{"id":5426,"date":"2013-11-12T16:56:41","date_gmt":"2013-11-12T15:56:41","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=5426"},"modified":"2024-11-08T23:13:11","modified_gmt":"2024-11-08T22:13:11","slug":"murellenberg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=5426","title":{"rendered":"Murellenschlucht und Murellenberg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Heutzutage spricht man von<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>der <strong>Flie\u00dfwiese Ruhleben<\/strong>,<\/li>\n<li>der <strong>Waldb\u00fchne<\/strong><\/li>\n<li>und der <strong>Murellenschlucht<\/strong><\/li>\n<li>und seit der Renaturierung ab 2007 auch angrenzend vom <strong>Schanzenwald<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich ist es aber eine durchgehende Schlucht. In einer Landkarte von <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht-lageplaene\/1810-repro-1983-kuhl-grund.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1810<\/a> und einer von <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht-lageplaene\/1816-generalstabskarte-repro-w-jaeger-kuhle-grund.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1816<\/a> als \u201c<strong>Kuhler Grund<\/strong>\u201d und in einem Buch von 1927 als \u201c<strong>Schwarze Kehle<\/strong>\u201d benannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1927<\/a> beschrieben Wolter, Sommer, Klotz auf Seite 131 die \u00f6rtliche Lage der Schlucht wie folgt:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Der Eisenbahneinschnitt, in dem der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht\/2012-03-30-dsc08845-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bahnhof Pichelsberg<\/a> liegt, durchschneidet die Kamenslandschaft. Unmittelbar n\u00f6rdlich des Bahnhofs liegt die h\u00f6chste Erhebung der n\u00f6rdlichen Kameslandschaft, der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4659\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pichelsberg<\/a> 72,4 m \u00fc. M. Er ist jedoch nicht zug\u00e4nglich, da er einen Teil des Milit\u00e4r\u00fcbungsplatzes bildet.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Schwarze Kehle, beim <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht\/2010-02-01-cimg6742-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bahnbau<\/a> durch Bodenbewegungen stark ver\u00e4ndert, trennt ihn vom Murellenberg.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese landschaftlich sehr sch\u00f6ne, wenig bekannte und schwer zug\u00e4ngliche Mulde ist eine wannenartige Vertiefung mit einem Abflu\u00df nach Ruhleben zu, die zur Zeit der Entstehung der Kameslandschaft gebildet wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein kurzer <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht\/2010-02-01-cimg6744-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weg<\/a> an der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht\/2010-02-01-cimg6742-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bahn<\/a> entlang bringt uns an den nach Tiefwerder zu abfallenden Hang, einen bekannten <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht\/2010-02-01-cimg6740-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rodelplatz<\/a> des Westens von Berlin. Von hier aus genie\u00dfen wir einen sch\u00f6nen Blick auf das Haveltal bei Tiefwerder und Spandau. Das s\u00fcdliche Ufer des Warschau-Berliner Haupttals ist \u00fcber den Hahneberg hin bis D\u00f6beritz gut zu verfolgen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schlucht wurde zun\u00e4chst durch den Bau der S-Bahntrasse nach Pichelswerder\/Tiefwerder hin geteilt und sp\u00e4ter dann in ihrer Mitte durch den Bau der Waldb\u00fchne. Die Waldb\u00fchne befindet sich also mitten in der Schlucht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8916\" aria-describedby=\"caption-attachment-8916\" style=\"width: 383px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8916\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a.jpg\" alt=\"Kern Luftbild, ca. 1933\" width=\"383\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a.jpg 893w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a-150x116.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a-300x232.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a-768x593.jpg 768w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1933-KernLB-Nr.-3015-Murellenberg-schlucht-klein-a-400x309.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8916\" class=\"wp-caption-text\">Kern Luftbild, ca. 1933, freigegeben vom Reichsluftfahrtministerium: Die fr\u00fchere Verbindung der Murellenschlucht zur Havel (Tiefwerder\/St\u00f6\u00dfensee) ist hier bereits durch den aufgesch\u00fctteten S-Bahn-Damm deutlich sichbar unterbrochen.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Teilung ergaben sich dann die Namen \u201c<strong>Murellenschlucht<\/strong>\u201d und \u201c<strong>Flie\u00dfwiese Ruhleben<\/strong>\u201d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Murellenberg<\/strong> wird s\u00fcdlich von der Murellenschlucht und nord-\u00f6stlich von der Waldb\u00fchne und der Flie\u00dfwiese Ruhleben eingerahmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Norden hin liegen die ehemligen <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=5408\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schie\u00dfst\u00e4nde<\/a> (seit 2008 zum Teil als Erhohlungsgebiet zug\u00e4nglich und 2014 nochmals erweitert), sowie ein ehemaliges polizeiliches bzw. milit\u00e4risches \u00dcbungsgel\u00e4nde f\u00fcr H\u00e4userkampf (\u201cGeisterstadt\u201d \u201c<a href=\"http:\/\/www.berlin-brigade.de\/us-ins\/ruhleben-fighting-city.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fighting City<\/a>\u201d) und ein Munitions Depot. Weiter n\u00f6rdlich an der Charlottenburger Chaussee befand sich fr\u00fcher einer Kaserne, heute eine Polizeischule und der Friedhof Ruhleben. F\u00fcr die Schie\u00dfst\u00e4nde im Bereich der S-Bahn wurde der Name &#8222;<strong>Schanzenwald<\/strong>&#8220; kreiert. Dies ist auch passend, da sich nach dem Ende der Nutzung als Schie\u00dfst\u00e4nde dort von selbst ein Robinien-Wald gebildet hat. Ein <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2009-ca-Senverwaltung-Stadtentwiclung-Murellenschlucht-und-Schanzenwald.pdf\">Flyer der Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung aus dem Jahr 2009 (ca.)<\/a> beschreibt die Flora und Fauna in dem Gesamt-Areal zu diesem Zeitpunkt. Der Schanzenwald selbst ist jedoch nicht Bestandteil der Murellenschlucht, er grenzt nur n\u00f6rdlich direkt an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gesamte Areal ist sehr interessant, regt durch den Spiegelwald aber auch zum Nachdenken an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Spiegelwald<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entlang des Zaunes der Waldb\u00fchne ist an einem durch den \u00f6stlichen Teil der Murellenschlucht und \u00fcber den Murellenberg verlaufenden Fu\u00dfweg ein Spiegelwald als Denkzeichen zur Erinnerung an die ermordeten der NS-Milit\u00e4rjustiz am Murellenberg aufgestellt. Im Jahr 2014 wurde ein weiterer Gel\u00e4ndeteil der ehemaligen <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=5408\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schie\u00dfst\u00e4nde<\/a> hergerichtet und f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit freigegeben. Der Spielgelwald ist nunmehr komplett f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich, nachdem er bis 2013 zum Teil nur \u00fcber einen Sicherheitszaun hinweg sichtbar war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Informationen finden Sie auf der Webseiten der K\u00fcnstlerin Patricia Pisani: <a href=\"http:\/\/www.denkzeichen-am-murellenberg.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">denkzeichen-am-murellenberg.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Findlinge<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>1927<\/strong><\/a> Wolter, Sommer, Klotz, Seiten 144-145:<br \/>\n\u201c<em>Bei genauem Untersuchungen des <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4060\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Werders<\/a> und der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4659\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pichelsberge<\/a> wurden in der<strong> Schwarzen Kehle<\/strong> (Anmerkung: Heutige Murellenschlucht) zwischen Pichelsberg und dem Murellenberg Quarzite mit derselben Gesteinsbeschaffenheit und den charakteristischen L\u00f6chern, nur etwas kleiner, gefunden. Sie sind teilweise beim Eisenbahnbau freigelegt worden. Eins von diesen Geschieben hat noch gr\u00f6\u00dfere Ausmessungen als der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4612\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Opferstein<\/a> und ist auch quaderf\u00f6rmig.<\/em>\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Murellenberge,_Murellenschlucht_und_Schanzenwald\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>2010<\/strong><\/a> Wikipedia:<br \/>\n\u201c<em>Von der landschaftspr\u00e4genden Kraft des Eises in den Murellenbergen zeugen zahlreiche Findlinge. Zwei der erratischen Bl\u00f6cke stehen als Naturdenkmal (NDM) unter Schutz: der eine liegt in der Murellenschlucht (<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/murellenschlucht\/2008-05-28-cimg3169-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NDM VII-6F<\/a>), der andere (<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2016-01-18-140-Murellensee-Findling-NDM-VII-5F-Ruhleben-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NDM VII-5F<\/a>) wurde 1968 von der Murellenschlucht auf die Wiese am s\u00fcdlichen Ausgang des hochgelegenen U-Bahnhofs Ruhleben gebracht. W\u00e4hrend die Findlinge der Schlucht und der Berge ansonsten haupts\u00e4chlich aus Granit bestehen, ist der Stein am Bahnhof aus grauem, mittelk\u00f6rnigen Sandstein (sogenanntem Braunkohlenquarzit) aufgebaut&#8230; Seine Abmessung betr\u00e4gt 1 \u00d7 1 \u00d7 1,2 Meter und die des Findlings in der Schlucht&#8230;.. 1,5 \u00d7 1,5 \u00d7 1 Meter.<\/em>\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heutzutage spricht man von der Flie\u00dfwiese Ruhleben, der Waldb\u00fchne und der Murellenschlucht und seit der Renaturierung ab 2007 auch angrenzend vom Schanzenwald. Tats\u00e4chlich ist es&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-fullwidth.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":62,"footnotes":""},"class_list":["post-5426","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5426"}],"version-history":[{"count":37,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41464,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5426\/revisions\/41464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}