Baumaterialtransport

Wurde das Baumaterial für das Jagdschloss über die Grunewaldseenkette herbeigeschafft?

1902 Berdrow, Seite 27/28 über das (ehemalige) Rückfenn am Schlachtensee:
So schwebte z. B. der Schlachtensee um die Mitte des XIX. Jahrhunderts in Gefahr, an seiner schmalsten Stelle durch das auf unsern heutigen Grunewaldkarten wieder verschwundene “Rückfenn” – der Name deutet vielleicht auf den Sandrücken, der das Fenn trug – in zwei Wasserbecken zerlegt zu werden. Wie schnell diese Veränderungen vor sich gehen, erhellt auch aus der Angabe, daß die Grunewaldrinne noch um 1540 zum Transport des Baumaterials, aus dem Joachim II. sein Jagdschloß errichten ließ, gedient haben soll.
1907 Wahnschaffe, Seite 16, Fußnote 1:
“Die alte Angabe, daß zum Bau des Jagdschlosses Rüdersdorfer Muschelkalk auf dem Wasserwege hierher transportiert worden sei, kann nur so verstanden werden, daß die Kalksteine von Rüdersdorf auf der Spree, vielleicht auch bis in die Havel zu Schiff an eine Ablagestelle gebracht worden sind, denn die Annahme einer zusammenhängenden, für Kähne befahrbaren Rinne im Verlaufe der Grunewaldseen in historischer Zeit ist mir den geologischen Verhältnissen nicht in Einklang zu bringen.
1927 Wolter/Sommer/Klotz, Seite 37:
Wenn erzählt wird, daß die Kalksteine zum Bau des Jagdschlosses Grunewald auf dem Wasserweg herangebracht worden seien, so kann es nur so gemeint sein, daß bis zur Havel dieser Weg benutzt wurde.

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