{"id":4281,"date":"2013-04-23T14:08:40","date_gmt":"2013-04-23T13:08:40","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4281"},"modified":"2025-04-18T17:34:20","modified_gmt":"2025-04-18T16:34:20","slug":"freybrucke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4281","title":{"rendered":"Freybr\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-05-25-022-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4306\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-05-25-022-klein.jpg\" alt=\"2012-05-25 - 022 klein\" width=\"540\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-05-25-022-klein.jpg 1000w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-05-25-022-klein-150x112.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-05-25-022-klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-05-25-022-klein-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a>Die Freybr\u00fccke wurde 1908\/09 nach Pl\u00e4nen von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Bernhard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Karl Bernhard<\/a> gebaut, ebenso wie die etwas weiter \u00f6stlich gelegene <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4412\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">St\u00f6\u00dfenseebr\u00fccke<\/a> (vormals Heerstra\u00dfenbr\u00fccke).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1913 wurde sie von <strong>&#8222;Havelbr\u00fccke<\/strong>&#8220; in &#8222;<strong>Freybr\u00fccke<\/strong>&#8220; (Adolf Frey, Geheimer Oberbaurat von Charlottenburg und Leiter des Heerstra\u00dfenbaus) umbenannt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Br\u00fccke an sich ist ein h\u00fcbsches Bauwerk, im Gegensatz zur urspr\u00fcnglichen Fassung leider optisch durch die der Heerstra\u00dfe typischen langen Lichtmasten etwas verunstaltet.&nbsp; Steht man auf der Br\u00fccke, so bietet sich eine sch\u00f6ne Aussicht auf die Havel und die Umgebung. Aber lange m\u00f6chte man dort nicht verweilen, denn wegen dem extrem starken Verkehrsaufkommen herrscht dort ein ohrenbeteubender L\u00e4rm und es ist staubig und schmutzig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings ist es mit der sch\u00f6nen Aussicht dort f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre auch vorbei, da die Br\u00fccke abgerissen und durch einen <a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/bauen\/strassenbau\/freybruecke\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Neubau<\/a> ersetzt wird. Im M\u00e4rz\/April 2013 wurde durch Baumf\u00e4llungen mit den Bauma\u00dfnahmen begonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich finde die Quelle nicht mehr, meine aber gelesen zu haben, dass die urspr\u00fcngliche Br\u00fccke auch durch eine Sanierung h\u00e4tte gerettet werden k\u00f6nnen, allerdings h\u00e4tte dann das Land Berlin die Kosten alleine tragen m\u00fcssen, w\u00e4hrend bei einem Neubau Bundeseinrichungen die Hauptkosten tragen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>1945<\/strong> April &#8211; Anwohnerbericht<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><\/p>\n<div style=\"text-align: justify\">\u201c<em>In den letzten Apriltagen 1945 stellte sich die milit\u00e4rische Lage so da: Weite Teile Berlins waren erobert. Es gab nun einen schlauchartigen Kessel Der vom Alexander Platz durch den Tiergarten, \u00fcber Charlottenbug und Spandau bis nach Staaken reicht. Er war \u00fcber 20 km lang und an einigen Stellen nur 1 km breit. Das sollte die R\u00fcckzugsstra\u00dfe sein. Aber; wohin?<br \/>\n<\/em><em>Die Havel wurde damals von 5 Stra\u00dfenbr\u00fccken, der Eisenbahnbr\u00fccke und einem Fu\u00dfg\u00e4ngersteg an der Schleuse, \u00fcberquert. <\/em><em>Von S\u00fcden anfangend, gab es die Freybr\u00fccke. Diese liegt an der heutigen Bundesstra\u00dfe 5, welche Heerstra\u00dfe hei\u00dft. Die Stra\u00dfe war Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt worden, um den zunehmenden Verkehr von der Spandauer Innenstadt fern zu halten. Es gab erhebliche Ver\u00e4nderungen, wozu auch Strombegradigungen geh\u00f6rten sowie der Neubau der Eisenbahnbr\u00fccke, die vorher Stra\u00dfengleiche \u00dcberg\u00e4nge hatte. Das war aus festungstechnischen Gr\u00fcnden so angeordnet worden. Spandau war bis 1918 Festung. Diese Arbeiten waren 1907 abgeschlossen. <\/em><em>Im S\u00fcden wurde also die Heerstra\u00dfe angelegt und die St\u00f6\u00dfensee- und die Freybr\u00fccke gebaut. <\/em><em>\u00dcber die Heersta\u00dfe fuhr die Stra\u00dfenbahn mit 2 Linien, die auch an unserem Haus vorbei gingen. Die R\u00fcckzugsverb\u00e4nde, gemeinsam mit einer Vielzahl von Zivilpersonen, wie &#8222;Goldfasane&#8220; und andere NS-Gr\u00f6\u00dfen, die von den Sowjets nicht Gutes zu erwarten hatten. Sie sammelten sich am Olympiastadion um mit ihrer verbliebenen Kampfkraft den Ausbruch zu versuchen. <\/em><em>Unser H\u00e4userblock lag etwa 500 &#8211; 600 m von der Heerstra\u00dfe entfernt in der Pichelsdorfer Stra\u00dfe. Unmittelbar s\u00fcdlich von uns befand sich der Stra\u00dfenbahnhof. Dahinter machte die Pichelsdorfer Str. einen Knick. Von dort konnte man die Heerstra\u00dfe einsehen. Das mu\u00dfte von den deutschen Verteidigungskr\u00e4ften unbedingt verhindert werden und es war da nun die Frontlinie. Der Stra\u00dfenbahnhof war das Niemandsland. <\/em><em>Die Br\u00fccken waren zur Sprengung vorbereitet. Die Schulenburg-, Charlotten-, <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">St\u00f6\u00dfensee<\/a>&#8211; und die Juliusturmbr\u00fccke blieben stehen. Die Eiswerder- und die Eisenbahnbr\u00fccke sowie der Fu\u00dfg\u00e4ngersteg wurden gesprengt. <\/em><br \/>\n<em>An der Freybr\u00fccke gab es eine Besonderheit. Die Sprengstoffpakete waren an den Br\u00fcckenb\u00f6gen befestigt. Es soll am s\u00fcdlichen Br\u00fcckenbogen eine Granate in dieses Paket eingeschlagen sein und die Explosion vorzeitig hervor gerufen haben. Die Br\u00fccke lag nun schief im Wasser und konnte nur noch durch Fu\u00dfg\u00e4nger mit einigem turnen passiert werden. <\/em><em>Als der Ausbruch nun etwa am 27. oder 28. 4. begann, kamen Sowjetsoldaten in unseren Keller und befahlen: in 5 Minuten, alles raus. Es wurde uns bedeutet, da\u00df wir Spandau nach Westen verlassen sollten&#8230;&#8230; <\/em><em>&#8230;.Als nun am 2. 5. der letzte Kommandant, der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmuth_Weidling\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">General Weidling<\/a>, die Kapitulation unterschrieb, h\u00f6rte der Widerstand auf und der Krieg war in Berlin zu Ende. Wir machten uns auf den Heimweg und erreichten unsere unzerst\u00f6rte Wohnung&#8230;.. <\/em><em>Die Freybr\u00fccke war nun nicht zu benutzen. <\/em><em>Gleich nach Kriegsende hatten die Sowjets oberhalb eine h\u00f6lzerne Notbr\u00fccke gebaut. Diese mu\u00dfte aber wieder entfernt werden, damit die Schiffahrt m\u00f6glich war. In die zerst\u00f6rte Br\u00fccke wurde ein gro\u00dfes Loch geschnitten, damit die Schiffe auch da passieren konnten. <\/em><em>Eine englische Pioniereinheit baute aus ihrem Material eine Notbr\u00fccke auf, die mehrere Jahre dastand. Es konnte nur Einbahnverkehr stattfinden. An beiden Seiten befand sich ein nur ca. 50 &#8211; 60 cm breiter Fu\u00dfweg. Ein \u00fcberholen langsamer Fu\u00dfg\u00e4nger war nicht m\u00f6glich. Die Stra\u00dfenbahn fuhr nun in der schon vorhandenen Kehranlage durch Alt-Pichelsdorf und hatte vor der Br\u00fccke Endstation. Man mu\u00dfte dann mehrere hundert Meter laufen und konnte dann auf der anderen Havelseite weiter fahren. Eine Weiche wurde zu diesem Zweck eingebaut. <\/em><em>Es wurde damals alles in sehr kurzer Zeit gemacht. Wenn man heute sieht, wie lange das alles dauert, kann man nur den Kopf sch\u00fctteln.<\/em>\u201d<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\">Quelle: Lebensbericht eines anonymen Berliners von seiner Kindheit im II. Weltkrieg, der Nachkriegszeit in Berlin und sein Werdegang bis zum Ende des 20. Jahrhundert http:\/\/forum-rheinland.de\/erinnerungen\/02.html &#8211; http:\/\/forum-rheinland.de\/erinnerungen\/index.html<\/div>\n<p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li><strong>1946<\/strong> September &#8211; Hier befinden sich drei interessante Fotos der besch\u00e4digten Br\u00fccke: <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/photos\/106616568026660725226\/albums\/5405608169609562977\/5406541249511725266?banner=pwa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bild 1<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/photos\/106616568026660725226\/albums\/5405608169609562977\/5406541265689249826?banner=pwa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bild 2<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/photos\/106616568026660725226\/albums\/5405608169609562977\/5406541279128072610?banner=pwa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bild 3<\/a><\/li>\n<li><strong>1951<\/strong> Wiederaufbau der Freybr\u00fccke abgeschlossen<\/li>\n<li><strong>2008<\/strong>, Januar &#8211; &#8222;Verkehrseinschr\u00e4nkende Ma\u00dfnahmen \u00fcber Freybr\u00fccke notwendig&#8220; &#8211; <a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/aktuell\/pressebox\/archiv_volltext.shtml?arch_0801\/nachricht2944.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lesen<\/a><\/li>\n<li><strong>2012<\/strong> 19. Januar &#8211; &#8222;<span class=\"hcf-headline\">Nordkoreanischer Diplomat beim Schwarzangeln erwischt<\/span>&#8220; &#8211; <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/polizei-justiz\/fischwilderei-nordkoreanischer-diplomat-beim-schwarzangeln-erwischt\/6084530.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lesen<\/a><\/li>\n<li><strong>2013<\/strong> Januar &#8211; Ersatzneubau der Freybr\u00fccke &#8211; Offizielle Information zur Bauma\u00dfnahme &#8211; <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2013-01-Bauministerien-Freybruecke-Flyer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lesen<\/a> und Baubeschreibung und Kosten &#8211; <a href=\"http:\/\/www.stadtentwicklung.berlin.de\/bauen\/strassenbau\/freybruecke\/de\/vorhaben.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lesen<\/a><\/li>\n<li><strong>2014<\/strong> Januar &#8211; &#8222;Notma\u00dfnahme: Unverz\u00fcgliche Sperrung der Freybr\u00fccke f\u00fcr den LKW-Verkehr notwendig&#8220; &#8211; <a href=\"http:\/\/www.vmz-info.de\/web\/guest\/home\/-\/asset_publisher\/DXM3QBnqhuHT\/content\/freybrucke-spandau-lastbeschrankung-ab-10t?redirect=http%3A%2F%2Fwww.vmz-info.de%2Fweb%2Fguest%2Fhome%3Fp_p_id%3D101_INSTANCE_DXM3QBnqhuHT%26p_p_lifecycle%3D0%26p_p_state%3Dnormal%26p_p_mode%3Dview%26p_p_col_id%3Dcolumn-1%26p_p_col_count%3D2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">lesen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hier abgebildete Freybr\u00fccke ist inzwischen Geschichte, sie wurde abgerissen und mit <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/uvk\/presse\/pressemitteilungen\/2016\/pressemitteilung.544047.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">f\u00f6rmlicher Freigabe am 20.12.2016<\/a> durch einen gleichnamigen Neubau ersetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Freybr\u00fccke wurde 1908\/09 nach Pl\u00e4nen von Karl Bernhard gebaut, ebenso wie die etwas weiter \u00f6stlich gelegene St\u00f6\u00dfenseebr\u00fccke (vormals Heerstra\u00dfenbr\u00fccke). 1913 wurde sie von &#8222;Havelbr\u00fccke&#8220;&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4060,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-fullwidth.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":43,"footnotes":""},"class_list":["post-4281","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4281"}],"version-history":[{"count":44,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4281\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41693,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4281\/revisions\/41693"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}