Eichkamp

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  • 1926 Schneider, Seiten 25:
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    „Wenn man früher vom Westausgang des Bahnhofs den Grunewald betrat, so bot sich ein unerfreulicher Anblick. Da war kein Weg mehr vom Walde zu unterscheiden, sondern alles war Weg. Die Tausende, die von dieser Quelle aus den Wald überfluteten, hatten alles zertrampelt und zertreten, indem jeder versuchte, seinen eigenen besseren Weg neben dem ausgetretenen zu gehen. Man konnte so recht am Wege ablesen, was es für einen Wald bedeutet, Lieblingsausflugsort einer Millionenstadt zu sein, zugleich auch, wie sinnlos der Mensch die Natur, in der er Erholung sucht zerstört, wenn in Massen auftritt.Das ist heute doch um vieles besser geworden. Ein guter Weg, der breit genug ist, lockt die Ausflügler, auf ihm zu bleiben; Baumschulen, die von Drahtzäunen umgeben sind, verhindern ein Abweichen. Wenn es auch nicht angenehm ist, zwischen Drahtzäunen zu wandern, so ist es doch besser als der frühere Zustand; außerdem gilt es nur für den gefährdeten Zugang.“