann huschten hier und dann Kaninchen heran zur leckeren Seradella und den Haferk\u00f6rnern, die ich vom Hochsitz aus hineinstreute.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Meine beiden Hasen \u201cEde\u201d und \u201cOrje (?)\u201d folgten vorsichtig und m\u00fcmmelten eifrig Hafer und frisches Gr\u00fcn. Die zahme Ricke \u201cHanne\u201d, ein Geschenk des Wannsee-Revierf\u00f6rsters, folgte mit ihren Kitzen \u201cGrete\u201d und \u201cLiese\u201d, die beiden anderen Ricken fanden sich ein, und schlie\u00dflich kam auch \u201cPeter\u201d, der Bock.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Eisv\u00f6gel pfeilten mit schrillem Pfiff \u00fcber den T\u00fcmpel, auf dem die Wildg\u00e4nseschar heranruderte und sich leise etwas erz\u00e4hlte, Wasserh\u00fchner schrillten und zankten, Enten fielen ein und palten (?) behaglich, der vom Zoo gesckenkte Kranich stolzierte einher, V\u00f6gel zwitscherten, und der Rohrspatz schmetterte sein lustiges \u201cKarreliet fiet fiet\u201d.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Meine Fasanen spazierten heran, zuweilen lie\u00df sich auch der &#8211; freilich an einer Schwinge vorsichtshalber gestutzte &#8211; Birlhahn sehen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Und wenn wir recht leise waren, dann knackte es endlich im dichten Stangenholze und herbei zogen \u201cFritz\u201d, der stolze Zehnender, gefolgt von seiner Familie und der wei\u00dfen Freundin, dem Damschmaltier. Diese hatten es nicht so eilig. Denn sie waren nicht hungrig. Hatten sie doch den ganzen Nachmittag \u00fcber ihren Tribut von den Berlinern vorn auf der Wiese eingesammelt: Dort bauten sich am Zaune die Familien und die Tierfreunde auf, lockten die Tiere beim Namen und warfen ihnen allerhand Leckerbissen \u00fcber den Zaun, Brotscheiben, Br\u00f6tchen, Mohrr\u00fcben, Gem\u00fcsereste, Zucker und Schokolade.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Ja, ein findiger Bengel hatte bereits daraus einen kleinen Erwerbszweig aufgemacht: Er kaufte bei den n\u00e4chsten B\u00e4ckern die alten Semmeln und Kn\u00fcppel auf und verkaufte sie am Zaune an Kinder und tierliebende Erwachsene, die kein Futter mitgebracht hatten, gegen einen kleinen Aufschlag \u201cfrei Wiese\u201d, das hei\u00dft, auf Verlangen warf er selbst die gekauften Br\u00f6tchen \u00fcber den Zaun in die Wiese, wo das Rotwild genau aufpa\u00dfte und sich um jede Semmel stritt. &#8211;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Und wenn dann der ganze zoologische Garten unter unserem Hochsitze versammelt war, dann leuchteten die Augen der Besucher auf in Dankbarkeit f\u00fcr das gebotene Wild&#8230;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Im Fr\u00fchjahr oder Herbst hatten wir manchmal reichen Besuch von Tiergarten-Wildenten. Laufenden Fluges strichen sie heran und fielen auf dem T\u00fcmpel ein. Und ganz selten kam auch einmal eine Schnepfe vorbeigestrichen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"> Wenn dann die Fasanenh\u00e4hne gockend aufbaumten und die Enten im verd\u00e4mmerten Moor und aufkommenden Nebel schnatterten, das Wild auf der Seradella verschwamm, dann schlichen wir uns leise von der Leiter herab und hinweg und trugen im Herzen eine gro\u00dfe Zufriedenheit und Freude mit uns&#8230; &#8211; \u201c<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 11.1056%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">1974<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 88.8944%; vertical-align: top;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wille<\/a>, Seiten 22 und 23:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">\u201cMit der 1889 eingeleiteten Bebauung&#8230;., aus der sp\u00e4ter das Villenviertel Grunewald erwuchs, blieb auch der Hundekehlesee nicht verschont&#8230;&#8230;..entstand am S\u00fcdufer des Sees ein Fahrweg (K\u00f6nigsallee), der \u00fcber das Luch&#8230; bis in den Grunewald gef\u00fchrt wurde. Durch den Bau der Chaussee trennte man die beiden Gew\u00e4sser, wobei ein schmaler Wasserfaden, der sie einst miteinander verband, zugesch\u00fcttet wurde. Bereits nach dem ersten Weltkrieg hatten die Berliner Stadtwentw\u00e4sserung ein Kanalsystem erstellt&#8230;., um das Regen- und Grundwasser&#8230; bis in den Wannsee abzuleiten und den Wasserspiegel der Grunewaldseen auszugleichen. Dabei machte man sich auch das Hundekehlefenn zunutze, wobei aber die alte nat\u00fcrliche Verbindung zwischen den Seen nicht wieder hergestellt wurde. Das &#8230; Hundekehlefenn wurde ist dagegen zum Naturschutzgebiet erkl\u00e4rt worden (Verordnung vom 29.03.1960)&#8230;. Einige T\u00fcmpel mit artenreicher Flora geben dem Gel\u00e4nde ein interessantes Gepr\u00e4ge. Bemerkenswert ist hier ferner das in ihm liegende Hochwildgatter mit einem beachtlichen Bestand an Rotwild. Die Bedeutung f\u00fcr die Vegetationskunde wurde vor Jahren empfindlich gest\u00f6rt, als durch Brand und \u00dcberflutung das Gel\u00e4nde fast vernichtet wurde. Unmittelbar am Fenn liegt das Forstamt Grunewald. Es ist aus dem Forsthaus Hundekehle hervorgegangen, an dessen Stelle noch 1843 ein Vorwerk des Gutes Steglitz lag.\u201d<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>.<\/div>\n<div>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 11.2043%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">2013<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 88.7957%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Nach Auskunft der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt vom 23.01.2013 nach einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten Joachim Kr\u00fcger (CDU) vom 13.12.2012 (<a href=\"http:\/\/www.parlament-berlin.de:8080\/starweb\/adis\/citat\/VT\/17\/KlAnfr\/ka17-11374.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">17\/11374<\/a>), verf\u00fcgt das Wildtiergehege Naturschutzgebiet <strong>Hundekehlenfenn<\/strong> \u00fcber einen Bestand von &#8222;<strong><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rothirsch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rothirschen<\/a>: 6<\/strong>&#8222;.<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hundekehlefenn &#8211; oder fr\u00fcher auch Grunewaldfenn genannt &#8211; verbindet den Hundekehlensee mit dem Grunewaldsee. 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