Turminnere

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Herr Harry Nehls hat 1999 über das Innere des Turms folgendes geschrieben:

„Das rustikale Turmmauerwerk besteht aus überwiegend unbehauenen (Rüdersdorfer?) Kalksteinblöcken, einigen Granitsteinen und rötlichen, normalformatigen Industrieziegeln (28,5 x 13,5 x 8,5 Zentimeter), die durch Kalkmörtel verbunden sind. Zwei der Ziegel tragen einen Stempel (51/A 1), der vom Schriftduktus gut in die Zeit um 1914 paßt….
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Auffällig ist der unter Verwendung von überwiegend roten Industrieziegeln sowie vereinzelten, behauenen Kalk- und schwarzen Granitsteinen recht sorgfältig gestaltete Portalbereich mit seinen beiden Anten und dem besagten Segmentbogen. Rechter Hand befinden sich die erwähnten, mit Stempel versehenen Ziegel. Gänzlich verschwunden ist die Tür, über deren Aussehen nichts Näheres bekannt ist. Übriggeblieben sind lediglich zwei eiserne, in das rechte Mauerwerk eingelassene Türangeln, von denen die obere mit gelber Farbe besprüht ist. Die heute verschüttete Türschwelle, die vom Verfasser partiell freigelegt wurde, besteht ebenfalls aus roten Industrieziegeln, ebenso das unverputzte Gewände des Turminneren mit seiner eingezogenen Betondecke….
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Das Äußere des Turmes ist mit Graffiti übersät, auch das Hauptrelief. Am schlimmsten betroffen ist das Turminnere, das von einigen Zeitgenossen als WC und Mülldeponie »genutzt« wird. Fußballfans haben mit schwarzer Farbe auf das leicht gewölbte Flachdach des Turmes »HERTHA« aufgesprüht.“
2014-06-18 DSC04603 klein

Ebenfalls rote, historisierende Kicrhenziegel mit einer Höhe von ca. 8 cm?

Ich war am 18. Juni 2014 wieder am Turm und wollte mit Timmy eigentlich nur unten am Wasser spazieren gehen. Der Zufall wollte es, dass sich eine der Latten am oberen Ende gelöst hatte (scheinbar nur verklebt), so habe ich die Gelegenheit genutzt und einen Arm in das Innere gehalten und mehrere Aufnahmen gemacht. Wie Herr Nehls es 1999 beschrieben hat, besteht das Turminnere aus Industrieziegeln. Ich hatte das bisher schlichtweg überlesen und darum hier deswegen etwas herumgerätselt.

Leider sind die Aufnahmen nicht optimal, die Innenwände sind mit Graffiti und weißen Farb- und/oder Putzresten (doch ?) versehen. Einige Ziegel sind aber frei davon und sehen im Blitzlicht kräftig rot bis hellrot  aus und erinnern mich in der Tat an die Ziegelsteine an der St. Marien-Kirche, welche ich dort im hellen Sonnenlicht gesehen habe. Von den Ziegeln sind die Stirnseiten zu sehen und sie scheinen das gleiche historisierende Kirchenformat wie der „51/A1“ und die anderen Außenziegel zu haben, bzw. auch wie die Ziegel an der St. Marien-Kirche.

Da ich den zweiten Ziegelstein mit dem Stempel „51/A1“ nicht auf den Bildern entdecken konnte, frage ich mich, wo er sich den nun befindet oder abgeblieben ist?

Außerdem ist mir heute erstmals aufgefallen, dass der Turm scheinbar eine kleine Zwischendecke hat.

Einige Bilder vom Turminneren:

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