Bürger-Petition: Aufhebung des Hundeverbots am Schlachtensee/ Krumme Lanke

P E T I T I O N

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf: Aufhebung des Hundeverbots am Schlachtensee/ Krumme Lanke

Hier direkt unterzeichnen:

Online Petition Nr. 1 seit 14.01.2015 bei AVAAZ

Wieder soll den Hunden und ihren Besitzern eine der sowieso schon zu wenigen Möglichkeiten des Freilaufs genommen werden, schlimmer noch: nicht einmal mit Leine sollen unsere geliebten Vierbeiner an die Krumme Lanke und den Schlachtensee dürfen (an deren grunewaldabgängigen Seiten sowieso bereits Leinenzwang besteht!). Durchgesetzt von Frau Christa Markl im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und geltend gemacht ab April/Mai 2015.
Die haltlose Begründung: Die Hunde seien eine Gefahr für badende Kinder (es gab keine aktenkundigen Vorfälle die diese Aussage untermauern !!!) und zu dem würden sie die Gewässer verschmutzen.
Wir bitten um die Aufhebung dieser Neuerung (Hundeverbot an den Uferwegen/Badestellen der bislang zum Hundeauslaufgebiet gehörenden Uferseiten)

 

=====

Weitere Informationen auch bei facebook: hier.

sowie

www.hundeamschlachtensee.berlin

mit einer weiteren Online-Petition:

Online Petition Nr. 2 seit 27.01.2015 bei OPENPETITION

Aufhebung des Hundeverbots am Schlachtensee/Krummen Lanke & Problemlösung im Sinne aller Betroffenen
Hundehaltern sollen mit Ihren Hunden weiterhin die Uferwege der Seen betreten dürfen!
Mit dem Beschluss des Bezirksamts Steglitz – Zehlendorf (20150113 VzK Beschluss Nr. 907 Drs.1318) wird ab 15.05.2015 de facto allen Hundebesitzern der Zugang zum Schlachtensee und der Krummen Lanke verboten.
Den Ausgang mit dem Hund an den Uferwegen des Schlachtensee und der Krummen Lanke auch an der Leine zu verbieten entspricht de facto einem Verbot für den Hundehalter persönlich!
Die Begründungen dafür sind teilweise sachlich falsch, einseitig oder unvollständig und bislang in keiner Weise für die Öffentlichkeit nachvollziehbar belegt.
Da es bislang keinerlei öffentliche Diskussionen oder gar Beteiligung an dem Prozess gab, wurden Alternativen, die den berechtigten Teil der Begründungen vollständig genüge tun, nicht hinreichend in Erwägung gezogen.
Wir fordern eine Aussetzung des Beschlusses, einen offenen Dialog mit der Politik, Erörterung alternativer Lösungen und einen Beschluss, der die Interessen aller Betroffenen berücksichtigt.
Begründung:
An dieser Petition kann und sollte sich jeder Bürger beteiligen, der für ein friedvolles und verständnisvolles Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Interessen steht.
Die jetzt entfachte öffentliche Diskussion verläuft stark polarisiert. Es besteht die Gefahr, dass durch die Spaltung in die Parteien: „Für Hundeverbot“ und „Gegen Hundeverbot“ zwei Interessengruppen gegeneinander aufgebracht werden, statt eine Lösung für ein friedliches Miteinander zu finden.
Dies bei der Politik einzufordern ist das Recht eines jeden Bürgers und dafür stehen die Verfasser dieser Petition.
Wer mehr über die Hintergründe, die Fakten und Entscheidungsgrundlagen und unsere alternativen Vorschläge, die das berechtigte Interesse aller Betroffenen berücksichtigen, wissen will, der kann diese erhalten auf unserer Website:
www.hundeamschlachtensee.berlin
Im Namen aller Unterzeichner/innen.
Berlin, 27.01.2015 (aktiv bis 26.03.2015)

 

=====

Siehe auch: Bürgerinitiative „Berliner Schnauze

=====

 

Promblemübergreifend folgendes Argument des Tierschutzvereins Berlin in „„Einseitiges“ Hundeverbot am Schlachtensee“ vom 03.02.2015:

„Wichtig wäre es, den Druck von den Hundeauslaufgebieten im Südwesten Berlins zu nehmen, indem auch in anderen Bezirken endlich größere Hundeauslaufgebiete eingerichtet werden. Dann gäbe es die Probleme in dem genannten Bereich nicht“, sagt Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin…“

Und vermutlich wäre es auch richtig hier das Bundesland Brandenburg mit einzubeziehen.

Der Bedarf dafür ist schließlich nicht zu übersehen.

 

Weiterführend:

Grunewaldsee: Wasserqualität

Seit 2003 besteht im Grunewaldsee ein Badeverbot. Schuld sind nach einem Artikel in der Berliner Morgenpost vom 19.09.2003 jedoch nicht die Hunde, sondern: „Auch der Grunewaldsee werde bei starken Regengüssen über die Zuflüsse aus Diana- und Hundekehlensee sowie den Hundekehlegraben zu stark mit Schadstoffen und Bakterien angereichert.“ Laut einem Artikel im Tagesspiegel vom 23.05.2004 wurde dann ein Badeverbot verhängt, weil Bußgelder aus Brüssel drohten, und zwar in empflindlicher Höhe: „Für jeden Tag, den die Verschmutzungen über den Maximalwerten liegen, könne Brüssel ein Bußgeld in fünfstelliger Höhe gegenüber der Bundesregierung verhängen, das diese sicherlich an Berlin weiterreichen werde, sagte der Sprecher des zuständigen Landesamtes für Gesundheit und technische Sicherheit (Lagetsi), Robert Rath…“ Das generelle Badeverbot hatte dann zur Folge und bot den Vorteil, dass seitdem der Senat den Verschmutzungsgrad des Grunewaldsees nicht mehr regelmäßig prüfen und die Werte nach Brüssel melden muss.

 

 

 

31 Kommentare

  • psack

    Ich denke ein Hundeverbot ist angemessen. Jahrelang wird hier von hunderten Hundebesitzern die Kotung ihres Tieres „vergessen“.
    Die Rücksichtslosigkeit gegenüber Kinder und Badenden ist dabei unglaublich.

    • A.

      Es geht nur darum, den See als EU-Gewässer deklarieren und entsprechende Gelder abgreifen zu können. Dazu werden mal wieder Kinder instrumentalisiert und die Hunde und ihre Menschen als Umweltverschmutzer diskriminiert. Wenn man sich den ganzen Müll im Sommer ansieht, der kommt wohl kaum von den Hunden. Die ins Wasser pinkelnden, schwitzenden, lärmenden und grillenden Menschen machen den See unattraktiv, nicht die Hunde (die ja ohnehin nur an einer Seite des Sees frei laufen dürfen.

      • Tina B.

        Das denke ich auch. Es ist wirklich unglaublich, was hier getrieben wird. Sehr richtig und sehr wahr, was hier steht. Hundebesitzer wünschen sich seit langem Kotbehälter, die nicht aufgestellt wurden. Wir zahlen so viele Steuergelder als Hundebesitzer. Es ist mir nicht verständlich, was hier passiert.

  • G.Bethe

    Die Badestrände sehen im Sommer aus wie der Tiergarten!!!!!!!!!!!!!!
    Der Hund feiert keinen Woodstock am Wasser, grölt und randaliert nicht!!!!!!!!!!
    Wo bitte sind die Dixi-Toiletten für die Hinterlassenschaften der Menschen??????????????????
    Oberhalb der Strände sieht man überall die „Menschen Haufen“ mit ihren weißen Papiertaschentüchern!!!!!!!!!!!!!!!
    Letzten Sommer lagen bei 30 Grad am eingezäunten Ufer der K.L. 2 tote Füchse, anrufe haben nichts gebracht- ca` 2 Wochen lagen sie da und es hat keinen interessiert- oh wie lecker!!!!!

  • G.Bethe

    PS.: ich rede nicht von den Toiletten vom Parkplatz, denn die werden nicht von den Badegästen die am überliegenden Ufer benutzt. Und wer bitte schön erwähnt denn mal die vollgesch……. Windeln die in den Büschen liegen. Bestimmt Ökö!!??
    Also, Lasst doch mal alle die Kirche im Dorf oder hat hier eine Politikerin solch ein Geltungsbedürfnis, dass sie in ihren eigenen Reihen keine andere Aufgabe findet als Steuerzahlende ( wir zahlen Hundesteuer!!) Menschen das Leben schwer zu machen!!!

  • M. W.

    26. Januar 2015 at 12:04 · Reply

    … aufpassen ihr lieben Badenden, demnächst folgt natürlich dann noch das Badeverbot für alle, dann wird der Schlachtensee eingezäunt und Eintritt verlangt und Kinder dürfen an den Ufern dann auch nur noch an der Leine geführt werden …. und wenn man “die Geister ruft”.., schon sind die Hundehasser auf dem Vormarsch und legen Giftköder aus, ach Frau Markl, was tun Sie da so vielen Mitbürgern mit Ihren Hunden an, verjagen und kriminalisieren sie, wenn mal ein Hund ans und ins Wasser rennt und ich möchte sie auch nicht mehr am Schlachtensee sehen, wie vor 14 Tagen, als sie sich selbstherrlich am See als Retterin des Schlachtenesees positioniert hatten, einfach nur traurig…..M. W.

  • J. Hildebrandt

    Diese Regulierung, die sogar mit Strafen geahndet wird, wenn ein Mensch mit seinem Hund am See entlang geht, empfinde ich als einen Verstoß gegen die Menschenrechte. Lebe ich jetzt in Zehlendorf in einer Diktatur?

    J.H.

  • Erko Basmann

    Ich meine, dass die Regelung leider längst hätte erfolgen müssen. Wer mit offenen Augen und fair die Hundeauslauf-Situation an Schlachtensee und Krummen Lanke vor Augen hat, kann doch nicht ernsthaft wollen, dass es so wie bisher weiter läuft. Seitens des Bezirksamtes hätte man sogar schon viel eher reagieren müssen.

    Übrigens darf nicht vergessen werden, dass das Hundauslaufgebiet trotz der jetzt verfügten Einschränkungen riesig groß bleibt.

    Ich hoffe, dass auf der angekündigten Bürger/innen-Versammlung neben Emotionen auch viel sachliche und faire Diskussion möglich ist.

  • Kolyma

    Ja – das Hundeauslaufgebiet ist groß, wenn man es mit einem kleineren Hundeauslaufgebiet vergleicht. Wenn man aber bedenkt, dass der Hundehalter jeden, jeden, jeden Tag mit dem Hund in den Wald geht, dann kann man sich auch vorstellen, dass so ein Gebiet auf Dauer ganz schön klein wird. Und wenn man dann noch bedenkt, dass viele Hundehalter ja deshalb Hundehalter geworden sind, weil sie mit dem Hund das Hobby teilen, in den Wald zu gehen, dann kann man vielleicht verstehen, das es den Hundehalter ganz besonders schmerzt, wenn ihm sein Wald wieder ein bisschen kleiner gemacht wird. Und wenn ihm auch die schöneren Teile weggenommen werden – denn auch der Hundehalter schaut beim Spazieren gehen lieber auf einen See als auf die Avus.

    Es fällt mir schwer, die neue Verordnung nicht persönlich zu nehmen. Wenn sie wenigstens irgendeinen Kompromiss enthalten würde – etwa eine Beschränkung auf die Badesaison oder auf die Wochenenden oder auf die Badestellen, oder die Hunde wenigstens an der Leine am Seeufer gehen dürften und an irgendeiner Stelle trinken dürften…. Oder wenn es eine vernünftige Begründung gegeben hätte – dann könnte man darüber diskutieren. Aber so ist die Verordnung nichts anderes als ein willkürlicher Ausschluss eines Teiles der Spaziergänger, die den Ort besuchen wollen. Ich finde es sehr schwierig, mich an Verbote zu halten, die mir willkürlich und ausgrenzend vorkommen.

  • Odette El Ibiary

    verbietet doch gleich alles….so ist das Leben endgültig geregelt!

  • Uwe

    Entscheidend für die Sauberkeit der Grunewaldseen ist der Röhrichtbestand.

    Schlachtensee und Krumme Lanke weisen im Verhältnis zum Jahr 1953 noch immer einen geringen Bestand an Röhricht auf (Bericht Berliner Röhrichtschutzprogramm 2010, Seite 3).
    Schlachtensee 1953 = 2,36 ha / 2010 = 0,88 ha
    Krumme Lanke 1953 = 1,19 ha / 2010 = 0,37 ha

  • Jochen

    Das Beschämende an dem Verbot ist die verlogene Begründung.
    Was ist die Basis für die Verbotshandlung?

    Weder war die grüne Stadträtin in der Lage darzustellen, wieviel Bürger sich in der Vergangenheit wirklich über die Hunde am Schlachtensee beschwert haben, noch hat sie Bürger beim Verbot wirklich mit entscheiden lassen (der Bürgerdialog war eigentlich versprochen) und sie konnte auch keine belastbaren Daten für die echte Gefährdung durch Hunde (Parasiten o.ä.) für den Menschen präsentieren. Es gibt sie nämlich nicht.

    Starkes Regenwasser spült auch dann Unrat oder Mikroorganismen in Seen, wenn es im Umland keine Hundeauslaufgebiete gibt. Eine Mehrbelastung durch Hunde ist definitiv nicht seriös beweisbar. Gab es Messungen an Hängen, die stark von Regenwasser belastet sind und in einen See führen, aber keine Hundeauslaufgebiet sind, um eine mögliche Mehrbelastung durch Hunde untermauern zu können? Fehlanzeige.

    Allein das Gemotze von Wenigen verbunden mit den Fehlen von wissenschaftlichen Daten war Ihnen Basis genug, ein Verbot zu erlassen. Das ist Politik für und in der untersten Schublade. Nicht jede Spannung, nicht jeglicher Konflikt zwischen den Bürgern, kann durch Verbote reguliert werden.

    Die Verbots-Handlungen werden auch nicht dadurch besser, dass sie durch Halbwahrheiten flankiert werden; die leider auch durch prominente SPD Politiker Verbreitung finden. Anders als diese behaupten, rührt die Belastung des Grunewaldsees nicht von Hunden, sondern daher, dass man nicht willens oder unfähig war, die Zu- und Abläufe des Sees so zu regulieren, dass ausreichend frisches Wasser zuströmt. Auch gibt es seit Jahren keine Zufuhr von Frischwasser über das Grundwasser mehr, sondern nur noch über Regen. Über die Jahre ist der Wasserspiegel immer mehr gefallen; mit den entsprechenden ökologischen Folgen. Das ist die Ursache für die Situation am Grunewaldsee. Ob diese Situation durch das Hundeauslaufgebiet verstärkt wurde, ist fraglich. Wissenschaftliche Belege gibt es nicht. Dennoch behaupten mehrere SPD und Grüne Politiker in Berlin genau dies: der See sei wegen der Hunde ökologisch gekippt; so formuliert, ist das eine Lüge. Es ist schlicht falsch zu behaupten, dass die Situation am Grunewaldsee von den Hunden herrührt; niemals können ökologische Prozesse dieser Art monokausal erklärt werden. Aber darum geht es auch nicht; es soll nichts erklärt oder der Bürger eingebunden werden. Es geht wie so häufig: um ein Verbot.

    Es irritiert mich, wenn die Politik auf dieser Grundlage Verbote.

  • S.W.

    Es stellt sich schon die Frage ob das Antidiskriminierungsgesetz auch für Hundehalter gilt??? Da wird ein Teil der Bevölkerung ohne wenn und aber systematisch ausgegrenzt. Ist das keine Diskriminierung?
    Was den Hundekot betrifft: Es wäre hilfreich Mülleimer aufzustellen und zwar nicht nur am Schlachtensee. Die ganze Stadt ist verdreckt und zwar überwiegend von von Menschen produziertem Müll!

  • Matthias Grimm

    Dieser Beschluß ist vollkommen daneben. Das ist Enteigung eines großen Teils der Bevölkerung. Schauen Sie sich mal die Zahl der steuerzahlenden Hundebesitzer und mitlaufenden Familien und deren Freunde in Berlin an. Wenn diese Steuer nicht nur ein Abgreifen ohne Gegenleistung sein soll, machen Sie, verehrte Damen und Herren Gewählte, Ihre Arbeit auch für diesen Teil der Bürgerschaft. Ich zweifle die Grundlagen der Beurteilung an (Hygiene, Lärm, Angriffe). Das erlebe ich nicht – bisher kenne ich diese Gegend als ein eher Miteinander – bis auf die unvermeidliche Ärgernisse der hochfrequentierten Großstadtzonen. Im Sommer verursacht doch viel mehr die Partyzone Ufer mit dem hinterlassenen Müllbergen, gelegentlich rüpelnden Mountainbikern und Joggerkolonnen viel mehr Äufregung. Stellen Sie ordentliche Müllcontainer auf und eine Menge Müll, nicht nur Hundekacke, wird Ihr europäisches Wasser nicht mehr erreichen. Die meisten Hundebesitzer sind ja inzwischen so domestiziert, daß sie die Hinterlassenschaften ihrer kleinen Freunde ohnehin schön säuberlich eintüten.
    Aber auch da kann man doch eher miteinander reden als mit der Verbotskeule draufkloppen .
    Wir haben diese Gängelungsregiererei satt – ich bin mir nicht sicher, ob das volksvertretend sauber gehandhabt ist. Gibt es denn eine Statistik der Beschwerden und wer sich über was beschwert?
    Wo war die bürgernahe Diskussion? Aus der Zeitung kommt nur die unwiderrufliche Verkündung eines Willküraktes.
    Willkür und Amtsanmaßung schlagen sich immer in Wahlergebnissen wieder. Wollen Sie pegidaähnliche Stukturen und Wahlverweigerung, weil sich hier keiner mehr vertreten sieht außer als Mitläufer und Profiteur der Bondzenhierarchien? Politik ist Bürgersache. Also, Damen und Herren gewählte Volksvertreter, moderieren Sie den Bürgerdialog. Ist nicht einfach, aber einfach Ihr Job. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Haronitis

    Hunde haben noch nie am Schlachtensee gestört. Menschen schon eher.

  • Maria

    Jeder, der ein Kleinkind hat, weiß, dass es kaum irgendwo möglich ist, dieses „frei herumlaufen“ zu lassen. Soviel zum Thema Leinenzwang für Kinder. Den gibt es längst, verursacht durch die Hundehalter, deren Tiere sofort Witterung aufnehmen sobald sich ihnen eine Person auf Augenhöhe zeigt. Noch kein Hundebesitzer erlebt, der sein Tier dann so gut beobachtet hat und im Griff hatte, dass es sofort an der Leine gehen musste.

  • Elke Hildebrandt

    Die gestrige BVV-Sitzung war schon sehr niederschmetternd. Es wurde über die Badestellen am Südufer diskutiert, die wir als ständige Nutzer des Nordufers längst als leinenzwangpflichtig akzeptiert haben. Wer sich dort daneben benimmt, sind die „angereisten“ Badegäste, die auch die Badestellen abends wie Müllhalden hinterlassen.
    Es klang ja abschließend von dem CDU-Abgeordneten an, dass das Nordufer nicht dem Bezirksamt, sondern der Fortsverwaltung untersteht. Hier können daher auch keine Schilder aufgestellt werden und wie ist es dann mit der Befungnis der Grünen Frau Markl, das Ausführen der Hunde dort zu verbieten?
    Uns Hundehalter an den Grunewaldsee schicken zu wollen ist eine Frechheit. Wir sind Zehlendorfer und möchten unsere Spaziergänge auch hier durchführen. Nirgends ist es so friedlich wie am Schlachtensee. Eine Beißerei zwischen Hunden habe ich hier noch nie erlebt. Das Nordufer sollte weiterhin für die Hunde freigegeben bleiben. Liebe Eltern, bleibt doch mit Euren lieben Kleinen auf der Südseite! Dann müssen wir uns auch nicht über die voll………Windeln ärgern. – Seltsamerweise ist die Wasserqualität, trotz der badenden Hunde, ausgezeichnet. Hunde machen übrigens nicht ins Wasser!!!!

  • Kolyma

    Liebe Maria, liebe Elke – dieses Frontmachen zwischen Eltern und Hundehalter/innen ist doch sinnlos. Es ist doch so, dass Hunde und Kinder sich nicht ausschließen, viele Leute haben sogar Kleinkinder und gleichzeitig Hunde. Die meisten Kinder mögen Hunde und die wenigsten Hunde beißen Kinder. Viele Kinder wollen mit Hunden Kontakt aufnehmen und die meisten Hunde lassen sich das auch gefallen. Die Frage ist doch eher, wie man das begleitet. Wenn man als Mutter bei jedem Hund denkt „Hilfe der böse Wolf, der böse Hundehalter, die wollen mein Kind fressen“ oder als Hundehalter denkt „kleiner Windelscheißer, mir doch egal, soll halt wo anders spielen, wenn die Mutter Schiss hat“, dann kommt man über gegenseitige Schuldzuweisungen nie hinaus.

    In meiner Erfahrung hat es sich immer bewährt, kleinen Kindern, die sich für den Hund interessiert haben, eine gefahrlose Kontaktaufnahme zu erleichtern, indem ich mich zu Kind und Hund auf Augenhöhe hocke, dem Kind zeige, wie es dem Hund die Handfläche zum schnuppern zeigt und wie es dann vorsichtig den Hund anfassen kann. Wenn es sich das traut, strahlt es anschließend meistens über das ganze Gesicht. Aber es muss sich auch trauen dürfen. Und dazu braucht es beide Seiten, Eltern, die ihre Angst und ihr Vorurteil vom bösen Wolf ein bisschen überwinden und Hundehalter/innen, die die Angst der Eltern ernst nehmen und sich für die Kinder Zeit nehmen.
    Also, liebe Eltern, liebe Maria, gehen sie ruhig mal auf uns Hundehalter zu, geben sie Ihrem Kind und sich selbst Gelegenheit, ein Tierwesen kennen zu lernen, das seit 20 000 Jahren nun schon den Menschen begleitet, deutlich länger als das Rad oder der Ackerbau. Und liebe Hundehalter – auch wenn die Situation sich für Sie als Hundehalter als gefahrlos darstellt – Eltern kleiner Kinder machen sich viele Sorgen und darauf kann man auch mal Rücksicht nehmen.

  • Anwohner

    Liebe Hoch-Emotionalisierten,

    ihr hattet doch jahrelang Zeit, auf Euer Verhalten bzw. das Eurer Kollegen-Hundehalter/innen zu achten und so der jetzt beschlossenen Regelung zu entgehen. Nun mit den Fingern auf Müll-verursachende Badegäste zu zeigen nach dem Motto: „Die machen mehr falsch als wir!“ ist doch infantil. Ich habe jedenfalls noch keinen Hundehalter erlebt, der einen anderen wegen dessen Fehlverhalten (Leinenzwang an der einen Uferseite, Baden von Hunden an der Badestelle, etc., etc.) mal angesprochen hätte.

    Leid tut mir das Hundeverbot für die Hundehalter/innen, die sich bisher durch gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl ausgezeichnet haben. Den Hunden dürfte es im Übrigen egal sein, ob sie zukünftig nur noch am Grunewaldsee frei laufen dürfen.

    Kurzum: Ich freue mich (sicher mit vielen anderen, die sich hier nicht zu Wort melden) auf einen hundefreien Schlachtensee.

  • KF

    Ich finde es eine Frechheit von den Abgeordneten unseres Bezirkes,dass sie diese Diskriminierung betreiben!!! Den Menschen fehlt es allgemein an Erziehung und Werten,wenn Sie so handeln,wie sie die böse Propaganda gegen Hundehalter und Hunde betreiben. So ist es am einfachsten,wie kleine Kinder „ich war es nicht! Das sind die!“…Kindergarten pur.
    Ist schon ein Ding lieber Herr „Anwohner vom 24.2.15“, dass sich gerade so ein Monstrum wie Mensch,der Verzrsacher der Selbzerstörung und des Umwelts alleine, eine Frechheit besitzt, den Tieren ihre Freiheit zu nehmen!!!
    Ich wäre froh,wenn die Welt frei von Menschen wie Sie waere,nicht nur Schlachtensee… Das Sie nur falsches Verhalten der Mitbürger beobachten können,liegt anscheinend an Ihnen selbst…
    Was denken Sie, welches Recht haben Sie auf diese Diskriminierung?!
    Statt gegeneinander zu agieren, versuchen Sie lieber miteinander! Glauben Sie mir die Welt wird für Sie gleich besser aussehen… Die, die mit dem Finger auf die anderen Zeigen, deren Verhaltensweise ist am merkwürdigsten gegenüber andere Lebewesen, ob Mensch oder Tier…

  • Elke Hildebrandt

    Liebe Mama Kolyma,
    ich stimme Ihren Ausführungen über das Miteinander von Kindern und Hunden voll zu. Und natürlich lassen nicht alle Muttis die benutzen Windeln liegen, aber leider doch einige.
    Ich habe eine kl. Malteser-Hündin, die Kinder sehr mag und im Sommer auch mal gerne zur Erfrischung in den See gegangen ist. Inzwischen hat unser Ineressenvertreter, Herrn Frank Kuehn, klargestellt, dass das Badeverbot für Hunde schon immer besteht. Das war uns allen nicht bekannt, weil die Nordseite ja bisher Hundeauslaufgebiet war. Sicherlich sind alle „Wasserhunde“, Labrador, Retriever und Co. sehr traurig nicht mehr schwimmen zu dürfen, aber ein totales Hundeverbot, auch das Ausführen an der Leine, finde ich absolut ungerecht und nicht zu akzeptieren. Hier müsste wirklich ein Kompromiss gefunden werden!

  • Uwe

    Die Online-Petition Nr. 1 hat jetzt über 5.000 Unterzeichner.

    • C.K.W

      Schlachtensee Einzäunen und 3 Euro Entritt verlangen pro Nase – Nordseite wird Auslaufgebiet mit Leinenzwang und gut mit Mülleimern bestückt für Hundesch.. beutel etc..
      Südseite wird tabuzone für Hunde aber mit Toiletten und Mülleimern bestückt. Und für jeden mitgebrachten Kasten Bier und Grillgut muss 5 Euro extra bezahlt werden oder der nahe Rewe beteiligt sich an der Reinigung (der profitiert aufgrund seiner langen Öffnungszeiten schließlich am meisten von den Sauftiraden dort.. könnte Rewe bzw seine Marketingschwätzer sogar als Corporate Social Responsibility verkaufen…). Dann würden auch die menschlichen Ferkel sich zweimal überlegen ob sie da die S… rauslassen. Und dann ab 23:00 den Eingang zu machen. Tut allen gut, den Menschen und der Natur..

  • Uwe

    Hier eine aufschlussreiche rechtliche Bewertung:

    Unterstützung bekommt die Initiative auch von Rechtsanwalt Rolf Rattunde, der als Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Landes Berlin lehrt. In einem offenen Brief an die SPD führt er aus, dass „wasserrechtliche Vorschriften“ – egal, ob EU-Richtlinien oder Berliner Wassergesetz – „ungeeignet sind“.

    Keine der Normen würde eine Grundlage für ein Mitführverbot der Hunde, geschweige ein Schwimmverbot vorsehen: „Zumal angesichts der ausgezeichneten Wasserqualität, kein Grund für ein Verbot besteht“, sagt Rattunde. Nach Ansicht der Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto wird aber das Hundegesetz in diesem Fall zum Tragen kommen: „Wir werden den gesamten See einschließlich des Ufers als Badestelle ausweisen.“ Dabei beruft sie sich auf ein Betretungsverbot gemäß Paragraf 2 Nummer 3 im Hundegesetz.

    Darin heißt es: „Hunde dürfen nicht… in Badeanstalten sowie an als solche gekennzeichnete öffentliche Badestellen mitgenommen werden.“

    Rechtsanwalt Rattunde dagegen argumentiert: „Der Schlachtensee und die Krumme Lanke als Ganzes sind natürlich keine Badestelle.“ An einigen Stellen ist das Baden ganz verboten, an anderen ist es durch Abzäunung unmöglich gemacht, an dritten wiederum aufgrund örtlicher Gegebenheiten nicht möglich, ins Wasser zu gehen. Die EU-Wasser-Verordnung, auf die sich das Bezirksamt zudem stützen will, befasse sich dagegen nur mit „Badegewässer“, nicht mit „Badestellen“.

    Außerdem ginge es in jener EU-Verordnung „nur um die Qualität des Wassers“, erklärt der Jurist und betont, dass „Badestelle und Badegewässer grundsätzlich unterschiedliche Flächenstücke“ seien. Das Hundegesetz dagegen sei grundsätzlich nur für „Badestellen“ ebenso wie für „Liegewiesen“ anwendbar.

    Dabei sei es auch gesetzlich geregelt, das die Badesaison an den Badestellen samt zugehöriger ausgewiesener Liegewiesen vom 15. Mai bis 15. September läuft – danach darf der Hund das Grün wieder betreten und über die Badestelle ins Wasser springen.

    Der Weg rund um den Schlachtensee und die Krumme Lanke wurde in den letzten fünf Jahren als Uferweg – nicht als Badestelle – mit EU-Fördermitteln ausgebaut. Dabei handelt es sich um einen Verkehrsweg. Rattunde sagt: „Wer dort mit seinem Hund spazieren geht und des Betretens einer Badestelle bezichtigt wird, wird sich zurecht damit verteidigen können, dass der Uferweg eben keine Badestelle, sondern ein Verkehrsweg ist.“

    Quelle: Tagesspiegel, 13.03.2015, von Ulrich Hansbuer, Hundeverbot am Schlachtensee bald vor Gericht

  • Teresa brennenstuhl

    Die Hunde leben mit ihren Herrchen schon in der Stadt, da wird ihnen doch wenigstens platz zum austoben ermöglicht sein!

  • Uwe

    Stadträtin Christa Markl-Vieto zum Tagespiegel:

    Ich bin die Falsche für Kompromisse, ich stehe dafür, dass die Seen in den nächsten zwei Jahren Hundefrei sind.

  • Edzard

    Warum kann es nicht auch mal einen See geben, an dem keine Hunde zugelassen sind. Es gibt den Grunewaldsee. An dem können die Hunde baden. Ich habe mich in den letzten Jahren mehrfach durch spielende Hunde extrem belästigt gefühlt. Sie rennen über Badetücher, schütteln sich das Wasser aus dem Fell. Es gibt eben auch Menschen die wollen auch mal ohne Hunde sein. Ansonsten ist das in Berlin nicht möglich. Bei jeder Grünfläche muss man aufpassen nicht in Kot zu treten. Und auch die Bürgersteige sind regelmäßig verschmutzt.
    Deshalb unterstütze ich das Hundeverbot an den beiden Seen.

  • Kolyma

    Edzard – Du hast recht, was du beschreibst, ist ärgerlich. Aber ich weigere mich, dafür in Sippenhaftung genommen zu werden. Seit Jahrzehnten machen meine Hunde all das nicht, was Du beschreibst und auch ihre Haufen bleiben seit Jahrzehnten nirgends liegen. Warum sollen sie und ich also bestraft werden, für etwas, an dem wir keine Schuld haben. Man würde doch auch nicht allen Autofahren die Autobahn verbieten, weil einzelne Autofahrer drängeln, rasen und andere gefährden, oder?
    Es muss doch möglich sein, einen Kompromiss zu finden. Welchen Badegast kann es denn stören, wenn ein Hund an der Leine auf dem Uferweg geht? Oder ohne Leine im November? Oder im Nieselregen? Man kann doch uns Vielgehern (als Hundehalter legt man locker 150km im Monat im Grunewald zurück, und vielleicht kannst Du verstehen, dass man dabei nicht ständig um den Grunewaldsee zirkeln will) doch nicht das Sahnestückchen unter den Wegen wegnehmen!
    Es ist im Übrigen genau diese arrogante Kompromisslosigkeit von Frau Markl-Vieto, die dazu führen wird, dass sich kein Schwein und kein Hund an das Verbot halten wird. Wer das oft geht, hat doch jetzt schon das Sparschwein für die möglicherweise anfallenden Bussgelder aufgestellt.

  • Yvonne Soltau

    Ich habe in den letzten Jahren eine generelle Unfähigkeit vieler Menschen beoachtet eine natütliche Sensibilität und Rücksichtnahme auf andere Menschen, Tiere, Wesen zu bewahren oder zu entwickeln.
    Das Ego der Menschen nimmt zu.

    Sehr schade! Die Eigenart von Menschen unserer Zeit, grundsätzlich die Schuld und Verantwortung bei Anderen zu suchen, sollte sich die Politik einmal ansehen, weil sie solch ein Verhalten ständig vorlebt, Bsp. Flughafen.

    Ich habe keine Schwierigkeiten mit Menschen an den Seen gemacht. Im Gegenteil, ich bekomme positive Reaktionen. Mir wurden schon Reste von Grillwürstchen angeboten für den Hund.

    Als Hundebesitzer begegnete ich ständig am Ufer der umstrittenen Seen folgenden Spezies:

    rücksichtslosen Hundebesitzern, die Ihren Hund nicht angemessen führen können

    rasende Fahrradfahrer

    Familien, die meinen der Weg gehört nur Ihnen, und erst nach nachhaltigem Bitten, darf man an einer kleinen Stelle passieren.

    fussballspielende Jugendliche

    grillende Badeurlauber, die Ihren Abfall liegen lassen

    und und und…..

    Zuerst sollten wir uns alle mal an die eigene Nase packen und aufmerksamer,freudlicher und offener durch die Welt laufen.

    Dann kann vielleicht auf Ebene der Politik eine Lösung gefunden werden, mit der wir Frieden und rücksichtsvolles Zusammenleben nicht nur für uns heute, sondern auch für weitere Generationen ebnen.

  • Anonymous

    super ….der krach der schreienden hundebesitzer war nicht mehr auszuhalten…wenn man sich an der krummen lanke erholen wollte…….brüllende hundebesitzer: ,,aus jetzt" …"komm hier her" oder "bellllooooooo "such stöckchen"…am leinenzang haben sich die wenigsten gehalten….konnten mit unser enkelin nicht zum wasser ohne angesprungen zu werden …oder das ein hund über die decke lief …hat man mal gewagt was zu sagen ist man sofort beleidigt worden oder "man solle sich mal nicht so haben"…..und dann der hundekot an der badestelle………der zugeschissene grunewaldsee wird ja wohl reichen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.