{"id":1150,"date":"2012-06-27T22:54:37","date_gmt":"2012-06-27T22:54:37","guid":{"rendered":"http:\/\/forst-grunewald.de\/wordpress\/?page_id=1150"},"modified":"2025-06-28T16:34:27","modified_gmt":"2025-06-28T15:34:27","slug":"teufelsfenn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1150","title":{"rendered":"Teufelsfenn"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1197\" aria-describedby=\"caption-attachment-1197\" style=\"width: 576px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-06-29-Posfenn-Teufelsfenn-DSC-097-klein.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-1197\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-06-29-Posfenn-Teufelsfenn-DSC-097-klein.jpg\" alt=\"Querriegel zwischen Teufelsfenn und Postfenn\" width=\"576\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-06-29-Posfenn-Teufelsfenn-DSC-097-klein.jpg 1000w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-06-29-Posfenn-Teufelsfenn-DSC-097-klein-150x112.jpg 150w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-06-29-Posfenn-Teufelsfenn-DSC-097-klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/forst-grunewald.de\/wp-content\/uploads\/2012-06-29-Posfenn-Teufelsfenn-DSC-097-klein-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1197\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;\">Querriegel zwischen Teufelsfenn und Postfenn<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Das Teufelsfenn liegt zwischen dem <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1111\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Postfenn<\/a> und dem Teufelssee. Ebenso wie das Postfenn, ist es von einem einfachen Astzaun umgeben. Wenn wir das Postfenn und das Teufelsfenn umliefen, haben wir daher immer von der sogenannten &#8222;Zaunrunde&#8220; gesprochen. W\u00e4hrend sich das Postfenn gut zum lockeren Umlaufen eignet, habe ich am Teufelsfenn gerne schnelle Laufeinheiten absolvieren (aber Vorsicht: Wurzelwerk!) und an der Badewiese des Teufelssees dann Gehpausen einlegen lassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Vom Postfenn ist es durch einen der im Grunewald typischen <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=689\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Querriegel<\/a> abgetrennt (Wolter, Sommer, Klotz 1927: \u201c<em>Wir \u00fcberschreiten die breite Sandschwelle, die das Postfenn vom Teufelssee trennt<\/em>\u201c). Was von den Fu\u00dfwegen zwischen dem Post- und dem Teufelsfenn aus nicht sichtbar ist: Dort befindet sich ein sehr sch\u00f6n ausgeformtes, l\u00e4ngliches Strudelloch. Dieses Loch wird in den Karten und sonst wo nicht erw\u00e4hnt, obwohl es mir wichtig erscheint, denn es belegt eine ehemalige Beziehung zwischen den beiden Fennen als Bestandteil des <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=689\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Grunewaldgrabens<\/a>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Das Teufelsfenn und den Teufelssee trennt ein gro\u00dfer Damm, an dessen Ende sich jedoch ein schmaler Durchfluss befindet. Dort ist erkennbar, dass Wasser langsam vom Teufelsee in das Teufelsfenn fliesst. Vermutlich deshalb, weil dem Teufelssee \u00fcber ein Pumpsystem j\u00e4hrlich 200.000 Kubikmeter Wasser zugef\u00fchrt werden und ein Teil dieses Wasser dann auch ins Fenn abflie\u00dft<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">Besonders auff\u00e4llig ist das im Fenn stehende Birkenstangenw\u00e4ldchen, welches man vom dem Rundwanderweg aus gut sehen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>1894<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fontane<\/a>, Seiten 21 und 22:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><em>\u201cLinks vom Wege, gleich hinter den Wasserwerken <\/em>(am Teufelssee)<em>, bemerken wir das sumpfige Teufelsfenn und einige Schritte weiter eine gro\u00dfe Futterstelle f\u00fcr das Wild. Im Winter kann man hier Rudel von mehreren hundert St\u00fcck Dammwild antreffen, die sich bei unserem Vor\u00fcbergehen nur langsam zur\u00fcckziehen, um gleich darauf der Futterstelle wieder zuzueilen. Nach weiteren 5 Minuten, am Postfenn (nach der nahen Poststra\u00dfe so benannt), bei der riesigen Eiche links am Wege, leiten uns die Wegweiser \u00fcber die <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=1267\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Russenbr\u00fccke<\/a> rechts die breite Spandau-Zehlendorfer Poststra\u00dfe hinan. Diese alte, von pr\u00e4chtigen, schattenspendenden Baumriesen eingefa\u00dfte Verkehrsstra\u00dfe verlassen wir nicht mehr,\u2026\u201d<\/em><\/div>\n\t\t\t<\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>1902<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=676\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berdrow<\/a>, Seite 50:<\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">&#8222;<em>Am Ostrande des Teufelsfenns, mit einem Blick auf die bis zu 90 Fu\u00df \u00fcber den Wasserspiegel ansteigenden H\u00f6hen, entlang wandernd, erreichen wir die gastliche Behausung des Forstwarts, der unsern schmachtenden Kehlen mit allerlei Erquickendem zu Hilfe springen kann.<\/em>&#8222;<\/div>\n\t\t\t<\/div><\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>1927<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/wordpress\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolter\/Sommer\/Klotz<\/a>, Seiten 21 &#8211; 24:<\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\"><em>&#8222;Wir \u00fcberschreiten die breite Sandschwelle, die das Postfenn vom Teufelssee trennt. Es ist g\u00e4nzlich trocken. In dem Teile, den wir zuerst betreten hat man gleich am Rande Torf gewonnen&#8230; Stellenweise ist der Torf ganz abgehoben&#8230; Wir haben es also&#8230;mit einer Vertiefung im Gel\u00e4nde zu tun, wie es deren in dem ganzen Grunewaldgraben unz\u00e4hlige gibt; nur sind sie nicht alle so gro\u00df und so tief&#8230; an der tiefsten Stelle des Beckens&#8230; und das ist die Tiefe zu 8,2 m gemessen worden&#8230; Allm\u00e4hlch ergreift die Pflanzenwelt wieder Besitz von dem kahlen Boden&#8230; nassen Torfschlamm&#8230;&nbsp;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seggen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seggen<\/a> und&nbsp;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Binsen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Binsen<\/a> bilden gro\u00dfe Rasen. Besonders zahlreich ist Birkennachwuchs&#8230;&#8220;<\/em> [Anmerkung: Der Name &#8222;Teufelsfenn&#8220; wird nicht benannt. Die Beschreibung ist zwar recht umfangreich und detailliert, allerdings erfolgt keine Trennung von Teufelsfenn und Teufelssee.] &#8222;<em>Wir verlassen jetzt den Teufelsseekessel..<\/em>.&#8220;<\/div>\n\t\t\t<\/div><\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>1974<\/strong> <a href=\"https:\/\/forst-grunewald.de\/?page_id=361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wille<\/a>, Seite 42:<\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\"><div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">Spoiler<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">&#8222;<em>W\u00e4hrend der Teufelssee mit seinen Verlandungszonen noch eine relativ gro\u00dfe Zahl an <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Binsen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Binsen<\/a>&#8211; und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seggen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seggen<\/a>best\u00e4nden aufweist, hat das Moor starke einbu\u00dfen erlitten. Vom benachbarten Wasserwerk wurde n\u00e4mlich im Jahre 1954 zur Vermeidung der Grundwasserabsenkung Sp\u00fclwasser zugef\u00fchrt, wobei das Gebiet bis zu 50 cm \u00fcberflutet wurde. Die Auswirkungen waren betr\u00e4chtlich. Gro\u00dfe Pflanzenbest\u00e4nde gingen ein, und zahlreiche Tierarten mu\u00dften ihren angestammten Biotop verlassen. Dadurch wurde die Vegetation und die Tierwelt empfindlich gest\u00f6rt, ein Umstand, der gerade f\u00fcr Berliner Verh\u00e4ltnisse die Priorit\u00e4t des Landschaftsraumes gegen\u00fcber den Besiedlungszonen stark beeinflu\u00dft hat.<\/em>&#8222;<\/div>\n\t\t\t<\/div><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Teufelsfenn liegt zwischen dem Postfenn und dem Teufelssee. Ebenso wie das Postfenn, ist es von einem einfachen Astzaun umgeben. 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