{"id":427,"date":"2012-05-31T20:17:21","date_gmt":"2012-05-31T20:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/wordpress\/?page_id=427"},"modified":"2024-06-12T03:53:35","modified_gmt":"2024-06-12T02:53:35","slug":"erwerbslose","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=427","title":{"rendered":"Arbeitsbeschaffung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunewald finden sich viele Wege, welche zu fr\u00fcheren Zeiten sogar mit einer Stein-Pflasterung angelegt waren. Au\u00dferdem finden sich im Uferbereich viele Befestigungsmauern und Steintreppen. Scheinbar gehen diese Anlagen anf\u00e4nglich auf den Einsatz von Kriegsgefangenen und sp\u00e4ter von Erwerbslosen in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg (hier ab 1919\/1920) und der Zeit der weltweiten Wirtschaftsdepression von 1929 bis 1933 zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele der Steintreppen am Havelufer waren in den vergangenen Jahren zugewachsen und voller Astwerk, so machten sie den oft einen insgesamt verfallenen Eindruck. So zum Beispiel eine Treppe am Schildhorndenkmal und eine Treppe zwischen der J\u00fcrgen Lanke (Schildhorn) und der Alten Liebe. Seit einiger Zeit wurden jedoch diese Treppen jedoch wieder freigelegt und es stellte sich heraus, dass sich die Treppen tats\u00e4chlich doch in einem recht passablen Zustand befinden. Was fr\u00fchere Fu\u00dfwege betrifft, so sind diese durch Bodenbewegungen\/Erosion jedoch zerst\u00f6rt und die Ziegelsteine st\u00f6ren heute beim Laufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten ist mir aufgefallen, dass an vielen Stellen im Grunewald Ziegesteine einzeln oder in Gruppen herumliegen. Ob diese Seine von den ehemaligen Wanderweganlagen oder einfach nur Schuttreste aus dem 2. Weltkrieg darstellen, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>Hier die mir bisher bekannten Quellen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1915 &#8211; 1920<\/strong><\/span><\/p>\n<div>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><\/p>\n<div style=\"text-align: justify\">Verband Gro\u00df Berlin, Textanlage zur Wanderkarte vom Grunewald, Holzverlag 1920:<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.bundesarchiv.de\/tools\/docview.html?file=\/zwangsarbeit\/images\/bild_183-s10014_.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-12989\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1915-Russische-Kriegsgefangene-bei-Landarbeit-im-Grunewald-Bundesarchiv-Bild-183-S10014.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1915-Russische-Kriegsgefangene-bei-Landarbeit-im-Grunewald-Bundesarchiv-Bild-183-S10014.jpg 800w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1915-Russische-Kriegsgefangene-bei-Landarbeit-im-Grunewald-Bundesarchiv-Bild-183-S10014-200x143.jpg 200w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1915-Russische-Kriegsgefangene-bei-Landarbeit-im-Grunewald-Bundesarchiv-Bild-183-S10014-421x300.jpg 421w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1915-Russische-Kriegsgefangene-bei-Landarbeit-im-Grunewald-Bundesarchiv-Bild-183-S10014-768x547.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff\"><em><span style=\"color: #000000\">&#8222;Im Jahre 1915 ist ein gro\u00dfer Teil der Gro\u00df Berlin umgebenen W\u00e4lderaus Staatsbesitz in das Eigentum der Gro\u00df Berliner B\u00fcrgerschaft \u00fcbergegangen&#8230;. Der Ankauf der insgesamt 10 000 ha umfassenden Waldfl\u00e4chen (f\u00fcr 50 Millionen Reichsmark) erfolgte in Ausf\u00fchrung der dem Verbande Gro\u00df Berlin durch das Zweckverbandsgesetz zugewiesenen Aufgabe, gr\u00f6\u00dfere von der Bebauung freizuhaltende Fl\u00e4chen&#8230;&#8230; zu erwerben und zu erhalten&#8230;&#8230;. Die gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4che bildete der 4100 Hektar umfassende Grunewald&#8230;.<\/span><\/em><span style=\"color: #000000\"><em><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\nDer Verband \u00fcbernahm die Verwaltung des Waldes im Jahre 1915 unter den schwierigsten Verh\u00e4ltnisen. Deutschlands waffenf\u00e4hige S\u00f6hne standen gegen den Feind, sein gesamtes Wirtschaftsleben war auf den Krieg eingestellt, jegliche andere Arbeit hatte unter den gr\u00f6\u00dften Hemmungen zu leiden. Unter diesen Verh\u00e4ltnissen konnte seitens des Verbandes Gro\u00df Berlin in den ersten Jahren des Besitzes zur Versch\u00f6nerung des Waldes nicht viel geleistet werden, man mu\u00dfte sich daran gen\u00fcgen lassen, die dringendsten Arbeiten unter Verwendung von <strong>Kriegsgefangenen<\/strong> zu erledigen.<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><em>Das \u00e4nderte sich mit Eintritt der Demobilmachung. Es galt f\u00fcr die heimkehrenden Krieger <strong>Arbeitsgelegenheit<\/strong> zu schaffen, um ihnen den Uebergang in die kommenden Friedensverh\u00e4ltnissen nach M\u00f6glichkeit zu erleichtern. <\/em><em>Der Verband Gro\u00df Berlin hat sich an dieser Aufgabe nach Kr\u00e4ften beteiligt. Es wurde ein Plan f\u00fcr die Ausf\u00fchrung umfangreicher <strong>Notstandsarbeiten<\/strong>, die fast ausnahmslos dem Grunewald galten, aufgestellt und durchgef\u00fchrt. Zeitweise konnte bis zu <strong>1400 Personen Arbeitsgelegenheit<\/strong> geboten werden. <\/em><em>Auf diese Weise entstanden neue Wanderwege, Wegeverbesserungen und sonstige Anlagen, die dem Grunewald an zahlreichen Stellen ein ver\u00e4ndertes Gepr\u00e4ge verliehen haben und dazu beitragen werden, den Grunewald immer mehr zu einer St\u00e4tte genu\u00dfreicher Erhohlung und behaglichen Ausruhens zu gestalten.&#8220;<\/em><\/div>\n<p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1929 &#8211; 1933<\/strong><\/span><\/p>\n<div>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=583\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1950 Schmook<\/a>, Seite 100\/101: <strong><strong>1 Million Waldbesucher an Karfreitag<\/strong><\/strong><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><em>&#8222;An einem Karfreitag &#8211; es lag Neuschnee bei m\u00e4\u00dfigen Froste &#8211; wimmelte es einmal besonders stark von Menschen. Ich wei\u00df nicht woran es lag, wahre Menschenstr\u00f6me ergossen sich von fr\u00fch bis sp\u00e4t in den Wald. An bevorzugten Stellen dr\u00e4ngten sie sich knapp vorw\u00e4rts, wie abends in der Leipziger und Friedrichstra\u00dfe. So am Grunewaldsee, bei Paulsborn, an der Saubucht und bei Schildhorn.<\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><em>Am n\u00e4chsten Tage bat ich die Leitung der Verkehrsgesellschaft &#8211; Stadtbahn, Elektrische Bahn, Untergrundbahn, Autobusse, um gelegentliche Angaben der nach Grunewaldzielen verausgabten Fahrscheinzahlen. <\/em><em>Die erhielt ich freundlicherweise einige Wochen darauf: 815 000 Fahrg\u00e4ste hatten sich an jenem Karfreitag mit der Stadtbahn, den elektrischen Bahnen, U-Bahn, Autobussen nach Eichkamp, Grunewald, Nikolassee, zum Kurm\u00e4rkerplatz, Roseneck, Pichelswerder und den \u00fcbrigen Endstationen f\u00fcr den Grunewald bef\u00f6rdern lassen. <\/em><em>Rechnet ich nun noch die Insassen der unz\u00e4hligen Privatautos und Karen, die Motorradfahrer, Pferdefuhrwerke, Reiter, Radfahrer, Fu\u00dfg\u00e4nger aus der Nachbarschaft hinzu, so kam eine volle Million Waldbesucher heraus. <\/em><em>So schlimm war es nat\u00fcrlich nur selten! Jedoch konnte man an besonderen Feiertagen mit Hunderttausenden, an Sonntagen mit Zehntausenden von Grunewaldbesuchern immer rechnen. Auch wochentags ergingen sich stets Zehntausende in ihrem lieben Stadtwalde. <\/em><em>Dementsprechend sah der nach solchen Masseninvasionen aus: Die H\u00e4nge zertrampelt, die Z\u00e4une demoliert, \u00fcberall Jungw\u00fcchse und \u00e4ltere B\u00e4ume besch\u00e4digt. Zweige abgeknickt, verwelkte Str\u00e4u\u00dfe lagen umher, B\u00e4nke zertr\u00fcmmert&#8230;&#8230;<\/em><em>Und wahre Fluten von Papier, Scherben, Dosen, Unrat&#8230;..<br \/>\n7500 Mark hat mir in einem Jahre der Magistrat zur Verf\u00fcgung gestellt, um mit Hilfe von <strong>Erwerbslosen<\/strong> diesen Abfall wieder zu beseitigen! Sie wurden restlos ausgegeben! Dabei hingen allerorts Papierk\u00f6rbe neben den B\u00e4nken an den B\u00e4umen. Auch die wurden zerst\u00f6rt und, soweit sie aus Draht waren, in der Havel als Fischreusen von ganz Findigen mi\u00dfbraucht! Wir Forstleute waren immer froh, wenn so ein Festtag wieder ohne allzu gro\u00dfe Sch\u00e4den, besonders ohne Waldbrand &#8211; aber der blieb selten aus &#8211; vor\u00fcbergegangen war&#8230;.. Und sicherlich das Wild auch&#8230;&#8230; &#8220;<br \/>\n<\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify\">1950 Schmook, Seiten 7\/8: <strong>Hangbefestigungen I<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<\/strong>&#8222;<em>Als dann die Menschenstr\u00f6me sich in immer st\u00e4rkerer Zahl infolge guter Verkehrsm\u00f6glichkeiten in den Grunewald allt\u00e4glich ergossen &#8211; in meiner Jugendzeit war es beim Schulausflug vom Sch\u00f6neberger <a href=\"http:\/\/architekturmuseum.ub.tu-berlin.de\/index.php?set=1&amp;p=61&amp;D1=Schulze&amp;D2=Friedrich&amp;D3=Prinz-Heinrich-Gymnasium%2C+Berlin-Sch%F6neberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Prinz-Heinrich-Gymnasium<\/a> mit der Pferdebahn bis Hundekehle eine Halbtagesreise -, und als jegliche Achtung vor der Natur dahinschwand, trampelten Unvern\u00fcnftige alle H\u00e4nge so zusammen, da\u00df Streudecke und Grasnarbe schwanden, worauf regeng\u00fcsse den d\u00fcrren Sand in die Tiefe rissen und dabei die lehmschichten freischwemmten. Nach jedem gr\u00f6\u00dferen Gewitter mu\u00dften dann Arbeiterkolonnen die Havelchaussee wieder freischaufeln, bis ich <strong>1930 &#8211; 1933<\/strong> mit Tausenden von <strong>Erwerbslosen<\/strong> in m\u00fchevoller Arbeit alles wieder nach oben schaffen und mit Havelschlamm durchsetzt. meterweise befestigen lie\u00df.<\/em><br \/>\n<em>Zwar erregten meine Stacheldrahz\u00e4une den Unwillen vieler Menschen, aber nur unter ihrem Schutze gelang mir die Neubefestigung und der Unterbau der gef\u00e4hrdeten H\u00e4nge und damit die Erhaltung der landschaftlichen Sch\u00f6nheiten.<\/em> <em>Pichelswerder, Hundekehlenseeufer, Grunewaldseeh\u00e4nge, Havelh\u00e4nge von Schildhorn bis zum Gro\u00dfen Fenster und Wannsee wurden so in m\u00fchevoller und nicht immer anerkannter Arbeit St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wieder hergestellt.<\/em>&#8222;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><strong><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<\/strong>1950 Schmook, Seite 170: <strong>Hangbefestigungen<\/strong> II<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<em>&#8222;Ich war damals mit den Vorbereitungen zu jenen gewaltigen Hangbefestigungsarbeiten auf Pichelswerder und an den Havelh\u00e4ngen, sowie an den Grunewaldseen besch\u00e4ftigt, die mich sp\u00e4ter noch jahrelang in Anspruch nahmen. Galt es doch, Tausende von <strong>Erwerbslosen<\/strong>, haupts\u00e4chlich aus Spandau, mit nutzbringender Arbeit zu besch\u00e4ftigen. Die Vorbesichtigungen und Besprechungen an Ort und Stelle erforderten eine ganze Menge Zeit, zumal ich ja alle Wege zu Fu\u00df oder mit meinem Dienst-Tretmobil zur\u00fccklegen mu\u00dfte.&#8220;<\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify\">1950 Schmook, Seite 210: <strong>Holzabfuhrstra\u00dfe und Restaurationskahn am Gro\u00dfen Fenster<br \/>\n<\/strong><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<em>\u201cF\u00fcr mich war die Zeit zur Heimkehr zu knapp. Aber in der Zwischenzeit konnte ich noch andere Dienstangelegenheiten in der N\u00e4he erledigen. Eine unvorhergesehene Revision in einer meiner Baubuden an den Havelh\u00e4ngen konnte nichts schaden. Ich hatte da von der Hauptabteilung eine kleinere abgezweigt, die unter Aufsicht eines Forstgehilfen einen kleinen Berg zu verlegen hatte, der mir bei meinen Wegebaupl\u00e4nen hinderlich war. Denn es fehlte eine gute Holzabfuhrstra\u00dfe zwischen Saubucht und Gro\u00dfem Fenster, deren Bau ich nun mit den <strong>Erwerbslosen<\/strong> begonnen hatte. <\/em>[Hinweis: Es handelt sich vermutlich um den \u201cSchwarzen Weg\u201d, Kartenausschnitt siehe bitte unter <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1893\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Havelberg<\/a>.] <em>Als ich zur Havel hinabschritt, schwankten \u00fcber den Landungssteg des dicht am Ufer liegenden Restaurationskahnes unter gr\u00f6hlendem Gesange drei Gestalten, zwei M\u00e4nner und eine Frau. Einen Augenblick blieb ich stehen, denn ich f\u00fcrchtete, m\u00f6glicherweise helfend einspringen zu m\u00fcssen, wenn die drei sichtlich stark verunn\u00fcchterten Menschen vom schmalen Stege ins Havelwasser oder in den Schilfmorast fallen sollten. Es ging aber gut. Mit der Behauptung: \u201cSo leben wir alle Tage&#8230;\u201d wackelten die merkw\u00fcrdigen Zeitgenossen&nbsp; dem Walde zu. Die Revision auf meiner Baubude war kurz und verlief in voller Ordnung, der junge Forstmann war auf dem Posten! Langsam bummelte ich also wieder waldw\u00e4rts bergauf, um mich allm\u00e4hlich beim Fuchsbau einzufinden.&#8220;<\/em><\/div>\n<p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1941 Planung<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">1987 J\u00fcrgen Dettbarn-Reggentin, Strandbad Wannsee \u201cBadegeschichte aus achtzig Jahren\u201d, Verlag Nishen\/Berlin-Kreuzberg, Seite 39:<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n&#8222;<em>Auch die Nazis erkannten: Der Berliner will in der Havel baden k\u00f6nnen. Nach ihrer Einsch\u00e4tzung w\u00fcrde \u201cdas Wannseebad mit seinem Riesenbetrieb &#8230; manchen befriedigen, viele aber auch absto\u00dfen. F\u00fcr diese vielen sollen gro\u00dfe Strandfl\u00e4chen l\u00e4ngs des Havelrandes geschaffen werden. Teile des vorhandenen Schilfg\u00fcrtels werden daf\u00fcr beseitigt. Die dem Grunewaldrand zur Havel hin vorgelagerten Wiesen sind an den meisten Stellen zu schmal, um gen\u00fcgend Liegefl\u00e4chen f\u00fcr die Badenden zu geben. Deshalb werden gro\u00dfe Lichtungen im benachbarten Waldgebiet freigelegt und durch Treppen mit dem Badestrand verbunden. Durch diese Ma\u00dfnahmen wird ein Strand in einer L\u00e4nge von insgesamt vier Kilometern gewonnen. Gro\u00dfe Erdbewegungen zur Erh\u00f6hung der am Wasser liegenden, teilweise versumpften Wiesen und damit zur Verbesserung des Badestrandes wollen zur Durchf\u00fchrung kommen.<\/em><em><em>&#8220; Diese Ma\u00dfnahmen sollten im Rahmen der Umgestaltung des Grunewaldes vollzogen werden. Ihre Planung entstammte der Feder des Generalbauinspekteurs <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albert_Speer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Albert Speer<\/a> aus dem Jahre 1941, dessen Planungen auf ein Gro\u00df-Berlin mit ca. 12.000.000 Einwohnern ausgerichtet waren.&#8220;<\/em><\/em><\/div>\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>1950 Wiederaufforstung<\/strong><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1957 Behm<\/a>, Seiten 117 und 118:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Grunewald-Seite-117.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-12978\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Grunewald-Seite-117.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Grunewald-Seite-117.jpg 1600w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Grunewald-Seite-117-188x150.jpg 188w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Grunewald-Seite-117-376x300.jpg 376w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Grunewald-Seite-117-768x612.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>&#8222;<em>Mit kostspieligen Aufr\u00e4umungsarbeiten sollte 1950 die Waldsinstandsetzung beginnen, nachdem schon zuvor diese und jene Wiederaufbauarbeiten gleichsam &#8222;freehand&#8220; vorgenommen worden waren. Zahlreiche Bombentrichter, Granatl\u00f6cher oder Sch\u00fctzengr\u00e4ben, zum Teil schon mit Strauchwerk besetzt, wurden eingeebnet. Milit\u00e4rische Behelfsbehausungen aller Art und Panzersperren wurden beseitigt. Unter F\u00fchrung erfahrener Sprengmeister suchten <strong>Arbeitskolonnen<\/strong> den Forst planm\u00e4\u00dfig nach Waffen und liegengebliebener Munition ab. Die Pflanzungen, die teilweise schon zeitlich fr\u00fcher begonnen hatten, wurden systematisch im Sinne der Planung vorangetrieben, soweit die hierf\u00fcr ben\u00f6tigte Bodenbearbeitung vorausgegangen war. Bereits w\u00e4hrend der unerquicklichen Zeit der Blockade wurden erhebliche Mengen geeigneten Pflanzenmaterials \u00fcber die Luftbr\u00fccke eingeflogen. <\/em><em>Da schon f\u00fcr einen einzigen Hektar Kiefernaufforstung 23000 bis 24000 St\u00fcck einj\u00e4hrige Kiefernpfl\u00e4nzchen zum Einsetzen ben\u00f6tigt wurden, geht deren Bedarf in viele Millionen. Zumeist sind es <strong>Frauen<\/strong>, die sich f\u00fcr diese Arbeit am besten bew\u00e4hren und die es jeweils auf eine Tagesleistung von durchschnittlich 600 bis 700 Pflanzen bringen. Demnach sind 40 Frauentagewerke allein f\u00fcr die Bepflanzung eines Hektars erforderlich. Mancher unserer Grunewaldfreunde wird sich dieser Zeit und auch noch der Folgejahre entsinnen, als Frau neben Frau hinter aufgepfl\u00fcgten Bodenstreifen sa\u00df und Pfl\u00e4nzchen um Pfl\u00e4nzchen dem Erdreich anvertraute.<\/em>&#8222;<\/div>\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article206918879\/Berliner-Senat-will-Fluechtlinge-arbeiten-lassen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">2016<\/a>: Der Senat diskutiert \u00fcber Arbeitseins\u00e4tze von Fl\u00fcchtlingen in den Forsten und in Heimen.<\/div>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Grunewald finden sich viele Wege, welche zu fr\u00fcheren Zeiten sogar mit einer Stein-Pflasterung angelegt waren. 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