Strandbad-Wannsee

Der Strand am Ostufer des Wannsees, sehr beliebt war hier der “Rohrgarten”, wurde mit Beginn der stetigen Industrielaisierung Berlins und der damit zwischen 1880 und 1910 verbundenen Verdoppelung der Einwohnerzahl von der Berliner Bevölkerung als Badestelle genutzt, was staatlicherseits völlig vergeblich versucht wurde zu unterbinden. Auf Initiative des Sozialdemokratischen Landrates Ernst von Stubenrauch (Schreiben vom 09. September 1906 an den Regierungspräsidenten von Potsdam) und des Schöneberger Kaufmanns Rudolf Hensel (Petitionsschreiben mit Unterschriftenliste vom 28. September 1906 an von Stubenrauch) konnte erreicht werden, dass eine etwa 200 Meter lange Uferstrecke am Wannsee als öffentliche Badestelle bezeichnet wurde.

Die erste Saison für das Freibad Wannsee begann dann am Mittwoch, den 08. Mai 1907. Am vierten Sonntag nach der “Eröffnung”, also am 02. Juni 1907, sollen mit der Eisenbahn 220.000 Menschen zum Freibad hinausgefahren sein. Die organisatorische und bauliche Entwicklung des Bades verlief über die weiteren Jahrzehnte wechselhaft. Die noch heute vorhandenen baulichen Anlagen wurden in ihrer ursprünglichen Form am 19. September 1930 fertiggestellt.

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