Trauriger Unfall der Berliner Luftfahrtgeschichte – PanAm westlich von Berlin abgestürzt – N317PA – Flugnummer 708

Diese Postkarte habe ich am 26.02.2017 für insgesamt 1,90 € bei ebay ersteigert. Die Postkarte lief am 17.02.1975 von Berlin nach Bellevue, Johannesburg in Südafrika. Frankiert ist sie mit einer erst drei Tage vorher erschienenen Briefmarke „Moby Dick“ (Michel Nummer 487).

Über die abgebildete Maschine, eine Boing 727, mit der Kennung N317PA (Jet Clipper De Soto) habe ich herausgefunden, dass sie leider am 15.11.1966 auf dem Flug von Frankfurt/Main nach Berlin-Tegel abgstürzt ist. Und zwar am „Champagner-Berg“ bei Seeburg (Spiegel 1966) oder am „Alter Mühlenberg“ in der heutigen Döberitzer Heide (Tagesspiegel 2011). Die genauen Koordinaten laut Untersuchungsbericht sind Breitengrad Nord 52°30’02“ und Längengrad Ost 13°02′ 28″ (Landkarte). Die Maschine hatte ihren Erstflug erst am 11.01.1966 absolviert und war nur mit Post beladen, die drei Piloten kamen bei dem Absturz ums Leben.

Als diese Postkarte verschickt wurde, gab es die abgeblidete Maschine also seit knapp zehn Jahren schon nicht mehr. Die PanAm ist inzwischen auch Geschichte. Das Unternehmen wurde insolvent und 1991 von Delta Air Lines übernommen. Zu einem Orion III Raumschiff kam es also nicht mehr.

Weiterführend:

Ernst Weiss an Resi Weiss

Ein Brief von Ernst Weiss aus Beetzendorf / Provinz Sachsen, an Resi Weiss nach Stecken in Böhmen. Monogrammaufdruck „E. W.“ auf der Rückseite und Zugstempel 972 und 963 vom 29.09.1923 und vom 30.09.1923 von Oebisfelde nach Salzwedel.

Leider wohl kein Brief von dem  Schriftsteller Ernst Weiss.

Wikipedia:Nach einem kurzen Aufenthalt in München ließ sich Weiß Anfang 1921 in Berlin nieder. Dort arbeitete er als freier Schriftsteller, u.a. als Mitarbeiter beim Berliner Börsen-Courier. In den Jahren 1926 bis 1931 lebte und wirkte Weiß in Berlin-Schöneberg. Am Haus Luitpoldstraße 34 erinnert daran eine Gedenktafel.

Allerdings spielen eine „Resi“ und eine „Rosi“, „17½ und 19 Jahre alt, die eine blond, die andere hellbraun“ in seiner „Erzählung in Anekdoten“: „Wer hat, dem wird gegeben“ (Erstdruck in »Das Wort« 2, Moskau 1937) eine Rolle.

Vielleicht also doch ein Brief des Schriftstellers, vielleicht an einem Urlaubsort aus der „Provinz“ geschrieben?

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Jedenfalls ist dies ein hübscher Briefumschlag auf der Zeit der Inflation in Deutschland.

Ersteigert bei ebay für insgesamt 7,30 €.

Meinhard Jacoby

Heute habe ich bei ebay ein neues, kleines Exponat für meine lose Briefmarkensammlung erworben.

Ein Korrespondenz-Umschlag der Buchdruckerei Gutenberg aus (Berlin) Charlottenburg, an den damals 26 Jahre alten Studenten und späteren deutschen Maler und Bildhauer Meinhard Jacoby, Colonie Grunewald, Caspar-Theyss-Straße 19.

Gestempelt am 25. August 1899, versehen mit einer Briefmarke vom Deutschen Reich der Dauermarkenserie Krone/Adler, hier 3 Pfennig, Michel Nr. 45a.

Rückseitig aller Wahrscheinlichkeit nach mit von Jacoby angefertigten kleinen Skizzen.

Kaufpreis einschließlich Versand: 4,98 €

 

 

 

PS. Zufällig sind mir dann am 12. August 2018 für insgesamt 3,52 € noch zwei Postkarten vom 05. Mai 1898 und 23. Juni 1899, adressiert an Gustav Jacoby, ebenfalls Caspar-Theyss-Straße 19, in die Hände gefallen:

 

PS 2. Und dann am 13.01.2019 noch eine am 11.02.1903 gelaufene Postkarte von „Emma von Lüschern/Lüschem“ (?) aus Friedenau an Frau Professor Jacoby, ebenfalls Caspar-Theyss-Straße 19, wegen eines Fischgerichts. Ebay für insgesamt 2,69 €.

El Cerrito Police in der Frankenallee

Staunte nicht schlecht, als vor der Tür ein Wagen der El Cerrito Police, Kalifornien/USA stand.

Intensivste Nachforschungen (  🙂  )   im Internet haben dann ergeben, dass der Aufkleber für print-police.de wohl mit einer nachbarlichen Werbeagentur zu tun hat.

Interessant noch die dienstliche Serienausstattung: Blaulicht, Suchscheinwerfer, Stoßfänger und im Fahrzeug scheinbar auch noch Reste der Funkanlage.

Cooles Teil.

 

Staakener Bilder zum 13. August 1961

Heute vor 50 Jahren begann in Berlin der Mauerbau. Anlässlich eines B-Jugend-Bundesliga-Spiels zwischen Hertha BSC und Tebe heute Mittag im Amateurstadion, wurde zum Beginn der zweiten Spielhäfte für die an der Mauer ermordeten Menschen eine Gedenkminute gewidmet.

1961 war ich noch nicht geboren, so dass ich als „West-Berliner-Junge“ „mit der Mauer“ aufgewachsen bin. Meine Kindheit verbrachte ich in Spandau bzw. in Staaken und wer es ganz genau wissen möchte: Im Pinneberger Weg. Damals war dort alles noch sehr ländlich. In der Nähe meines Zuhauses waren Felder und sogar noch zwei Bauernhöfe. Einer lag am Bahnübergang Brandwerder (Spandauer Straße/Magistratsweg) und dort konnte man frische Milch kaufen. Heute gibt es diesen Bauernhof natürlich nicht mehr und auch nicht mehr den Bahnübergang, denn der Magistratsweg wurde schon vor langer Zeit mittels einer Unterführung unter die Gleise verlegt. In der Zeppelin-Grundschule in der Gartenstadt Staaken verbrachte ich meine ersten sechs Schuljahre. Die Mauer verlief zwar nicht vor unserer Haustür, aber doch so in der Nähe, dass ich sie mit meinem Fahrrad in einer Viertelstunde erreichen konnte. Am ehemaligen S-Bahnhof Staaken befand sich eine Straßenbrücke über die Fernbahngleise. Von dort aus hatte man eine gute Aussicht auf die Grenzanlagen in diesem Bereich: Einen Wachturm, von welchem man immer mit Ferngläsern beobachtet wurde, die Mauer und so weiter. Außerdem hielten dort die Fernzüge und wurden von außen von den Grenzern nach Flüchtlingen abgesucht. Die Grenzzugbegleiter verließen dort auch den Zug bzw. stiegen für die „Transit“-Fahrt nach „West-Deutschland“ zu. Kurz hinter den Grenzanlagen befanden sich aber auch eine bewohnte Kleinhaussiedlung.

Ich habe etwas in meinem Archiv gekramt. An meiner späteren Oberschule konnte ich mir im jahr 1979 eine Spiegelreflexkamera ausleihen. Mit dieser zog ich ein paar Tage durch die Gegend und knipste drauflos. Hier zwei kleine Serien, wobei die Bilder nach über 30 Jahren leider schon etwas verblichen sind.

Galerie 1. Vom Staakener Grenzweg, nördlich der Falkenseer Chaussee:

 

Galerie 2. Von der damals stillgelegten Hamburger Bahn zwischen der Mauer und dem Bahnhof Spandau:

 

Nichts besonderes, aber damals konnte ich ja noch nicht wissen, dass ich irgendwann einmal einen kleinen Blog unterhalten und Bilder ins Internet stellen würde. Sonst hätte ich sicher besser dokumentiert. Von der oben beschriebenen Brücke habe ich leider keine Fotos gemacht, bin dafür im Internet aber hier fündig geworden. Der ekelige Turm war damals jedoch rund .

Ostheimer Kirchenburg und Ruine Lichtenburg 2010

Anlässlich des zweitägigen 30. Silberdistel-Cup 2010 in Mellerichstadt, ergab sich die Gelegenheit für einen Besuch der Kirchenburg und der Ruine Lichtenburg in Ostheim vor der Rhön .

Zur Ruine sind wir am Sonntagmorgen von der Wasserwerkanlage (als Burgportal, siehe Foto) in etwa 30 Minuten nach oben gelaufen. Ein sehr schöner Weg. Zunächst an einer Wiese entlang und dann durch den Wald. Die Ruine ist bewirtschaftet, allerdings war die Gaststätte zur frühen Stunde leider noch geschlossen.

Anschließend haben wir uns die Kirchenburg angeschaut. Mit dieser wusste ich zunächst gar nichts anzufangen, denn ich hatte solch eine Anlage noch nie gesehen. Eine große Kirche, umgeben von einer richtigen Burg mit vier großen Burgtürmen?! Eine Burg mit Kapelle oder ein befestigtes Kloster, ok! Aber eine Burg-Kirche-Kombination in dieser Größe? Genaugenommen erinnert mich diese Anlage an das Computerspiel „Age of Empires II – The Age of Kings“. Es machte viel Spaß, dort eine Stunde durch die Anlage zu laufen und zu fotografieren, im Hintergrund Orgelmusik aus der Kirche. Danach ging es dann nach einem schönen Sonntag-Morgen zum Turnier nach Mellerichstadt, wo im Kreisverkehr vor der Berufsschule und dem Sportplatz den ganzen Tag lang etliche Old- und Youngtimer von einem Automobiltreffen ihre Schau-Runden drehten.

Hier einige Bilder:

 

Galerie 1. Kirchenburg

 

 

 

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Galerie 2. Ruine Lichtenburg

 

 

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