{"id":184,"date":"2012-05-24T16:43:15","date_gmt":"2012-05-24T16:43:15","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/wordpress\/?page_id=184"},"modified":"2024-06-12T03:59:36","modified_gmt":"2024-06-12T02:59:36","slug":"kiefern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=184","title":{"rendered":"Kiefer"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die Grunewald-Kiefer:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>1902<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=676\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berdrow<\/a>, Seite 29\/30:<br \/>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">&#8222;<em>Wenn wir am westlichen Ausgange von Dahlem angelangt sind, bietet der lange Waldsaum von Schmargendorf bis zur Oberf\u00f6rsterei uns das Bild einer m\u00e4rkischen Kiefernheide in ihrer ganzen trostlosen Eint\u00f6nigkeit, die auf manches feinf\u00fchlende Gem\u00fct beim ersten Anblick geradezu absto\u00dfend wirkt. Freilich, er hat seine toten Punkte, der Grunewald, \u00fcber die man gerne befl\u00fcgelten Fu\u00dfes hinwegeilt. Wer jedoch ein wenig guten Willen und ein offenes Auge mitbringt, wird der m\u00e4rkischen Heide und der spr\u00f6den &#8222;Kiene&#8220; gar bald ihre Lichtleisten abgewinnen und es begreifen, weshalb selbst gro\u00dfe K\u00fcnstler nicht m\u00fcde werden, beide mit liebevoller Vertiefung in ihre Eigenheiten immer wieder darzustellen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<\/em><em><em>Eine sinnige Legende macht den Kienbaum zum Stammvater des M\u00e4rkers von altem Schrott und Korn. <\/em><\/em><em><em>Als vor Zeiten einmal der Herr mit seinen Getreuen durch die sandige Heide wandelte, schuf er auf Bitten Petri, dem es in der Ein\u00f6de graute, aus der knorrigen Waldkiefer den ersten Sohn der Mark. Das sieht man ihr heute kaum noch an. Durch dichte Aussaat in den Schonungen von klein auf gezwungen, im Schlusse aufzuwachsen, kann die lichtbed\u00fcrftige sich nur nach oben dehnen und strecken und schie\u00dft so zu einem langen Besenstiehl mit d\u00fcrftiger Krone empor. Selten verg\u00f6nnt der Zufall einem Exemplar, sich von klein auf nach seinem wahren Charakter zu entfalten, kurzsch\u00e4ftig, mit eichenartigem Wuchs und breitschatender Krone. Prachtkiefern&nbsp; von 2-3 Metern Umfang und entsprechender H\u00f6he sehen wir auf und an den Abh\u00e4ngen beim Jagdschlosse und an der Havel, wo die St\u00e4mme sich an den Steilw\u00e4nden durch Zur\u00fccklegen vor dem Absturz bewahren. Viele Grunewaldkiefern fallen durch ihren gedrehten Wuchs, andere durch merkw\u00fcrdige Verwachsungen zweier Aeste oder St\u00e4mme, auf. Hin und wieder trifft man auch eine mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misteln\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mistelb\u00fcschen<\/a> besetzt unter ihnen: doch scheint dieser gef\u00e4hrliche Schmarotzer nicht h\u00e4ufig zu sein. Oefter sieht man mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hexenbesen_%28Biologie%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hexenbesen<\/a>, einer durch Pilze erzeugten Zweigwucherung, behaftete Kronen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<\/em><\/em><em>Mit Freuden begr\u00fc\u00dft das Auge inmitten der Gleichf\u00f6rmigkeit des R\u00f6hrenwaldes einen Laubbaum. Befindet sich unter den Kiefern wohl kaum eine, die auf einen Zeitraum von anderthalb Jahrhunderten zur\u00fcckschauen kann, so l\u00e4\u00dft sich dagegen manche Grunewaldeiche den Wind schon 250-300 Jahre durch den Wipfel streichen.<\/em>&#8222;<\/div>\n\t\t\t<\/div><\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>1926<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schneider<\/a>, Seiten 26\/27:<br \/>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><em>&#8222;Was w\u00e4chst nun auf dieser Sandebene? Fast \u00fcberall sind Kiefern angepflanzt. Wenn sie auch nicht gerade einen freudigen Wuchs haben, so gedeihen sie doch; ja, es gibt sogar pr\u00e4chtige Best\u00e4nde und sch\u00f6nentwickelte B\u00e4ume. Es ist verwunderlich, da\u00df auf solchem Boden der Wald noch so verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut aufw\u00e4chst. Denn es sind vollkommen durchl\u00e4ssige Sande, unter denen das Grundwasser erst in gro\u00dfer Tiefe, bis zu 40 Metern, angetroffen wird. Wie schon in Wanderung IV.5. erw\u00e4hnt, w\u00fcrde der Boden f\u00fcr den Ackerbau auch nicht geeignet sein. Nur Waldwuchs kommt in Betracht, weil sich durch ihn eine Humusschicht bildet und der Moos- und Grasteppich das Regenwasser aufspeichert und vor Verdunstung sch\u00fctzt.<\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><\/em><br \/>\n<em>An einigen Stellen sind vereinzelt alte Eichen eingesprengt, die in das Waldbild erfrischende Abwechslung bringen. Ihr Alter und ihre Vereinzelung l\u00e4\u00dft den Schlu\u00df zu, da\u00df sie \u00dcberbleibsel einer fr\u00fcheren Bewaldung sind. In der Tat war der Grunewald fr\u00fcher ein Eichenwald, mindsstens ein Mischwald, in dem Eichen einen Hauptbestandteil ausmachten. Das pa\u00dft auch besser zu seinen alten Namen &#8222;Grunewald&#8220;, was so viel wie der &#8222;gr\u00fcne Wald&#8220; hei\u00dft. Erst in neuerer Zeit wird die Kiefer wegen ihres schnellen Wuchses ausschlie\u00dflich angepflanzt.<\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><\/em><br \/>\n<em>Botaniker halten das \u00fcbrigens nicht f\u00fcr zweckm\u00e4\u00dfig. Sie meinen, man m\u00fc\u00dfte zum Mischwald zur\u00fcckkehren, da ein Wald, der sich nur aus B\u00e4umen derselben Art und desselben Alters zusammensetzt, etwas Unnat\u00fcrliches sei. Dem Auge w\u00fcrde ein Mischwald selbstverst\u00e4ndlich ein viel angenehmeres Bild bieten.&#8220;<\/em><\/div>\n\t\t\t<\/div><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>1927<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolter\/Sommer\/Klotz<\/a>, Seite 8-19 (Auszug):\n<div><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">&#8222;<em>Wir wenden uns jetzt nach Westen und wandern in der Richtung auf den Teufelssee weiter. Nicht wenige der alten Kiefern sind gezeichnet. Der wei\u00dfe Farbfleck ist ihr \u00dcberwachungsschein. Sie sind krank und m\u00fcssen \u00fcberwacht werden, damit nicht gesunde St\u00e4mme von ihnen angesteckt werden. Wir brauchen nicht lange zu suchen, um am Stamm oder an st\u00e4rkeren \u00c4sten die konsolenf\u00f6rmigen Fruchttr\u00e4ger des krankheitserregenden Pilzes zu finden &#8211; denn um einen solchen handelt es sich. <a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=Kiefernbaumschwamm&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwiis4bs8rfKAhWKkywKHe73BpAQ_AUICCgC&amp;biw=1680&amp;bih=854\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kiefernbaumschwamm<\/a> Trametes pini ist sein Name. Er ist ein echter Wundparasit&#8230;<\/em> [Bek\u00e4mpfung durch Absto\u00dfen und verstreichen mit Raupenleim]. <em>Im regelrechten Forstbetrieb m\u00fc\u00dfte man alle kranken B\u00e4ume herausschlagen. Hier geht das nicht, wenn man nicht den Bestand zu stark durchl\u00f6chern will. Vom ganzen Grunewald w\u00fcrde wenig \u00fcbrig bleiben. Zur Bek\u00e4mpfung des Sch\u00e4dlings werden allj\u00e4hrlich bedeutende Summen aufgewandt; denn der durch Entwertung des Holzes angerichtete Schaden \u00fcbersteigt allein in Preu\u00dfen weit eine Million Mark&#8230;.<\/em> [dann folgt eine umfangreiche Beschreibung von Bauminsekten].<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<em>Einstweilen haben wir uns lange genug am Kiefernstamme aufgehalten. Setzten wir unseren Weg fort! Wie alt m\u00f6gen wohl die \u00fcberall eingestreuten Eichen sein? Nun, etwa doppelt so alt wie die ausgewachsenen Kiefern, die man im allgemeinen nicht \u00e4lter als 120 Jahre werden l\u00e4\u00dft. Breit laden ihre \u00c4ste nach allen Seiten aus. Mit Geringsch\u00e4tzung sehen sie auf das nur hundertj\u00e4hrige Volk der Kiefern herab. Haben doch die meisten von ihnen noch Zeiten gesehen, als es hier nicht blo\u00df armselige Kiefern, sondern auch Birken, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elsbeere\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Elsen<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Espe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Espen<\/a> und Linden in H\u00fclle und F\u00fclle gab&#8230;. Der Waldbestand ist gerade in diesem Teile recht licht. Nach dem Herausnehmen zahlreicher Schwammb\u00e4ume stehen die einzelnen Kiefern ziemlich weit auseinander. Die Kronen wachsen nur noch kaum merklich in die Breite und verm\u00f6gen nicht mehr die gro\u00dfen L\u00fccken zwischen ihnen auszuf\u00fcllen. Das auf den Waldboden flutende Licht hat seinen Pflanzenbestand ver\u00e4ndert&#8230;<\/em> [dann folgt eine umfangreiche Beschreibung der Bodenflora]<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<em>Ehe wir die Chaussee \u00fcberschreiten, wollen wir noch einen Blick in das Stangenholz zu unserer Linken und in die anschlie\u00dfende Schonung tun, deren Drahtzaun erst vor kurzem gefallen ist. &#8211; Schon ein fl\u00fcchtiger Blick zeigt, da\u00df der ganze Bestand gleichaltrig ist. Der regelm\u00e4\u00dfige Aufbau unserer Nadelh\u00f6zer, dieses mathematischen Geschlechts, wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emil_Adolf_Ro%C3%9Fm%C3%A4%C3%9Fler\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ro\u00dfm\u00e4\u00dfler<\/a> sagt, gestattet, wenigstens in j\u00fcngeren Jahren, leicht das Alter festzustellen. Wir beginnen von oben an die einzelnen Stockwerke zu z\u00e4hlen. Nach unten zu wird&#8217;s zwar schwieriger; wir erkennen aber doch mit einiger Aufmerksamkeit die ehemaligen Ansatzstellen der <a href=\"http:\/\/www.forst-rast.de\/Baumalter.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Astquirle<\/a>. Einige Jahre m\u00fcssen wir noch zugeben. So kommen wir auf ein Alter von 30 Jahren. Wie eine Schonung angelegt wird, zeigt uns eine gro\u00dfe Neupflanzung, die wir nach dem Durchschreiten des Stangenholzes erreichten. Eine gro\u00dfe Fl\u00e4che wurde dort vor mehreren Jahren ganz abgetrieben. Das ganze Gel\u00e4nde wurde nun mit einem <strong>Plaggenpflug<\/strong> umgearbeitet. Die seitlich von der Pflugschar angebrachten Streichbretter heben neben der Pflanzenfurche die gesamte Bodennarbe ab und legen sie um, damit die jungen, zun\u00e4chst sehr langsam wachsenden Pfl\u00e4nzchen nicht durch die auf dem Kahlschlage sich \u00fcppig entwickelnde Gras- und Krautflora verd\u00e4mmt, von Luft und Licht abgeschlossen werden. In die so hergestellte Furche werden die in besonderen Saatk\u00e4mpen herangezogenen Pfl\u00e4nzchen in kleinen Abst\u00e4nden eingesetzt. Manches von ihnen geht noch zugrunde, und das Nachpflanzen verursacht nicht geringe M\u00fche; denn gr\u00f6\u00dfere L\u00fccken d\u00fcrfen im jungen Bestande nicht vorkommen. Meist l\u00e4\u00dft man daher einige B\u00e4ume des abgetriebenen Bestandes als Samenb\u00e4ume stehen. Die aus ihren Zapfen ausfliegenden Samen sorgen f\u00fcr die Ausf\u00fcllung der etwa entstandenen Zwischenr\u00e4ume. Aus der Schonung hinter uns sieht man solche Samenrechter emporragen. Die f\u00fcr die Pflanzung hergerichteten Furchen sind noch nach Jahrzehnten deutlich, wie der eben durchschrittene Stangenholzbestand zeigt. Die junge Pflanzung f\u00fchrt den Namen &#8222;Schonung&#8220; mit Recht. Sie bedarf in der Tat sehr der Schonung&#8230;<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<em>Die R\u00fccksicht auf die Bodenpflege ist indessen nicht der Grund daf\u00fcr, da\u00df man die jungen B\u00e4umchen so dicht pflanzt. Was will man denn erzielen? <strong>Eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Nutzholzmasse!<\/strong> Nutzholz liefert aber nur der Stamm. Jeder Baum, der nach allen Seiten frei steht, bildet schon ziemlich dicht \u00fcber den Boden eine umfangreiche Krone aus &#8211; ein Genu\u00df f\u00fcr das Auge des Naturfreundes -, ein Greuel f\u00fcr den Wirtschaftsbeamten, der nur den Nutzwert sch\u00e4tzt. Ihm mu\u00df es nicht auf die Ausformung der Krone, sondern auf die des Schaftes ankommen. Er wird daher zun\u00e4chst auf ein ausgiebiges H\u00f6henwachstum Wert legen m\u00fcssen, dann auf gleichm\u00e4\u00dfige Ausformung des Stammes. Die <strong>Kiefer<\/strong> geh\u00f6rt zu den sehr lichtbed\u00fcrftigen B\u00e4umen. Ihr Lichthunger erleichtert ihm seine Aufgabe. Die dicht gedr\u00e4ngt stehenden B\u00e4umchen schie\u00dfen f\u00f6rmlich in die H\u00f6he. Bald geraten die unteren Aeste in den Schatten der h\u00f6herstehenden oder der ihrer Nachbarn und sterben ab. So schreitet unter der rasch aufw\u00e4rtsstrebenden kleinen Krone das Absterben der \u00c4ste rasch aufw\u00e4rts fort. Die abgestorbenen Aeste bleiben am Stamm, bis sie nach einer Reihe&nbsp; von Jahren durch ihr eigenes Gewicht am Ansatzpunkte des Hebels, d. h. dicht am Stamm, abbrechen, ohne einen Altstummel zu hinterlassen, der mit einwachsen m\u00fc\u00dfte. W\u00e4hrend dieser ganzen Zeit wird der Jungwuchs einer straffen Erziehung unterworfen. Messer, Schere und S\u00e4ge treten in T\u00e4tigkeit. Alles Unw\u00fcrdige oder Sch\u00e4dliche mu\u00df r\u00fccksichtslos ausgemerzt werden. Sowohl das, was sich auf Kosten besserer Nachbarn zu breit macht, als das, was kr\u00fcppelhaft geblieben ist.<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff\">.<\/span><br \/>\n<em>Sobald die Schaft\u00e4ste bis zur gew\u00fcnschten Baumh\u00f6he abgestorben sind, setzen die eigentlichen Durchforstungen ein, das ist etwa zwischen dem 30. und 50. Lebensjahre. Alles Tote, alles Unterdr\u00fcckte und schlie\u00dflich alles, was mit seiner Krone im Wipfelmeer untertauchen will, wird herausgeschlagen. Auch die von starken Nachbarb\u00e4umen eingeengten schlanken, vom Winde zwischen den Kronen hin- und hergeworfenen B\u00e4umchen sind vom \u00dcbel. Zu enge Gruppen werden aufgel\u00f6st, minderwertige St\u00e4mme beseitigt. Bei alen diesen Ma\u00dfnahmen achtet man darauf, da\u00df der Bestandesschlu\u00df gar nicht oder doch h\u00f6chstens f\u00fcr ganz kurze Zeit unterbrochen wird. Nun kann etwa mit dem 50. Lebensjahre die Durchlichtung einsetzten. Das Ziel der Forstwirtschaft ist von jetzt ab m\u00f6gliche Vermehrung der Schaftholzmassen. Das l\u00e4\u00dft sich nur erreichen, wenn man die Kronen frei stellt, ihnen Gelegenheit gibt sich auszubreiten, ihr Blattwerk zu vermehren und damit reichlicher zu assimilieren. <\/em>[F\u00fcr den weiteren Zeitraum geht es darum, denn Schaftumfang zu erh\u00f6hen, Ziel:]<em> Die waldbaulichen Ma\u00dfnahmen bezwecken, das Verh\u00e4ltnis zwischen Schaft-, Kronen- und Wurzelmasse ganz nach den Bed\u00fcrfnissen zu regeln.&#8220;<\/em><\/div>\n\t\t\t<\/div><\/div>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>1950<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=583\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schmook<\/a>, Seite 7 und 8 (\u00fcber die Zeit von 1929-33)\n<div>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">&#8222;<em><em>Dabei war der Boden durchaus nicht so schlechzt, als er angesehen und gemacht wurde: Auf m\u00e4chtigen Lehm- und L\u00f6\u00dfschichten lagerten Kies und Sandd\u00fcnen von verschiedenen M\u00e4chtigkeit. L\u00e4ngs der Autobahn (Avus) zeugten noch vereinzelte m\u00e4chtige Eichen und Buchen von verschwundener Pracht. Und hier und da im Reviere fanden sich noch einzelne Eichen- und Buchenst\u00e4mme, manche riesigen St\u00fcmpfe, die beweisen, da\u00df nicht nur k\u00fcmmerliche <strong>Kiefern<\/strong> auf diesem Boden zu wachsen imstande waren.<\/em><\/em><\/p>\n<p><em>Und ebenso m\u00fchevoll, im Kampfe gegen Publikumsunvernunft und gegen wilde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaninchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kaninchen<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hasen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hasen<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rehe<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Damhirsch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Damwild<\/a> <span style=\"text-decoration: underline\">wurde damals von mir mit<\/span> beschr\u00e4nkten Mitteln <span style=\"text-decoration: underline\">der Unterbau der verlichteten Kiefernbest\u00e4nde mit Laubh\u00f6lzern begonnen. Das gelang noch am besten in dem reh- und dammwildfreien Teile Dachsberg,<\/span> vom \u00fcbrigen Revier durch die Avus geschieden, <span style=\"text-decoration: underline\">als dieses zum Hundeauslaufgebiet erkl\u00e4rt wurde<\/span> im Entgegenkommen gegen die hundesteuerzahlenden B\u00fcrger der Stadt. Denn als tagt\u00e4glich ganze Meuten sich dort auszutoben begannen, verzogen sich Hasen und Kaninchen, die sonst immer trotz aller Z\u00e4une die jungen Laubholzkulturen unter der Schere zu halten pflegten&#8230;<\/em><em>&#8222;<\/em><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>1957<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Behm<\/a>, Seite 9-10:\n<div>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"attachment noopener wp-att-8733 noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-8733 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte-101x150.jpg\" alt=\"1957 Behm Seite 11 Bodenkarte\" width=\"101\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte-101x150.jpg 101w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte-201x300.jpg 201w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte-768x1146.jpg 768w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte-686x1024.jpg 686w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte-400x597.jpg 400w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1957-Behm-Seite-11-Bodenkarte.jpg 1072w\" sizes=\"auto, (max-width: 101px) 100vw, 101px\" \/><\/a>&#8222;&#8230;<em>B\u00f6den dieser Art <\/em>[wie im Grunewald]<em> sagen unserer gen\u00fcgsamen Kiefer zu und erkl\u00e4ren deren naturgegebene Vorherschaft im Bereich der sonstigen Waldgeh\u00f6lze. Das Beispiel der Kiefer lehrt uns, da\u00df jede Baumart eine besondere Bodenbeschaffenheit bevorzugt, sich dieser anpa\u00dft und hier am besten gedeiht<\/em>&#8230;.&#8220;<\/p>\n<p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>1941<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=9143\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Generalbauinspektor<\/a>\n<div>\n<div>\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Von seiner urspr\u00fcnglichen Gr\u00f6\u00dfe hat er im Laufe der Jahre viel verloren. Auch hat seine Sch\u00f6nheit in den Jahrhunderten stark gelitten. Heute zeugen nur noch wenige alte Eichen \u2013 die meisten davon sind Baumruinen \u2013 von seinem fr\u00fcheren Bestand, der erst vor zweihundert Jahren der reinen Kiefernkultur weichen mu\u00dfte. Mit den Kiefern kam das quadratische Schneisennetz, das als Wegenetz f\u00fcr die Bewirtschaftung des Forstes wohl geeignet ist, nicht aber f\u00fcr den Ausflugsverkehr. Die zweihundertj\u00e4hrige Kiefern-Alleinherrschaft hat den Boden so stark zugesetzt, da\u00df er sich heute weigert, neue Nahrung zu geben. Gleichzeitig war er auch nicht mehr in der Lage, den immer st\u00e4rker werdenden Anforderungen seiner Besucher gerecht zu werden. \u00dcberall zeigen sich die Sch\u00e4den durch Zerst\u00f6rung der Oberfl\u00e4che und des Pflanzenwachstums. Seine \u00fcberm\u00e4\u00dfig starke Besetzung durch Wild (achtmal mehr als reichs\u00fcblich) verhindert die nat\u00fcrliche Ansamung und den Nachwuchs von Laubgeh\u00f6lz. Es gibt Tausende von zwanzig- bis drei\u00dfigj\u00e4hrigen Eichen, die durch j\u00e4hrlichen Wildbi\u00df kaum eine H\u00f6he von einem halben Meter erreicht haben. Diese M\u00e4ngel entschlo\u00df sich der Generalbauinspektor bei der \u00dcbernahme seines Amtes im Jahre 1937 abzustellen&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die am weitesten gehende und \u00fcber eine lange Zeit sich erstreckende Ma\u00dfnahme aber ist die Umgestaltung des Kiefernforstes zu einem Mischwald, gleichzeitig ist sie die Voraussetzung f\u00fcr die wirksame Durchf\u00fchrung der anderen Ma\u00dfnahmen. Denn was h\u00e4tte es f\u00fcr einen Sinn, R\u00e4ume, Freifl\u00e4chen, Ausblicke zu schaffen in einem sterbenden Wald! Da\u00df auf dem Sandboden mit zum Teil sehr tief liegendem Grundwasser (zwischen 15 und 60 Meter) andere B\u00e4ume als nur Kiefern gedeihen, beweisen einmal die Ergebnisse der Bodenuntersuchung, dann die Kenntnis von dem fr\u00fcheren Mischwald auf dem Boden des Grunewaldes, und au\u00dferdem beweist es auch der gegenw\u00e4rtige Baumwuchs an bestimmten, von Mensch und Tier besonders geschonten Gebieten, wo durch Samenausflug nach und nach ein gesunder und lebensf\u00e4higer Laubunterwuchs entstanden ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chen geben die Vorrausetzung f\u00fcr einen trockenen, kiefernreichen Eichen-Birken-Wald, die Niederungsgebiete f\u00fcr einen feuchten Eichen-Hainbuchen-Wald sowie Erlen- und Birkenbruchwald.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Zur Vorbereitung dieser Ma\u00dfnahmen ist bereits eine gro\u00dfe Baumschule im Grunewald angelegt, die schon heute beinahe eine Million Eichen, Birken, Hainbuchen usw. enth\u00e4lt. Die Pflanzen wurden durchweg aus dem Grunewald gewonnen oder aus im Grunewald geerntetem Samen herangezogen. Als Vorbereitung der beabsichtigten Unterpflanzungen werden die Pflegehiebe gesteigert, Jungh\u00f6lzer fr\u00fcher als sonst \u00fcblich durchgeholzt, vorhandene Laubb\u00e4ume weitgehend freigelegt. Die forstwirtschaftlichen Gesichtspunkte werden in Zukunft nur so weit gelten, als sie im Einklang zu bringen sind mit einem der Berliner Bev\u00f6lkerung dienenden Waldpark.<\/em><\/p>\n<p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/li>\n<li><strong>1981<\/strong> Prof. Dr. F. Riecke, Wanderkarte RV<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1981-RV-220-Riecke-Berliner-Kiefern.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"307\" class=\"alignnone wp-image-185\" title=\"1981 RV 220 Riecke Berliner Kiefern\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1981-RV-220-Riecke-Berliner-Kiefern.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1981-RV-220-Riecke-Berliner-Kiefern.jpg 640w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1981-RV-220-Riecke-Berliner-Kiefern-150x71.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1981-RV-220-Riecke-Berliner-Kiefern-300x143.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/1981-RV-220-Riecke-Berliner-Kiefern-400x191.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #ffffff;\"><strong>.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #ff0000;\"><strong>BARSCHSEE<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine sehr m\u00e4chtige Kiefer befindet sich auf dem Rundweg (ehemaliger Reiterweg, seit 2015 &#8222;Wald-Klima-Pfad&#8220;) am <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=728\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Barschsee<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4060\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>PICHELSWERDER<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige sch\u00f6ne Kiefern stehen auf der <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4809\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">S\u00fcdspitze<\/a> der Anh\u00f6he von <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=4060\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pichelswerder<\/a>. Von dort hat man auch einen sch\u00f6nen Ausblick \u00fcber die Breite See nach Schildhorn und die Gatower Unterhavel.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=2357\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>SCHILDHORN<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufmerksamen Waldbesuchern f\u00e4llt sofort die Kiefer an der ehemaligen Dampfer- und F\u00e4hrstation bei <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=2357\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schildhorn<\/a> ins Auge. Allerdings hat die Standortoptik dort sehr unter den 2011 und 2012 stattfindenen Bauarbeiten gelitten, wobei leider der Ufer-Sandweg durch eine furchtbare Stein-Sch\u00fcttung ersetzt und das Gel\u00e4nde ziemlich umgepfl\u00fcgt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Grunewald-Kiefer: 1902 Berdrow, Seite 29\/30: 1926 Schneider, Seiten 26\/27: 1927 Wolter\/Sommer\/Klotz, Seite 8-19 (Auszug): 1950 Schmook, Seite 7 und 8 (\u00fcber die Zeit&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":138,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-fullwidth.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"iawp_total_views":48,"footnotes":""},"class_list":["post-184","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=184"}],"version-history":[{"count":86,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/184\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41490,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/184\/revisions\/41490"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/138"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/forst-grunewald.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}