{"id":1960,"date":"2012-10-07T20:47:55","date_gmt":"2012-10-07T20:47:55","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1960"},"modified":"2024-05-06T08:30:06","modified_gmt":"2024-05-06T07:30:06","slug":"saubucht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1960","title":{"rendered":"Saubucht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_11000\" aria-describedby=\"caption-attachment-11000\" style=\"width: 547px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1888-H.-Grebs-Die-Saubucht-im-Grunewald-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11000 \" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1888-H.-Grebs-Die-Saubucht-im-Grunewald-klein-1600x1325.jpg\" alt=\"\" width=\"547\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1888-H.-Grebs-Die-Saubucht-im-Grunewald-klein.jpg 1600w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1888-H.-Grebs-Die-Saubucht-im-Grunewald-klein-181x150.jpg 181w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1888-H.-Grebs-Die-Saubucht-im-Grunewald-klein-362x300.jpg 362w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1888-H.-Grebs-Die-Saubucht-im-Grunewald-klein-768x636.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 547px) 100vw, 547px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11000\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1888<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann zurecht behaupten, dass die Saubucht eine Art Mitte des Grunewalds darstellt. Auf unseren L\u00e4ufen kamen wir immer wieder an ihr vorbei und oft sagte ich scherzhaft zu meinem Lauftreff: &#8222;Alle Wege f\u00fchren zur Saubucht&#8220;. Das stimmt zwar nicht einhundertprozentig, aber ich musste schon lachen, als ich sp\u00e4ter dann bemerkt habe, dass schon <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=676\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berdrow<\/a> 1902 schrieb:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ein sehr beliebtes Ziel im Grunewald ist die Saubucht, zu der beinahe so viele Wege wie nach Rom f\u00fchren<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In meinen ersten Laufjahren Anfang der neunziger Jahre gab es in der N\u00e4he des Forsthauses noch einen Wasserhahn. Dort eine Trinkpause einzulegen war immer besonders sch\u00f6n, das Wasser schmeckte einfach k\u00f6stlich! Dann, eines Tages, war der Hahn leider verschwunden. Die Rede war von kaputt und kein Geld zur Erneuerung oder die Wasserkosten daf\u00fcr waren zu hoch. Viele Jahre stellte dann Herr Lippert (siehe unten) einen Wasserkanister auf (Dieses Engagement sei hiermit festgehalten und herzlichen Dank daf\u00fcr!!!). Seit Sommer 2008 gibt es f\u00fcr den durstigen Wanderer und Sportler dort wieder eine richtige Wassertr\u00e4nke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Saubucht liegt am <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=689\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Grunewaldgraben<\/a>. In ihrer N\u00e4he gibt es den <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=728\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Barschsee<\/a> und den <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1047\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pechsee<\/a>, welche beide aber als Naturschutzgebiete nicht mehr \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind, sowie der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Grunewaldturm auf dem Karlsberg<\/a> und die Wegkreuzung &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1917\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vier Eichen<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Saubucht ist einfach herrlich gelegen. Sie wurde <strong>1828<\/strong> auf Veranlassung des Prinzen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Preu%C3%9Fen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Karl von Preu\u00dfen<\/a> bei der Einf\u00fchrung der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parforcejagd\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Parforcejagden<\/a> angelegt. Die amtliche Bezeichnung des Geheges und des Hauses hie\u00df urspr\u00fcnglich &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Karlsberg<\/strong><\/a>&#8222;, jedoch hat sich im Volksmund und auf den Karten sehr schnell und bis heute der Name &#8222;Saubucht durchgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das urspr\u00fcngliche, strohgedeckte W\u00e4rterhaus ist am 07. April <strong>1893<\/strong> abgebrannt und wurde durch ein neues Haus ersetzt. Aus den Fotos ist ersichtlich, dass dieses neue Haus dann um 1910 durch einen Anbau vergr\u00f6\u00dfert wurde und dann nach 1950 nochmals umgebaut worden sein muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Saubucht bzw. vom Rendezvousplatz (Versammlungsplatz) am Pechsee gingen fr\u00fcher die Saujagden aus. Beschreibungen hierzu siehe bitte auf der Seite <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=2012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jagd und Wilderei<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\">Beschreibungen:<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.2857%; text-align: left; vertical-align: top;\"><strong>1894<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 89.7143%; text-align: left; vertical-align: top;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fontane<\/a>, Seiten 27 &#8211; 29:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wir gehen, dem Wegweiser nach Saubucht weiter folgend, den Berg hinab und sehen bald darauf auf der vor uns liegenden Anh\u00f6he das H\u00e4uschen des Sauw\u00e4rters, den Zielpunkt unserer Wanderung. Bei dem freundlichen Sauw\u00e4rter, dem alten Vater <strong>Rietz<\/strong>, sitzt es sich auf den primitiven B\u00e4nken unter den hohen, alten Kiefern oder im kleinen Garten hinter dem Hause in gr\u00fcner Laube ganz vorz\u00fcglich und der Kaffee (auch Milch, Selterwasser und belegte Butterbrote sind hier zu haben) schmeckt uns zu dem mitgebrachten Kuchen oder einer butterbestrichenen Landbrotstulle nach dem Marsche vortrefflich.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die herrliche Lage der Saubucht, inmitten eines sch\u00f6nbewaldeten, h\u00fcgeligen Gel\u00e4ndes, nicht weit vom lieblich gelegenen <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1047\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pech-See<\/a>, sowie die Menge der hierher f\u00fchrenden guten Wege, bringen es mit sich, da\u00df der Besuch selbst an tr\u00fcben Sonntagen oder im Winter ein recht reger ist. Den Besucher der Saubucht ber\u00fchrt es ferner angenehm, hier sich st\u00e4rken zu k\u00f6nnen, ohne den sonst allgemein anzutreffenden Restaurationstrubel mit in Kauf nehmen zu m\u00fcssen. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Am 7. April 1893 brannte das alte Sauw\u00e4rterh\u00e4uschen bis auf den Grund ab. Inzwischen hat das Hof-Jagdamt das Haus zwar wieder aufbauen lassen, doch macht der jetzige Backsteinrohbau nicht mehr den traulichen Eindruck, welchen das alte, strohgedeckte H\u00e4uschen gew\u00e4hrte. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die sch\u00f6ne und f\u00fcr den Grunewald centrale Lage der Saubucht war auch f\u00fcr den Prinzen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_von_Preu%C3%9Fen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Karl von Preu\u00dfen<\/a> ma\u00dfgebend gewesen, als er <strong>1828<\/strong> bei der Einf\u00fchrung der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parforcejagd\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Parforcejagden<\/a> hier den Saugarten anlegen lie\u00df. Die amtliche Bezeichnung des Geheges und des Hauses hei\u00dft &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Karlsberg<\/strong><\/a>&#8222;, jedoch ist der Name Saubucht auf Karten und im Volksmunde der vorherrschende. Der die Saubucht umschlie\u00dfende hohe Bretterzaun umfa\u00dft ein Gebiet von 74 Morgen bergigen Gel\u00e4ndes, in dem tief versteckt der kleine <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=728\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Barsch-See<\/a> eingebettet liegt. Das Innere der Umz\u00e4unung ist in mehrere Abteilungen geschieden; au\u00dferdem sind sogenannte Fangkammern und Ausla\u00dfr\u00e4ume gegen\u00fcber vom <strong>Versammlungs- (Rendezvous-) Platz<\/strong> am <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1047\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pech-See<\/a> eingerichtet. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortsetzung siehe bitte unter <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=2012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jagd und Wilderei<\/a>.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.2857%; text-align: left; vertical-align: top;\"><strong>1902<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 89.7143%; text-align: left; vertical-align: top;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=676\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berdrow<\/a>, Seite 81:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein sehr beliebtes Ziel im Grunewald ist die Saubucht, zu der beinahe so viele Wege wie nach Rom f\u00fchren. Nicht nur die herrliche Lage des H\u00e4uschens sichert ihm den regen Besuch; seine Anziehungskraft beruht zum gro\u00dfen Teil auch darauf, da\u00df es hier kein Bier, sondern nur Kaffee und andere Nichtalkoholika giebt, bei denen ein rechter Dauergast nimmer gedeihen will. Mithin ist den Damen nicht nur ein gem\u00fctlicher Kaffeeklatsch, sondern auch ein rechtzeitiger Aufbruch und &#8222;anst\u00e4ndiges&#8220; Nachhausekommen gesichert<\/em>&#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer Wegbeschreibung dann:&#8230; &#8222;<em>stehen wir an der S\u00fcdspitze der 74 Morgen umfassenden Saubucht. Das Innere des thal- und schluchtenreichen Gel\u00e4ndes ist in mehrere Abteilungen geschieden, umfa\u00dft den sumpfumrandenen <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=728\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Barschsee<\/a> und bietet seinen borstigen Bewohnern fraglos ein gem\u00fctliches Heim, umsomehr da sie nicht ahnen, f\u00fcr welchen Zweck sie hier gef\u00fcttert werden. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>An der S\u00fcdseite der Umz\u00e4unung steigen oder galoppieren wir in die Tiefe des <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=689\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Grunewaldgrabens<\/a> hinab und erreichen an der entgegengesetzten H\u00f6he das W\u00e4rterhaus. Leider ist es nicht mehr das alte trauliche H\u00e4uschen mit dem bemoosten Strohdach und dem mythischen Giebelschmuck der Ro\u00dfk\u00f6pfe, das nach dem Brande am <strong>07. April 1893<\/strong> durch den jetzigen modernen Bau ersetzt wurde; aber die gr\u00fcnen Lauben und die primitive K\u00fcche sind dieselben geblieben und lassen bald das ganze Behagen l\u00e4ndlicher Ungebundenheit aufleben.<\/em><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.2857%; text-align: left; vertical-align: top;\"><strong>1994<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 89.7143%; text-align: left; vertical-align: top;\"><a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/1994\/0811\/none\/0008\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berliner Zeitung <\/a>(11.09.),<\/p>\n<p>Familie Lippert\/Rieger wohnt im Forsthaus &#8222;Alte Saubucht&#8220;:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Grunzen vor der Haust\u00fcr<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>Mitten im Grunewald, auf einer Insel &#8222;&#8230;.Die Berliner Zeitung stellt in loser Folge ausgefallene Wohnorte vor. Heute: Familie Lippert\/Rieger wohnt im Forsthaus ,Alte Saubucht&#8220;. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Fast jede Nacht h\u00f6ren wir die ,Wildschweine vor unserer T\u00fcr&#8220;, erz\u00e4hlt Hans-Dieter Lippert. Der 56j\u00e4hrige Waldarbeiter wohnt mit seiner Famllie mitten im Grunewald. Direkt beben einem gro\u00dfen Naturschutzgebiet, nur wenige Meter entfernt von einem kleinen T\u00fcmpel, dem <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=728\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Barssee<\/a>, liegt das rote Backsteinhaus der Famille. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Kaum ein Spazierg\u00e4nger nimmt das Haus zur Kenntnis, das von Nadel- und Laubb\u00e4umen verborgen mitten im Gr\u00fcnen vor sich hln tr\u00e4umt. Nur selten verirrt sich jemand zum Haus der Waldarbeiterfamille. &#8222;Wenn ein Radfahrer eine Panne hat, helfen wir auch schon mal mit einem Werkzeug aus&#8220;, sagt Hans-Dieter Lippert. Aber auch nach dem Weg zum Teufelssee oder zur Havelchaussee wird ab und zu gefragt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Seit Anfang Juli lebt die Familie hier im ehemaligen Forsthaus &#8222;Alte Saubucht&#8220;. Den Trubel der Gro\u00dfstadt vermissen die Eltern und ihre vier S\u00f6hne nicht. &#8222;Hier kann sich zumindest kein Nachbar beschweren, wenn unsere Kinder mal laut sind&#8220;, so der Vater. Auf dem etwa zwei Hektar gro\u00dfen Gel\u00e4nde k\u00f6nnen die Kinder nach Belieben herumtollen, H\u00f6hlen bauen und zelten. &#8222;Wir wollen, da\u00df unsere Kinder naturnah aufwachsen&#8220;, sagt Waltraud Rieger (42), dle Mutter der vier Jungen. Im kommenden Jahr sollen im gro\u00dfen Garten Kartoffeln, Salat, M\u00f6hren und Kr\u00e4uter angebaut werden, damit &#8222;die Kinder sehen, wie so was w\u00e4chst&#8220;. Auch H\u00fchner wollen die Eltern gleich hinter der braunen Holzscheune halten. Bald soll es sogar hausgemachte Milch f\u00fcr den Kaffee geben: F\u00fcr die Ziege, die bald im Garten weiden soll, wird jetzt schon der Heuboden unterm Dach gef\u00fcllt. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Baden in der Havel &#8222;Ich finde es toll, hier zu leben&#8220;, schw\u00e4rmt Oliver (zw\u00f6lf Jahre), der \u00c4lteste. Den Schulweg legt er mit dem Fahrrad zur\u00fcck und auch \u00fcber wenig Besuch kann er nicht klagen: &#8222;Meine Freunde kommen gleich f\u00fcr mehrere Tage. Die finden das toll, hier zum Beispiel im Garten In einer H\u00f6hle zu \u00fcbernachten.&#8220; Wenn er nicht Besuch hat, hilft er dem Vater am Wochenende oder auch abends beim B\u00e4umef\u00e4llen, damit das Grundst\u00fcck etwas heller wird. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>W\u00e4hrend Max (vier) und Moritz (drei) buddeln und Roland (18 Monate) die gro\u00dfe Metalrutsche, die in den Abhang im Garten gebaut Ist, runtersaust, steht die Mutter in der K\u00fcche und backt. Manchmal frische Vollkornbr\u00f6tchen und manchmal Kuchen, je nach Bedarf. Wenn der Kuchen fertig ist, geht es zum Baden an die Havel. Mit dem gro\u00dfen Fahrradanh\u00e4nger ist die Mutter in nur zehn Minuten mit Kind und Kegel am Wasser. Das Auto wird meistens nur einmal pro Woche als Familienkutsche genutzt. &#8222;Dann geht es nach Zehlendorf zum Gro\u00dfeinkauf&#8220;, erz\u00e4hlt Waltraud Rieger. &#8222;Dabei m\u00fcssen wir dann gut planen, damit wir ja nichts vergessen.&#8220; <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abends, wenn der K\u00fchlschrank gef\u00fcllt, die Marmelade gekocht und der Kuchen alle ist, kommt auch die &#8222;Alte Saubucht&#8220; langsam zur Ruhe. An lauen Sommerabenden sitzen Hans-Dieter und Waltraud oft auf der Holzbank ihres Hauses. Bei einem Glas Wein reden sie \u00fcber die Ziege, die sie bald in ihre Gro\u00dffamilie mitaufnehmen werden oder \u00fcber den zuk\u00fcnftigen Gem\u00fcsegarten. Manchmal fliegt eine Fledermaus \u00fcber ihre K\u00f6pfe hinweg oder ein Fuchs schleicht in der D\u00e4mmerung quer durch den Garten. W\u00e4hrend andere Familien zu dieser Zeit fernsehen, gucken die Eltern ihren vier L\u00fcmmeln beim Spielen zu. Einen Fernseher gibt es in der &#8222;Alten Saubucht&#8220; nicht. &#8220; Wir sehen lieber nah&#8220;, sagen die Eltern. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das Leben mitten im Wald, fernab vom Gro\u00dfstadt-L\u00e4rm, gef\u00e4llt der Familie Lippert\/Rieger.<\/em><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.2857%; text-align: left; vertical-align: top;\"><strong>2006<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 89.7143%; text-align: left; vertical-align: top;\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/archiv\/winterquartier-fuer-fledermaeuse-saniert,10810590,10387278.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berliner Zeitung<\/a>(16.05.) &#8211; &#8222;Winterquartier f\u00fcr <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flederm%C3%A4use\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Flederm\u00e4use<\/a> saniert&#8220;:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat mit Kosten von 15 000 Euro ein Winterquartier f\u00fcr Flederm\u00e4use an der Revierf\u00f6rsterei Alte Saubucht saniert und frostsicher gemacht. In dem Gew\u00f6lbe wurden in der Vergangenheit drei verschiedene Fledermausarten und bis zu 17 Tiere festgestellt. Die Flederm\u00e4use geh\u00f6ren zu den bedrohten Tierarten. In Berlin existieren insgesamt 31 Winterquartiere.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/saubucht\/2009-april-04-filmaufnahmen-bilderbuch-grunewald_87-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/saubucht\/2009-april-04-filmaufnahmen-bilderbuch-grunewald_87-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"210\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.2857%; text-align: left; vertical-align: top;\"><strong>2009<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 89.7143%; text-align: left; vertical-align: top;\">Dreharbeiten &#8222;<a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=243\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bilderbuch Grunewald<\/a>&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/bilderbuch-grunewald-dreharbeiten\/2009-april-04-filmaufnahmen-bilderbuch-grunewald_05-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/gallery\/bilderbuch-grunewald-dreharbeiten\/2009-april-04-filmaufnahmen-bilderbuch-grunewald_05-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"209\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 10.2857%; text-align: left; vertical-align: top;\"><strong>2022<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 89.7143%; text-align: left; vertical-align: top;\">Berliner Abgeordnetenhaus, <a href=\"https:\/\/pardok.parlament-berlin.de\/starweb\/adis\/citat\/VT\/19\/SchrAnfr\/S19-13603.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Drucksache 19\/13603<\/a>:<br \/>\n<strong>&#8222;Wohnungsleerstand bei den Berliner Forsten&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:<\/em><br \/>\n<em>Vorbemerkung der <a href=\"https:\/\/www.parlament-berlin.de\/Abgeordnete\/nina-lerch?groupStrategy=nachnamen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abgeordneten Nina Lerch<\/a> (SPD):<\/em><br \/>\n<em>Das <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Havelchaussee+72,+14193+Berlin\/@52.4746396,13.2059567,15.25z\/data=!4m5!3m4!1s0x47a859d64eaf2e4f:0x9d766bc197359af!8m2!3d52.4766428!4d13.2107947\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forsthaus \u201eAlte Saubucht\u201c in der Havelchaussee 72, 14193 Berlin<\/a> steht seit Jahren leer. Ein Forstbediensteter musste wieder ausziehen, da das Haus nicht bewohnbar ist, da die n\u00f6tigen Renovierungsarbeiten nicht ausgef\u00fchrt wurden. Ich frage den Senat:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Frage 1:<\/em><br \/>\n<em>Wann beginnen die Berliner Forsten mit den n\u00f6tigen Renovierungsarbeiten? Gibt es hierzu eine Fachplanung? Wie hoch sind die Renovierungskosten? Wann wird der Leerstand beendet sein?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Antwort zu 1:<\/em><br \/>\n<em>Das Forsthaus \u201eAlte Saubucht\u201c, Havelchaussee 72, 14193 Berlin steht seit Ende 2019 leer. Es ist zutreffend, dass ein Bediensteter der Berliner Forsten das Haus als Wohnung nutzen wollte. Hier\u00fcber wurde verhandelt. Der Interessent orientierte sich jedoch beruflich um und verlie\u00df die Berliner Forsten in 2022. Aktuell wird gepr\u00fcft, das Haus in zwei kleinere Wohneinheiten zu teilen. Dies scheint aus Sicht aktiver Personalanwerbung geboten, um z.B. Forstwirtinnen und Forstwirten attraktive Bedingungen bieten zu k\u00f6nnen, da diese sonst in Waldn\u00e4he kaum bezahlbaren Wohnraum finden k\u00f6nnen. Die unabh\u00e4ngig davon notwendige Grundsanierung des Geb\u00e4udes umfasst die energetische Modernisierung des Hauses einschlie\u00dflich Dach, T\u00fcren, Fenster, Elektrik, Trink- und Abwasser sowie Heizung etc. Eine Aufstellung der Kosten ist noch nicht erfolgt, insbesondere sollten auch M\u00f6glichkeiten der F\u00f6rderung einbezogen werden. Wann dieser Prozess beendet ist, kann noch nicht benannt werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Frage 2:<\/em><br \/>\n<em>Seit wie vielen Jahren steht die ehemalige F\u00f6rsterei Wannsee leer? Gibt es infolge des Leerstandes Bausch\u00e4den? Wenn ja, welche und in welcher H\u00f6he? Wie hoch sind die Einnahmeverluste durch das Entgehen der Miete f\u00fcr das Land Berlin? Gab es einen Antrag des damaligen Dienstwohnungsinhabers auf Weiternutzung in Form eines Mietvertrages?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Antwort zu 2:<\/em><br \/>\n<em>Die <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Schuchardtweg+20,+14109+Berlin\/@52.4202356,13.1441232,17z\/data=!4m13!1m7!3m6!1s0x47a858c1d734ba1f:0x428f6c6aed2a494a!2sSchuchardtweg+20,+14109+Berlin!3b1!8m2!3d52.4202356!4d13.1463119!3m4!1s0x47a858c1d734ba1f:0x428f6c6aed2a494a!8m2!3d52.4202356!4d13.1463119\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Revierf\u00f6rsterei Wannsee, Schuchardtweg 20, 14109 Berlin<\/a>, wird seit 1. Januar 2012 nicht mehr als Dienstwohnung genutzt. Bis 2017 wurde der Garten der Immobilie im Wege eines Nutzungsvertrages durch den Kunstverein \u201eWaldkunstverein\u201c genutzt. Danach wurden mehrere Varianten der beh\u00f6rdlichen Nutzung f\u00fcr eigene Zwecke der Berliner Forsten gepr\u00fcft (zus\u00e4tzliches waldp\u00e4dagogisches Angebot, Au\u00dfenstelle des Forstamtes, Wiedernutzung als Dienstwohnung). Diese Pr\u00fcfung ist noch nicht abgeschlossen. Das Geb\u00e4ude weist hinsichtlich der Grundbausubstanz keine wesentlichen Sch\u00e4den auf. Ein Antrag auf Weiternutzung seitens des vormaligen Mieters ist hier nicht bekannt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Frage 3:<\/em><br \/>\n<em>Wie geht der Senat k\u00fcnftig in vergleichbaren F\u00e4llen vor, wenn die Dienstwohnung nicht mehr ben\u00f6tigt wird und der ausscheidende Dienstwohnungsinhaber einen Antrag auf Weiternutzung als Mieter stellt?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Antwort zu 3:<\/em><br \/>\n<em>Mit Ausscheiden aus dem Beamtenverh\u00e4ltnis beziehungsweise mit Ende des Arbeitsvertrages wird die Berechtigung zum Wohnen in der Dienstwohnung widerrufen. Antr\u00e4ge auf Weiternutzung werden in der Regel abgelehnt, da im Allgemeinen die dringende Notwendigkeit der dienstlichen Nutzung der Dienstwohnung gegeben ist. Forstliche Dienstgeb\u00e4ude liegen \u00fcberwiegend im Wald, der baurechtlich als Au\u00dfenbereich im Sinne von <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bbaug\/__35.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 35 Absatz 1 BauGB<\/a> gilt. Diese privilegierte Lage der Geb\u00e4ude ist entsprechend an die forstlich begr\u00fcndete Notwendigkeit gebunden. Bei Entfall dieser Gr\u00fcnde erlischt auch die baurechtliche Voraussetzung, was zum Abriss des Geb\u00e4udes f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Frage 4:<\/em><br \/>\n<em>Wie ist die weitere Nutzung von leerstehenden Dienstgeb\u00e4uden der Berliner Forsten geregelt?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Antwort zu 4:<\/em><br \/>\n<em>Der Umgang mit den Dienstgeb\u00e4uden orientiert sich am dienstlichen Bedarf.<\/em><\/p>\n<p><em>Berlin, den 04.11.2022<\/em><br \/>\n<em>Senatsverwaltung f\u00fcr<\/em><br \/>\n<em>Umwelt, Mobilit\u00e4t, Verbraucher- und Klimaschutz<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kann zurecht behaupten, dass die Saubucht eine Art Mitte des Grunewalds darstellt. 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