Eichkamp

Der Name Eichkamp leitet sich laut Wikipedia aus dem alten Flurnamen „Willmersdorffischer Eichelkamp“ ab.

Auch die Siedlung Eichkamp gehört zu jenen Gebieten des GruneWalds, die urbanisiert wurden. Allerdings wurde dort nicht hochherrschaftliche Villen, sondern kleinere Reihen- und Doppelhäuser erbaut. Also tatsächlich eine „Siedlung“. Wikipedia schreibt mit Stand 26.12.2019:

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde 1918 die Siedlungsgesellschaft Märkische Heimstätte gegründet. Vorkämpfer der in den 1890er Jahren entstandenen Heimstättenbewegung war Adolf Damaschke. Von der preußischen Landesregierung mit der Durchführung von Siedlungsprojekten gegen die herrschende Wohnungsnot betraut, vergab die Märkische Heimstätte den Auftrag zur Planung der Siedlung Eichkamp an Max Taut. Die ersten Planungen umfassten ein wesentlich größeres als das schließlich bebaute Areal. Die ersten ab 1920 fertiggestellten Häuser waren aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg mit Hühnerstall und Speicher für eine weitgehende Selbstversorgung der Bewohner eingerichtet. Waren die ersten Häuser noch als Reihenhäuser errichtet worden, so wurden mit sich bessernder wirtschaftlicher Situation bald Doppelhäuser typisch für den weiteren Ausbau der Siedlung.

Heute ist die Siedlung ein gefragtes und teures Wohngebiet. Fast unmöglich, sich dort ein Haus zu kaufen. Gelegen am Waldrand, mitten in der Stadt, aber auch nahe dem Messegelände und der AVUS.

Aktuelles:

  • News des Siedlervereins Eichkamp e. V.

 

Den Namen Eichkamp trägt heute aber nicht nur die Siedlung, sondern auch die Revierförsterei Eichkamp. Das dazugehörige Forsthaus im Jagen 55 wurde 1914 wegen dem Bau der AVUS auf seinen heutigen Standort im Jagen 56 – Eichkampstraße 166 – verlegt.

Historisches:

  • 1926 Schneider, Seiten 25:
    Lesen:
    „Wenn man früher vom Westausgang des Bahnhofs den Grunewald betrat, so bot sich ein unerfreulicher Anblick. Da war kein Weg mehr vom Walde zu unterscheiden, sondern alles war Weg. Die Tausende, die von dieser Quelle aus den Wald überfluteten, hatten alles zertrampelt und zertreten, indem jeder versuchte, seinen eigenen besseren Weg neben dem ausgetretenen zu gehen. Man konnte so recht am Wege ablesen, was es für einen Wald bedeutet, Lieblingsausflugsort einer Millionenstadt zu sein, zugleich auch, wie sinnlos der Mensch die Natur, in der er Erholung sucht zerstört, wenn in Massen auftritt. Das ist heute doch um vieles besser geworden. Ein guter Weg, der breit genug ist, lockt die Ausflügler, auf ihm zu bleiben; Baumschulen, die von Drahtzäunen umgeben sind, verhindern ein Abweichen. Wenn es auch nicht angenehm ist, zwischen Drahtzäunen zu wandern, so ist es doch besser als der frühere Zustand; außerdem gilt es nur für den gefährdeten Zugang.“