1938: Deutscher Verband für entschiedenes Christentum

Dieser Brief machte mich neugierig, und so habe ich ihn bei ebay für insgesamt 2,90 € ersteigert, also wieder einmal wenig Geld für ein klitzekleines Zeitdokument.

  • Absender ist: Gustav Otto – Bundeswart des Deutschen Verbandes für entschiedenes Christentum – Berlin Charlottenburg 5 – Spandauer Straße 17.
  • Empfänger ist: Inspektor J. Bartsch – Füll 62 III – Nürnberg.
  • Gelaufen ist der Brief am 14. Oktober 1938

Zunächst einmal: Die Spandauer Straße ist heute der Spandauer Damm 54. Vor dem Haus befinden sich seit 2009/10 drei Stolpersteine.

Die Gemeinschaft für entschiedenes Christentum wurde 1881 in den USA ins Leben gerufen. Es gibt sie noch heute.

 

Moderne trifft auf Moderne

Diese Karte gefiel mir sofort. Zum einen eine New Yorker Hochhaus und zum anderen die „alt“-wirkenden Briefmarken direkt daneben. Vielleicht von einem Sammler geschrieben und da die Karte nur einen Empfänger und keinen Absender – ja nicht einmal einen Gruß – enthält, hat die Karte vielleicht sogar der Empfänger an sich selbst geschickt? Vielleicht von einer Urlaubsreise?

Dann hat die Karte noch einen Stempelaufdruck:

F. E. Knoke – 395 Prospect Ave. – Brooklyn (N.Y.) USA.

Zunächst hatte ich dies für einen Werbeaufdruck gehalten. Aber da die Karte auch den Stempelaufdruck „Marke umseitig“ und „Stamps over“ hat, kann es vielleicht auch sein, dass es sich bei der Firma Knoke um einen Briefmarkenversand handelt? Dies würde Sinn machen, da die beiden Briefmarken  1 1/2c Washington (#706) 1932 erschienen sind. Demnach würde es sich also evtl. um ein Briefmarkenabonnement mittels echt gelaufenen Postkarten handeln.

Nun, abgebildet ist das Woolworth-Building. Es wurde 1913 eröffnet. Ausführender Architekt war Cass Gilbert, der auch das New York Life Insurance Building und das Thurgood Marshall United States Courthouse in New York City erbaute. Das Woolworth-Bulding war über 15 Jahre lang das höchste Gebäude der Welt und gilt als prägend für den New Yorker Hochhausstil der 1920er Jahre.

Und wo ging die am 27. April 1932 abgeschickte Karte hin: Nach Berlin-Spandau, in den Tannenweg 10. Der Tannenweg ist Bestandteil der Waldsiedlung Hakenfelde, einer Gartenstadt, welche 1919 fertiggestellt wurde.

Das Woolworth-Building steht für eine neue Zeit, für Städte, welche mit imposanten Kathedralen wie nie zuvor in den Himmel wachsen. Die Waldsiedlung Hakenfelde hingegen steht ebenfalls für eine neue Zeit, nämlich für die Schaffung von attraktiven Wohnraum im Grünen für Arbeiter, welche bisher beengt in den Hinterhöfen der zu schnell wachsenden Stadt Berlin und Spandau wohnten.

Moderne trifft auf Moderne: Aber doch so unterschiedlich.

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Hans Dammann: Bildhauer und Reserveoffizier

Bei ebay am 05.06.2017 für insgesamt 5,19 € ersteigert.

Um diese Karte zuordnen zu können, habe ich einen Blick in das Berliner Adressbuch des Jahres 1922 geworfen:

Hans Dammann, Bildhauer, Grunewald, Schinkelstraße 2

Auszug aus Wikipedia:

Hans Dammann (* 16. Juni 1867 in Proskau, Landkreis Oppeln, Schlesien; † 15. Juni 1942 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer.

Da Hans Dammann Reserveoffizier war, wurde er gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges eingezogen.

Laut der Karte war er seinerzeit Offizier des 3. Garde-Regiments zu Fuß. Als Teil der 1. Garde-Infanterie-Brigade machte das Regiment zu Beginn des Ersten Weltkriegs am 2. August 1914 mobil. Im Verbund mit der 1. Garde-Infanterie-Division nahm es am Vormarsch in das neutrale Belgien teil und kämpfte zunächst bei Namur. Das Regiment wurde ab dem 13. Dezember 1918 in Berlin demobilisiert und im Juni 1919 schließlich aufgelöst.

Hans Dammann schuf unter anderem zahlreiche Kriegerdenkmale. Eines davon war das am 06. Mai 1923 auf dem Truppenübungsplatz Döberitz eingeweihte Denkmal für die Gefallenen des 3. Garde-Regiments zu Fuß im I. Weltkrieg, genannt der „Löwe von Döberitz“. Von diesem Denkmal besteht heute nur noch ein Überrest. Herr Martin Conrath hat sich ausführlich mit den Denkmal beschäftigt und 2012 eine interessante Abhandlung veröffentlicht: Zur Geschichte der Döberitzer Heide Supplemente #12.

In der Schinkelstraße wohnte 1922 außerdem auch noch Bruno Damann.

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Trauriger Unfall der Berliner Luftfahrtgeschichte – PanAm westlich von Berlin abgestürzt – N317PA – Flugnummer 708

Diese Postkarte habe ich am 26.02.2017 für insgesamt 1,90 € bei ebay ersteigert. Die Postkarte lief am 17.02.1975 von Berlin nach Bellevue, Johannesburg in Südafrika. Frankiert ist sie mit einer erst drei Tage vorher erschienenen Briefmarke „Moby Dick“ (Michel Nummer 487).

Über die abgebildete Maschine, eine Boing 727, mit der Kennung N317PA (Jet Clipper De Soto) habe ich herausgefunden, dass sie leider am 15.11.1966 auf dem Flug von Frankfurt/Main nach Berlin-Tegel abgstürzt ist. Und zwar am „Champagner-Berg“ bei Seeburg (Spiegel 1966) oder am „Alter Mühlenberg“ in der heutigen Döberitzer Heide (Tagesspiegel 2011). Die genauen Koordinaten laut Untersuchungsbericht sind Breitengrad Nord 52°30’02“ und Längengrad Ost 13°02′ 28″ (Landkarte). Die Maschine hatte ihren Erstflug erst am 11.01.1966 absolviert und war nur mit Post beladen, die drei Piloten kamen bei dem Absturz ums Leben.

Als diese Postkarte verschickt wurde, gab es die abgeblidete Maschine also seit knapp zehn Jahren schon nicht mehr. Die PanAm ist inzwischen auch Geschichte. Das Unternehmen wurde insolvent und 1991 von Delta Air Lines übernommen. Zu einem Orion III Raumschiff kam es also nicht mehr.

Weiterführend:

 

Ernst Weiss an Resi Weiss

Ein Brief von Ernst Weiss aus Beetzendorf / Provinz Sachsen, an Resi Weiss nach Stecken in Böhmen. Monogrammaufdruck „E. W.“ auf der Rückseite und Zugstempel 972 und 963 vom 29.09.1923 und vom 30.09.1923 von Oebisfelde nach Salzwedel.

Leider wohl kein Brief von dem  Schriftsteller Ernst Weiss.

Wikipedia:Nach einem kurzen Aufenthalt in München ließ sich Weiß Anfang 1921 in Berlin nieder. Dort arbeitete er als freier Schriftsteller, u.a. als Mitarbeiter beim Berliner Börsen-Courier. In den Jahren 1926 bis 1931 lebte und wirkte Weiß in Berlin-Schöneberg. Am Haus Luitpoldstraße 34 erinnert daran eine Gedenktafel.

Allerdings spielen eine „Resi“ und eine „Rosi“, „17½ und 19 Jahre alt, die eine blond, die andere hellbraun“ in seiner „Erzählung in Anekdoten“: „Wer hat, dem wird gegeben“ (Erstdruck in »Das Wort« 2, Moskau 1937) eine Rolle.

Vielleicht also doch ein Brief des Schriftstellers, vielleicht an einem Urlaubsort aus der „Provinz“ geschrieben?

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Jedenfalls ist dies ein hübscher Briefumschlag auf der Zeit der Inflation in Deutschland.

Ersteigert bei ebay für insgesamt 7,30 €.

Meinhard Jacoby

Heute habe ich bei ebay ein neues, kleines Exponat für meine lose Briefmarkensammlung erworben.

Ein Korrespondenz-Umschlag der Buchdruckerei Gutenberg aus (Berlin) Charlottenburg, an den damals 26 Jahre alten Studenten und späteren deutschen Maler und Bildhauer Meinhard Jacoby, Colonie Grunewald, Caspar-Theyss-Straße 19.

Gestempelt am 25. August 1899, versehen mit einer Briefmarke vom Deutschen Reich der Dauermarkenserie Krone/Adler, hier 3 Pfennig, Michel Nr. 45a.

Rückseitig aller Wahrscheinlichkeit nach mit von Jacoby angefertigten kleinen Skizzen.

Kaufpreis einschließlich Versand: 4,98 €

 

 

 

PS. Zufällig sind mir dann am 12. August 2018 für insgesamt 3,52 € noch zwei Postkarten vom 05. Mai 1898 und 23. Juni 1899, adressiert an Gustav Jacoby, ebenfalls Caspar-Theyss-Straße 19, in die Hände gefallen:

 

PS 2. Und dann am 13.01.2019 noch eine am 11.02.1903 gelaufene Postkarte von „Emma von Lüschern/Lüschem“ (?) aus Friedenau an Frau Professor Jacoby, ebenfalls Caspar-Theyss-Straße 19, wegen eines Fischgerichts. Ebay für insgesamt 2,69 €.

GruneWaldMöter

Das unter ist ein Möter.

Ein „Möter“ ist eigentlich jeder verantwortungsvolle Hundehalter. Man lebt mit einem Hund zusammen und damit ändert sich alles, – ist einfach so.

Die Bezeichnung „Möter“ stammt aus Mel Brooks’ Spaceballs, eine Parodie auf „Star Wars„. Außer „Lord Helmchen“ ist mir aus diesem Film der Begriff „Möter“ im Kopf hängen geblieben. Und irgendwie ist das gar nicht so falsch, Hundehalter bezeichnen sich selbst manchmal auch als „HundeMenschen“, in Abkürzung von „Mensch mit Hund“.

 

 

IKEA T712 Reflektor-Hängelampe

An manchen Dingen hängt man einfach.

Wir hatten früher einmal eine T712 in der Küche, dann ging sie kaputt. Der Ersatz machte uns nicht glücklich. Dann haben wir unser Glück auf eBay versucht und jetzt haben wir wieder eine T712. Zwar etwas zerkratzt, aber das ist gemessen an ihrem Alter kein Nachteil.

Ein ähnliches Modell haben wir früher auch im Lampenhandel gesehen. Vermutlich aber nicht mit Plexiglasschirm, sondern mit Echtglas. Dafür auch sündhaft teuer. Die T712 war dagegen damals wie heute ein Schnäppchen. Am Sonntag habe ich sie für rund 15 € bei eBay ersteigert und gleich am Montag selbst bei einer Dame in Pankow abgeholt.

Jetzt hängt sie vor unserer 30 Jahre alten Sitting Duck von Michael Bedard und unserer ebenfalls vor liebgewonnenen alten rot-grünen Quarz-Uhr Junghans W738, welche in dieser Ausführung seinerzeit ebenfalls von IKEA verkauft wurde, so meine ich mich jedenfalls zu erinnern. Übrigens die letzte ihrer Art in unserem Haushalt. Alle anderen sind (wegen der nervigen Zeitumstellung) jetzt Funkuhren.

 

Acer Aspire One 756 Netbook – Erweiterung Arbeitsspeicher

Habe mir ein solches kleines Teil zugelegt, in der Ausführung

  • Aspire One 756 (NU.SGZED.010)
  • Windows® 7 Home Premium
  • Intel® Dual-Core Prozessor 877
  • Festplatte 320 GB S-ATA
  • Arbeitsspeicher 4 GB DDR3 SDRAM
  • in rot
  • Bei T-Online-Shop für 349,00 € abzüglich 10,00 Rabatt und zuzüglich einer kostenfreien externen Tasche
Zusätzlich habe ich mir in den zweiten Schacht noch diesen Arbeitsspeicher eingebaut:
  • Transcend 4GB DDR3 1333MHz PC3-10600 CL9 SO-DIMM (204-PIN, für Notebooks)
welcher vom Rechner auch einandfrei erkannt wurde. Der Einbau geht kinderleicht, einfach auf der Rückseite eine Schraube lösen, vorsichtig die Abdeckung abnehmen und dann den zweiten Arbeitsspeicher vorsichtig in den zweiten, freien Slot einschieben und dann leicht nach unten drücken bis die Halterung einrastet. Lieferung über Amazon für 18,72 €. Der RAM-Leistungsindex hat sich dadurch von ca. 5,4 auf jetzt 7,4 verbessert. Aber ob das wirklich erforderlich war – na schau’n wir mal?!
Insgesamt hat der Rechner folgenden Windows-Leistungsindex:
  • 4,7 Prozessor
  • 7,4 Arbeitsspeicher/RAM bei 8 GB
  • 4,5 Grafik
  • 4,5 Grafik Spiele
  • 5,9 Festplatte
  • 4,5 Gesamtbewertung
Die Sicherung der Werkseinstellungen habe ich auf einen alten 16 GB USB-Stick über das auf dem Rechner vorhandene Acer eRecovery Management vorgenommen.
Als Zusatzvergnügen habe ich mir noch einen gebrauchten aber neuwertigen TERRATEC T1 DVB-T Stick zugelegt. Mit der mitgelieferten Antenne und der Basis-Software (also ohne Abo) habe ich in Berlin damit einen einwandfreien Empfang. Dazu für unterwegs noch einen Prepaid-Internetstick (neu erheblich preiswerter über ebay als direkt beim Anbieter), wobei ich es hinsichtlich des Handlings als störend empfinde, dass man die SIM-Karte nicht direkt in den Rechner einführen kann, sondern noch einen Blinddarm-Stick benötigt.
 
     CPU-Z
Soweit bin ich sehr zufrieden mit dem kleinen Acer.
Tests:
  • 877 Celeron Prozessor: 12.07.2012 – netbooknews.de mit einem nettem Video
    aber Achtung: Die Lieferung in Deutschland erfolgt seitens Acer leider ohne Neoprentasche und auch ohne Maus!
  • 987 Pentium-Prozessor: 20.08.2012 – Notebookcheck

El Cerrito Police in der Frankenallee

Staunte nicht schlecht, als vor der Tür ein Wagen der El Cerrito Police, Kalifornien/USA stand.

Intensivste Nachforschungen (  🙂  )   im Internet haben dann ergeben, dass der Aufkleber für print-police.de wohl mit einer nachbarlichen Werbeagentur zu tun hat.

Interessant noch die dienstliche Serienausstattung: Blaulicht, Suchscheinwerfer, Stoßfänger und im Fahrzeug scheinbar auch noch Reste der Funkanlage.

Cooles Teil.

 

Motorisierter Ausflug ins Havelland zum Gollenberg und nach Ribbeck

Heute stand mal wieder ein Ausflug ins Grüne an. Auf die Idee brachte mich Lauffreundin Steffi schon vor einigen Jahren und heute ergab sich die Gelegenheit, die Fahrtstrecke von rund 75 Kilometer von Charlotttenburg ins Havelland in Angriff zu nehmen.

Unser Ziel war der knapp 110 Meter hohe Gollenberg bei Stölln, auf dem Otto Lilienthal viele seine Flugversuche absolvierte und, nachdem er am 09. August 1896 dort abstürzte, einen Tag später in Berlin verstarb.

Das Gelände um den Gollenberg ist interessant erschlossen. Zahlreiche Denkmäler und Hinweistafeln erinnern an Otto Lilienthal, aber auch an den Flugzeugmonteur Paul Beylich und an die Geschichte des Gollenberg und des daneben liegenden Flugplatzes, welcher heute als einfache Start- und Landefläche für Segelflugzeuge genutzt wird. Oben auf dem Berg steht die Skulptur „Windharfe“ von Ernst Baumeister aus Berlin, welche nett anzuschauen ist, ihren Klang konnten wir jedoch leider nicht hören. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des kleinen Museums, in welchem der Interflug-Düsenjet „DDR-SEG“ / „Lady Agnes“ abgestellt ist, welcher 1989 spektakulär auf dem kleinen Flugfeld gelandet ist, YouTube:

Schon eine coole Leistung von Kapitän Kallbach und seiner Besatzung!

Im Gasthof Schwalbennest, direkt am Museum und wo man gut im Garten sitzen kann, haben wir Lecker-Matjes (siehe Bild) gegessen.

Nach drei Stunden traten wir dann die Rückfahrt an, wobei wir noch einen Abstecher nach Ribbeck eingelegt haben. Neben der Kirche mit einem Birnenbaum (also nicht mehr mit DEM Birnenbaum), gibt es dort noch das Schloss und eine alte Brennerei (1 /2) anzuschauen. Für Eltern mit Kindern ist auch noch ein Barfußweg zu empfehlen. Daneben gibt es mehrere Gaststätten mit schönen Sitzplätzen im Freien.  Wir selbst waren im Garten des alten Waschhaus, wo wir äußerst freundlich bedient wurden und zum Kaffee Kuchen mit Birne (natürlich) und Schokolade und Orange bestellt haben. Die beiden Stücke waren sehr lecker und „hatten es in sich“ (siehe Bild). Über Fontanes Birnbäume gibt es hier Aufklärung.

Einen Ausflug zum Gollenberg und nach Ribbeck kann ich allen empfehlen. Nur ein Ziel alleine wäre uns aber für die 150 Kilometer-Strecke zu wenig gewesen.

Prozession der enstpannten Langsamkeit

Heute waren wir wieder an unserer Lieblingsbadestelle am Kuhhorn an der Berliner Unterhavel. Das erste Mal in diesem Jahr, vorher war leider einfach keine Zeit dafür.  Nach dem Unwetter letzte Nacht war das Wetter leider doch nicht so gut, aber dennoch hat es sich wieder gelohnt.

Zuerst kam der Lauftreff von Bernd Hübner vorbei. Unbemerkt ein kleines Foto aus der Ferne. Dann, einige Minuten später, folgte auf dem Wasser eine kleine Regatta. Der Floßschlepper „Aurora“ (1920) und der Backdeckkreuzer „Ajax“  (1926) begleiteten etwa ein Dutzend alte Holz-Segelboote. Dazu gesellten sich noch einige Ruderer. Als Beilage wurde von einem der Begleitboote aus Trompete gespielt. Eine richtige Prozession der entspannten Langsamkeit.

Überholt wurde die kleine Flotte von der 1909 gebauten MS Heiterkeit (ex Karl-Wilhelm) auf ihrer Fahrt von Spandau nach Kladow.

Leider wurde es dann kühl und so mussten wir unsere Badedecke wieder einpacken.

 

Schock bei Aldi – Frankreichs Lilie ist verschwunden

Aldi Senf jetzt innovativ mit Schraubverschluss

Nicht Schock am Morgen, sondern Schock bei Aldi, meinen Lieblingskäse Lys de France (die Lilie von Frankreich) gibt es dort seit etwa zwei Wochen nicht mehr. Einfach so weg! Sein gewohnter Platz im Regal mit anderen Waren belegt. Als hätte es ihn nie gegeben.

In meiner Kindheit nannte ich „Le Tartare“ wegen seiner vielen kleinen Kräuterflecken einfach nur „Fleckenkäse“. Später kam ich dann zu dem Schluss, dass „Le Tartare – Der frische Franzose “ und Aldis „Lys de France“ identisch schmecken, es sei meiner Ansicht nach also um den gleichen Käse handeln muss, nur eben vielfach preiswerter. (Genauso übrigens auch, wie ich der Meinung bin, dass es sich bei Aldis „Genuss Krone“ Senf, bei welchem die Verpackung kürzlich erfreulicherweise von Druck- auf Schraubverschluss umgestellt wurde, um den bekannten Löwensenf handelt – nur eben auch viel preiswerter).

So bin ich dann irgendwann umgeschwenkt und habe nur noch Aldis „Fleckenkäse“ gekauft, so dass ich gar nicht so richtig mitbekommen habe, dass mein Kindheits-Fleckenkäse „Le Tartare“ unter dem Slogan „Die beliebte Rezeptur bleibt – nur der Name ändert sich...“ in „Bresso“ umgetauft wurde und auf die Produktgleichheit auch weiterhin hingewiesen wird (unten).

Das Problem ist nur, „Bresso“ schmeckte mir früher schon nicht und so ist es auch heute noch. Er ist mir einfach zu bitter.

So bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Lilie von Frankreich nur vorübergehend aus dem Aldi-Sortiment verschwunden ist und bald wiederkommt.

Eine dicke Scheibe frisches Krustenbrot mit frischem Lys de France und dazu ein frisches kaltes Clausthaler– mmmhhhhhh!!!!!

 

Habe aufgeräumt…

und folgende Webseiten aus dem Netz genommen bzw. umgestellt:

  1. Lauftreff Grunewald,
    welchen ich 2010 eingestellt habe.
    Fotos aus dieser Zeit sind jedoch nicht verloren, sondern bilden die Grundlage für meine Webseiten Forst Grunewald und Berliner Laufbilder.

    .
  2. Berliner ZahnÄrzte Forum,
    welches ich ebenfalls 2010 eingestellt habe. Als Ersatz dient mein Aufbau der Webseite für den Berliner Zahnärzteverband IUZB.

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  3. 94er Fußball

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  4. Berliner Laufbilder,
    die alte Version ist jetzt vom Netz und wurde von mir komplett durch WordPress ersetzt.
    Alt und neu

 

Mal schau’n, ob ich Berliner Dampfer und Forst Grunewald auch auf WordPress umstelle!?

 

…mein Berlin…zille jwd (janz weit d(rinnen))…

…am historischen Hafen in Berlin Mitte (Optik) an einem Dienstag-Morgen:

Original Berliner Lieder auf dem Museumsschiff „Heinrich Zille“ und Berliner Pull’n uff’m Spreegrund.

Ok, ok, sind beide nicht so schön. Aber is’nun mal so!

Das erste Bild steht als Plakat gegenüber dem historischen Hafen. Stammt wohl aus dem letzten Jahr und irgendwie denke ich mir: Warum macht das der Anbieter zum Saisonende nicht ab und zur nächsten Saison dann wieder neu? Allerdings passte der Plakatzustand zum verdreckten Uferbereich an dieser Stelle. Ist also autentisch Berlin und so hat’s auch seinen Weg hierher gefunden.

Das zweite Foto ist an der Schleuse aufgenommen, dort wird anscheinend ein Kammertor erneuert oder so. War mal interessant den Spreegrund zu sehen (ganz schmuddelig hier). Voller Muscheln (was ja für die Wasserqualität spricht, wenn es dort auch etwas gemüffelt hat) und unzählige Bierflaschen. Mit der Bierpulle in der Hand ist ja leider Zeitgeist; sammeln für viele leider offenbar Notwendigkeit, daher wundert mich schon, wie viele Pullen doch noch baden gehen.

Aber zum Ausgleich hier noch ein „sauberes“ Bild: Fernsehturm und das Alte Stadthaus und damit’s nich‘ so langweilig is‘ in schief. „Schief ist Englisch und Englisch ist modern“, sagt man mal in den Sechzigern.

Ach ja, die Sechziger, hier noch eine nette Skluptur aus dem Jahre 1965, dass Heinrich Zille Denkmal von Heinrich Drake. Und dann passt’s ja auch wieder mit Zille oben. War ja schließlich auch ein kleiner Rundweg.

Aber wer noch mehr Zille will:

Zille wohnte übrigens nicht in Mitte, sondern in Charlottenburg, in der Sophie-Charlotten-Straße 88 (Ecke Seelingstraße). Nach damaligem Zeitgeist war Zille also ja‘ keen Berliner, sondern Charlott’nbur’jer. Aber irgendwatt muss man den Touries ja verkoof’n.

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Ein paar Dampferbilder machen war übrigens der eigentliche Grund für den kleinen Rundgang: www.berliner-dampfer.de. Motorschiff Heinrich Zille habe ich dort soeben angelegt.

Alle Bilder aufgenommen mit Sony HX9V und etwas heruntergerechnet. Bild 2 bei Gegenlicht und später dann Kontrast und Helligkeit angepasst.

 

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