{"id":8502,"date":"2015-11-23T08:57:27","date_gmt":"2015-11-23T07:57:27","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=8502"},"modified":"2024-05-06T07:28:29","modified_gmt":"2024-05-06T06:28:29","slug":"sausuhlensee","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=8502","title":{"rendered":"Sausuhlensee und Gr\u00fcner Teich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In fr\u00fcheren Zeiten hatte der See bzw. das Areal folgende Namen: &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1810-ca-murellensee-sausuhlensee-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Sau S\u00e4ling<\/strong><\/a>&#8222;, &#8222;<strong><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1899-ca-murellensee-sausuhlensee.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sausuhlen<\/a><\/strong>&#8220; und &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1907-ca-straube-murellensee-sausuhlensee.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Sausuhlen Schlucht<\/strong><\/a>&#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der &#8222;Sausuhlensee&#8220; ist heute ein &#8222;Friedhofssee&#8220;, da er sich auf dem landeseigenen <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/ba-charlottenburg-wilmersdorf\/ueber-den-bezirk\/freiflaechen\/friedhoefe\/artikel.175680.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Friedhof Heerstra\u00dfe<\/a> befindet. Der Friedhof wurde von 1921-24 vom Charlottenburger Gartendirektor&nbsp; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erwin_Barth\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erwin Barth<\/a> angelegt. Die Grabreihen verlaufen terrassenf\u00f6rmig um den See herum. Zahlreiche ber\u00fchmte Menschen wurden dort beerdigt, so zum Beispiel &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Loriot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Loriot<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Landkarten vor der Anlage sind dort zwei Senken bzw. Feuchtgebiete\/Seen\/Suhlen eingezeichnet, so zum Beispiel <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1835-murellensee-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier zwei Seen um 1835<\/a>.&nbsp; Der n\u00f6rdliche See ist vermutlich der heutige Sausuhlensee und der s\u00fcdliche See vermutlich der heutige Gr\u00fcne Teich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sausuhlensee und der Gr\u00fcne Teich werden seit ca. 1909\/10 durch einen k\u00fcnstlich angelegten Bahndamm getrennt, \u00fcber welchen sich an dieser Stelle (<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1910-10-22-zentralblattbauverwaltung-nr-85-abb-20-sausuhlensee-gruenerteich-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;km 0,81<\/a>&#8222;) eine hohe Br\u00fccke befindet. Ich gehe davon aus, dass sowohl der Sausuhlensee als auch der Gr\u00fcne Teich urspr\u00fcnglich das bildeten, was in den Karten vor 1910 als &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1907-ca-straube-murellensee-sausuhlensee.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sausuhlen Schlucht<\/a>&#8220; eingetragen ist, dass also beide Gew\u00e4sser Teil einer zusammenh\u00e4ngenden Gel\u00e4ndeformation waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Westen des Sees und des Friedhofs, befindet sich der &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4659\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Breite Berg<\/a>&#8222;, dessen Name heute leider in Vergessenheit geraten ist und auf dessen Plateau sich zun\u00e4chst die &#8222;Rennbahn Grunewald&#8220;, das &#8222;Stadion Grunewald&#8220; bzw. das &#8222;Deutsche Stadion&#8220; und heute das &#8222;Olympiastadion&#8220; bzw. der &#8222;Olympiapark&#8220; befindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6stlich, nach Westend und nach Charlottenburg hin, wird der Friedhof von einem langen Graben begrenzt, welcher fr\u00fcher einmal den Namen &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1899-ca-murellensee-sausuhlensee.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wildgraben<\/a>&#8220; trug. Heute verl\u00e4uft durch diesen &#8222;Graben&#8220; die Schnellbahnlinie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">N\u00f6rdlich befindet sich der U-Bahnhof Olympiastadion bzw. die U-Bahnbetriebswerkst\u00e4tten Grunewald. Weiter n\u00f6rdlich folgt dann der &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=8496\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Murellensee<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">S\u00fcdlich schlie\u00dft sich noch der heutige <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/ba-charlottenburg-wilmersdorf\/verwaltung\/aemter\/strassen-und-gruenflaechenamt\/gruenflaechen\/gartendenkmale\/artikel.196658.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Georg-Kolbe-Hain<\/a> an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1894<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fontane<\/a>, Seite 61\/62:<\/p>\n<div>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><em>Wanderung (Nummer 3) vom Spandauer Bock durch die Sausuhlenschluchten nach dem Forsthaus Eichkamp und Bahnhof Grunewald:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Diese Parthie ist eine der sch\u00f6nsten, welche der Grunewald aufzuweisen hat. Berg und Thal wechseln in lieblicher Folge mit einander ab und besonders in den <strong>Sausuhlenschluchten<\/strong> k\u00f6nnen wir ganz und gar vergessen, da\u00df wir uns in der &#8222;ebenen&#8220; Mark Brandenburg befinden. Dabei hat der Wald einen dem Auge wohlthuenden frischen, moosigen Untergrund; zahlreiches Wild setzt bei unserer Ann\u00e4herung in fl\u00fcchigen Spr\u00fcngen davon, um in einer entfernten Schlucht die gest\u00f6rte Aesung fortzusetzen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Trotz der mannigfachen Vorz\u00fcge, welche die Wanderung durch die <strong>Sausuhlenschluchten<\/strong> nach dem Bahnhof Grunewald vor vielen anderen Grunewaldtouren voraus hat, ist sie doch bisher nur von Wenigen gekannt worden. Eine Erkl\u00e4rung hierf\u00fcr liegt in dem Umstand, das der Weg verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schwer zu finden war. Diesem Uebelstande ist nun durch die Wegebezeichnung abgeholfen worden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Wie beidem Wanderungen unter 1 und 2 gehen wir auch dieses Mal durch den Garten des Bockrestaurants und durch das <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1941\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wildgattertor<\/a> in den Grunewald. Nach 2-300 Schritten, bei der Wegkreuzung, biegen wir links in den gem\u00e4chlich ansteigenden Fahrweg und von diesem, nach 5 Minuten, in den rechts abzweigenden schmalen Fu\u00dfweg. Wenngleich der Weg hin und wieder einige unbedeutende Kr\u00fcmmungen macht, bleibt nunmehr unsere innezuhaltende Richtung bis zum Forsthaus Eichkamp in der Hauptsache fortgesetzt die Gleiche (S\u00fcd &#8211; S\u00fcdost). Nach 20 Minuten \u00fcberschreiten wir die Pichelsberg &#8211; Westend und nach weiteren 3 Minuten die Teufelssee &#8211; Westend Chaussee.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Schon kurz vor der erstgenannten Chaussee hatten wir die <strong>Sausuhlenschluchten<\/strong> (dort sollen sich fr\u00fcher die Wildschweine &#8222;gesuhlt&#8220;, d. h. im moorigen Schmutz gew\u00e4lzt haben) verlassen und waren auf einen breiten, weniger sch\u00f6nen Fahrweg gelangt&#8230;.. <\/em><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1910<\/strong> Zentralblatt der Bauverwaltung:<br \/>\n&#8222;Der neue Bahnhof Rennbahn im Grunewald bei Berlin und die Herstellung besonderer Vorortgleise zwischen Bahnhof Heerstsra\u00dfe und Spandau&#8220;:<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">Ausgabe 83: [&#8230;] Bei der Wahl der Linie konnte daher auf die Gestaltung des Gel\u00e4ndes und auf die m\u00f6gliche Einschr\u00e4nkung der Erdarbeiten wenig R\u00fccksicht genommen werden. Da die Bahn durch die h\u00fcgeligsten Teile des Grunewaldes f\u00fchrt, so ergaben sich f\u00fcr Berliner Verh\u00e4ltnisse au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Auf- und Abtr\u00e4ge. Die Bahn liegt zwischen km 0,3 und 1,15, etwa bis zum Bahnhof Rennbahn in hohem Auftrag, der H\u00f6hen von \u00fcber 20 m erreicht. <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1910-10-15-zentralblattbauverwaltung-nr-83-abb-04-sausuhlenssee-gruenerteich-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abb. 4<\/a> veranschaulicht die Herstellung dieses Damms, die durch Sch\u00fcttger\u00fcst erfolgte. &#8230; Die D\u00e4mme f\u00fcr die beiden Auftr\u00e4ge zwischen Bahnhof Heerstra\u00dfe und Bahnhof Rennbahn sind im oberen Teile mit 1:1,5, im unteren mit 1:2 abgeb\u00fcscht, um das Anpflanzen von Str\u00e4uchern im unteren Teil der B\u00fcschungen zu erleichtern. Hierdurch hat der B\u00f6schungsfu\u00df an den h\u00f6chsten Stellen Breiten bis zu 113 m erhalten. Brandschutzstreifen wurden zu beiden Seiten der Bahn nach dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Kienitz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kienitzschen Verfahren<\/a> ausgef\u00fchrt. [&#8230;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausgabe 85:[&#8230;] In km 0,81 ist eine im lichten 29 m weite Unterf\u00fchrung eines Parkweges mittels eines eisernen \u00dcberbaus vorgesehen. Die H\u00f6he dieser Br\u00fccke \u00fcber der sp\u00e4teren Stra\u00dfenh\u00f6he betr\u00e4gt etwa 17,2 m. Hier wurde, wie <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/grunewaldseen-sausuhlensee\/1910-10-22-zentralblattbauverwaltung-nr-85-abb-20-sausuhlensee-gruenerteich-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abb. 20<\/a> zeigt, infolge des welligen Gel\u00e4ndes und um die landschaftliche Sch\u00f6nheit m\u00f6glichst wenig zu beeintr\u00e4chtigen ein f\u00fcr die ebenen Berliner Verh\u00e4ltnisse hohes Bauwerk erforderlich. Der \u00dcberbau besteht aus einem Paralleltr\u00e4ger, dessen Untergurt, um ein gef\u00e4lligeres Aussehen zu erzielen, etwas gehoben ist. Die Widerlager sind aus statischen und architektonischen Gr\u00fcnden unten in gebogener Linie stark vorgezogen. &#8230; ist mit R\u00fccksicht auf den sp\u00e4teren viergleichsigen Ausbau nach Charlottenburg &#8230; sogleich viergleisig hergestellt worden. &#8230; sind die Widerlager in Beton ausgef\u00fchrt. Um ein m\u00f6glichst g\u00fcnstiges Aussehen &#8230; zu erreichen, ist zu den Ansichtsfl\u00e4chen sogenannter Vorsatzbeton verwendet worden. Hierbei sind dem Beton statt des \u00fcblichen Kieses Beimengungen von kleingeschlagenen Natursteinen zugesetzt worden, wodurch der Beton ein dem Naturstein \u00e4hnliches Aussehen erhalten hat. &#8230; Nach etwa sechs Wochen konnten die Ansichtsfl\u00e4chen mit dem Stockhammer und Scharriereisen wie Naturstein bearbeitet werden. Feine Profilierungen wurden vermieden. &#8230; wurde zum Vorsatzbeton roter Granitgrus aus Mei\u00dfen verwendet&#8230; [&#8230;] <\/div>\n\t\t\t<\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In fr\u00fcheren Zeiten hatte der See bzw. das Areal folgende Namen: &#8222;Sau S\u00e4ling&#8222;, &#8222;Sausuhlen&#8220; und &#8222;Sausuhlen Schlucht&#8222;. 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