{"id":515,"date":"2012-06-02T19:00:52","date_gmt":"2012-06-02T19:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/wordpress\/?page_id=515"},"modified":"2024-05-06T07:26:40","modified_gmt":"2024-05-06T06:26:40","slug":"alter-hof","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=515","title":{"rendered":"Alter Hof"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-5099\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein-1024x576.jpg\" alt=\"2013-07-21 24. Havelllauf gross 0007 klein\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein-150x84.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein-300x168.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein-400x225.jpg 400w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-07-21-24.-Havelllauf-gross-0007-klein.jpg 1333w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Zur Entwicklungsgeschichte des Moores \u201cAlter Hof\u201d<br \/>\nam Havelufer (Berliner Forst D\u00fcppel)<\/strong><br \/>\n<a id=\"Zelle142Link1\" href=\"http:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/physgeog\/mitarbeiter\/mboese\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Margot B\u00f6se<\/a> und <a id=\"Zelle142Link2\" href=\"http:\/\/www.oekosys.tu-berlin.de\/menue\/team\/arthur_brande\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arthur Brande<\/a><br \/>\nin Berlin-Forschungen, Herausgegeben von Wolfgang Ribbe,<br \/>\nColloquim Verlag, Berlin 1986<\/p>\n<ul>\n<li>Seite 15: \u201cZwischen der Havel, dem Wannsee, der Seenkette mit dem Kleinen Wannsee &#8211; ehemals Stolper Loch -, St\u00f6lpchensee und Pohlsee sowie dem Griebnitzsee liegt eine Insel, die im vorherigen Jahrhundert den Namen <strong>Glienicker Werder<\/strong> trug\u201d &#8230;&#8230; \u201cim Jagen 95 des D\u00fcppeler Forstes (liegt) am \u00f6stlichen Havelufer ein Moor, das heute den Namen <strong>Alter Hof<\/strong> tr\u00e4gt, das aber noch im 17. Jahrhundert als <strong>Kartzerluch<\/strong> bezeichnet wurde. Mitte des 18. Jahrhunderts trat nochmals der Name \u201cDer Kartz\u201d f\u00fcr das Moorgebiet auf, der sp\u00e4ter f\u00fcr den gesamten Nordostteil des Werders verwendet wurde. Das Moor steht heute nicht in direkter Verbindung mit der Havel, sondern ist durch einen schmalen Landstreifen vom Fluss getrennt.\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Seiten 16\/17: \u201cNord\u00f6stlich des Moores liegt eine nur durch wenige Scherbenfunde belegte fr\u00fchdeutsche W\u00fcstung, deren Siedlungsplatz den Namen \u201c<strong>Der Alte Hof<\/strong>\u201d trug und deren vermutliche Lage durch einige flache W\u00e4lle im Gel\u00e4nde gekennzeichnet ist. Der W\u00fcstungsname wurde sp\u00e4testens im 19. Jahrhundert auf das Moor \u00fcbertragen.\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Seiten 32 und 33: \u201cDer \u00e4lteste \u00fcberlieferte Flurname f\u00fcr das Moor ist <strong>Kartzerluch<\/strong>. Der Begriff Kartz leitet sich von polabisch-pomoranisch karc ab, das hei\u00dft Stelle, wo der Wald gerodet ist. Auffallend ist also, dass dem Flurnamen eine slawische Wurzl zugrunde liegt, obwohl die Siedlung <strong>Alter Hof<\/strong> als fr\u00fchdeutsch gilt. Ihre Datierung beruht lediglich auf der Scherbe einer fr\u00fchdeutschen blaugrauen Schale; daneben existieren Grobkeramikscherben, die bisher nicht datierbar sind&#8230;.\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Seiten 37 bis 39: \u201c&#8230; Die letzten st\u00e4rkeren Ver\u00e4nderungen erfuhren Wegef\u00fchrung und die Umgebung des Moores zwischen 1934 und 1936 w\u00e4hrend der Tieferlegung der nach Potsdam f\u00fchrenden K\u00f6nigstra\u00dfe. Von der Baustelle Kilometerberg wurde \u00fcber den Forstdienstacker zum Havelufer am <strong>Alten Hof<\/strong> eine <strong>Lorenbahn<\/strong> gelegt, um den Sand per Schiff abzutransportieren. Dabei wurde f\u00fcr die Lorenbahn im Wald ein Einschnitt gemacht, der im Jagen 94 als eine Art Hohlweg auf einem kurzen St\u00fcck neben dem heutigen Weg entlangf\u00fchrt &#8230;. Der ausgehobene Sand wurde zun\u00e4chst als Verladerampe am Ufer aufgesch\u00fcttet, au\u00dferdem wurden daf\u00fcr auch Havelsande verwendet, deren Reste man noch fl\u00e4chenhaft n\u00f6rdlich und \u00f6stlich der DLRG-Station in Form von schillhaltigen Sanden antrifft. 1936 wurde die <strong>Lorenbahn<\/strong> abgerissen, die Trasse im Wald zum Teil zugesch\u00fcttet, und die Sande aus der Verladerampe wurden f\u00fcr den Bau des Uferweges, den es vorher nicht gegeben hatte (an dieser Stelle aber die Holzablage ab 1767&#8230;), benutzt. In dieser Zeit d\u00fcrfte auch die kleine moorige Wiese nord\u00f6stlich des Moores, die auf der Karte von 1787&#8230; und der Topografischen Karte von 1920 eingezeichnet ist, mit Ziegelschutt und Havelsanden &#8230; aufgef\u00fcllt worden sein.<br \/>\nW\u00e4hrend das nordwestliche Teilst\u00fcck des heutigen Weges zwischen Forstdienstacker und <strong>Altem Hof<\/strong> bereits auf der Topographischen Karte von 1903 erscheint, ist eine durchgehende und begradigte Wegtrasse erst 1953 zu finden. Das nordwestliche Teilst\u00fcck ist begradigt worden, indem man, nach den Gel\u00e4ndebefunden zu urteilen, den Weg in die ehemalige Trasse der Lorenbahn verlegt hat.\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Seiten 40 bis 42 (Schlussfolgerungen): \u201c &#8230; So bleibt f\u00fcr den <strong>Alten Hof<\/strong> gegenw\u00e4rtig festzustellen, dass im Hoch- bis Sp\u00e4tmittelalter Anzeichen f\u00fcr eine \u00f6rtliche Waldrodung, Ackerbau und Gr\u00fcnlandnutzung vorliegen &#8230; Da der <strong>Alte Hof<\/strong> im Landbuch von 1375 nicht erw\u00e4hnt ist, muss er schon vorher aufgelassen worden sein &#8230; Das kleinere <strong><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=525\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nineveen<\/a><\/strong>, dessen Namen offenbar noch 1787 an der dortigen Holzablage am Havelufer (Nichte-Ablage) haftete, trat seitdem weniger in Erscheinung und verlor schlie\u00dflich seinen Namen, w\u00e4hrend am Alten Hof der Name im Laufe der Zeit auf das Moor als auff\u00e4llige geh\u00f6lzfreie Restfl\u00e4che \u00fcberging.\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<p>An dieser Stelle herzlichen Dank an <a id=\"Zelle142Link4\" href=\"http:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geog\/fachrichtungen\/physgeog\/mitarbeiter\/mboese\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Frau Prof. Dr. B\u00f6se<\/a> von der FU Berlin, welche mir freundlicherweise eine Fotokopie ihrer Arbeit \u00fcbermittelt hat!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>DLRG Wasserrettungsstation <a href=\"http:\/\/www.steglitz-zehlendorf.dlrg.de\/jagen95.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jagen 95<\/a> (Alter Hof)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Entwicklungsgeschichte des Moores \u201cAlter Hof\u201d am Havelufer (Berliner Forst D\u00fcppel) Margot B\u00f6se und Arthur Brande in Berlin-Forschungen, Herausgegeben von Wolfgang Ribbe, Colloquim Verlag, Berlin&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":507,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template\/full-width.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":49,"footnotes":""},"class_list":["post-515","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=515"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/515\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41505,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/515\/revisions\/41505"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}