Fäkalien-Teppich treibt weiter auf der Havel

Tagesspiegel, 02.08.2012

  • „Beim Landesamt vermutet man, dass es sich um den illegal entsorgten Inhalt einer Schiffstoilette handelt. Nach dem Verursacher wird allerdings bisher nicht gefahndet. Denn: Der Polizei liegt bisher keine Anzeige vor. Das sei Sache des Gesundheitsamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, sagte Kostner. Dort wiederum verwies man auf die Zuständigkeit des Umweltamtes – das aber noch gar nicht informiert worden sei.“
  • „Die Verunreinigung trifft den Bereich, der ohnehin über die schlechteste Badewasserqualität Berlins verfügt…. Als Ursache für die erhöhte Schadstoffbelastung in diesem Bereich gilt die Tatsache, dass im Zentrum Berlins und Spandaus einst eine Mischwasserkanalisation gebaut wurde, in der Regen- und Abwasser gemeinsam befördert werden. Weil bei Starkregenfällen die Wassermassen das Klärwerk außer Betrieb setzen würden, muss ein Teil des mit Fäkalien verunreinigten Wassers in Spree und Havel geleitet werden.“

Fäkalienteppich auf der Unterhavel

Sentaverwaltung für Gesundheit, 01.08.2012

Badegewässerqualität im Bereich der Berliner Unterhavel durch fäkale Verunreinigungen beeinträchtigt

Bei Probenahmen zur Überwachung der Badegewässerqualität in der Unterhavel in Höhe ‚Schildhorn’ wurde ein schwimmender Teppich von Fäkalien und Hygieneartikeln gesichtet. Durch die Strömungsverhältnisse können diese Verunreinigungen auch in Gewässerabschnitte gelangen, an denen Badestellen liegen.
Die Quelle dieser Verunreinigungen ist noch unbekannt.

Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wird daher bis Höhe Schwanenwerder vom Baden abgeraten. Folgende Badestellen sind hiervon betroffen:

  • Grunewaldturm
  • Lieper Bucht
  • Radfahrerwiese
  • Großes Fenster
  • Kleine Badewiese
  • Breitehorn

Die Untersuchungsstelle ist mit zusätzlichen Probenahmen beauftragt. Sobald in den genannten Gewässerabschnitten das Baden wieder unbedenklich ist, wird das LAGeSo hierüber informieren. Die jeweils aktuellen Beurteilungen werden auf der Homepage des LAGeSo – http://www.badegewaesser.berlin.de(Externer Link) – veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.

Aktuelle Informationen:

Online-Badegewässerkarte des LAGeSo http://www.badegewaesser.berlin.de(Externer Link)
Badegewässertelefon des LAGeSo (030) 90229 5555
Aktuelle Informationen (auch außerhalb der Dienstzeit über Bandansage); auch Spezialfragen werden beantwortet.

rbb- Videotext Seiten 778 und 779

Info-Tafeln vor Ort an den Badestellen

Weiterführend: Berliner Zeitung

 

Wannsee: Badegäste retteten Ertrinkenden

Berliner Polizei, Pressemeldung

Eingabe: 27.07.2012 – 09:10 Uhr

Badegäste retteten Ertrinkenden

Steglitz-Zehlendorf

# 2408

Aufmerksame Badegäste retteten gestern Nachmittag in Zehlendorf einen Mann vor dem Ertrinken. Sie hatten den Mann kurz vor 15 Uhr an der Badestelle in der Straße Jagen 35 am Großen Wannsee in der Nähe einer DLRG-Station beobachtet, wie er zuerst auf einem Schwimmreifen saß, dann aber kurze Zeit später auf dem Bauch neben dem Ring im Wasser trieb. Eine Frau schwamm zuerst zu dem Verunglückten und stellte fest, dass er bewusstlos war, und rief um Hilfe. Zwei Männer hörten die Hilferufe und schwammen nun ebenfalls zu dem 47-Jährigen hinaus. Zusammen brachten sie den Bewusstlosen an Land und begannen mit der Reanimation bis zum Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte. Nach erfolgreicher Reanimation wurde der Verunglückte in ein Krankenhaus gebracht. Zu dem Zeitpunkt bestand für ihn Lebensgefahr.

 

Gatower Wiesenlandschaft – Kartierungsergebnisse Tier- und Pflanzenwelt

Kleine Anfrage
des Abgeordneten Peter Trapp (CDU)
vom 11. Juni 2012 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. Juni 2012) und Antwort
Kartierungsergebnisse Tier- und Pflanzenwelt auf Gatower Wiesenlandschaft – lesen

Einen Gefährdungsstatus nach den Roten Listen Berlins undoder Deutschlands haben folgende dort vorkommende Brutvogelarten:
Braunkehlchen
Feldlerche
Grauammer
Haubenlerche

Wegen rückläufiger Bestände in der Vorwarnliste zur Berliner Roten Liste geführt werden die Brutvogelarten:
Baumpieper
Dorngrasmücke
Feldsperling
Gelbspötter
Girlitz
Grauschnäpper
Grünspecht
Schafstelze
Sumpfrohrsänger

Die im Plangebiet zahlreich vorkommende Zauneidechse wird in Berlin in der Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft, bundesweit ist sie wegen rückläufiger Bestände in der Vorwarnliste.

Im Zuge der Biotopkartierung wurden die in der Berliner Roten Liste als „gefährdet“ geführten Pflanzenarten
Kassuben-Wicke (Vicia cassubica) und
Besenheide/Heidekraut (Calluna vulgaris)
festgestellt.

Zukunft des Baudenkmals Dreilinden

 

Abgeordnetenhaus Berlin – Kleine Anfrage
der Abgeordneten Antje Kapek (GRÜNE)
vom 30. Mai 2012 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 04. Juni 2012) und Antwort
Zukunft des Baudenkmals Dreilinden – lesen

Frage 3: Wer ist Eigentümer des Grundstücks bzw. der beiden Flurstücke?
Antwort zu 3: Das Grundstück gehört einer Privatperson.

Frage 5: Soll das Grundstück verkauft, verpachtet oder vermietet werden und über welche Zeiträume und an wen?
Antwort zu 5: Der private Eigentümer möchte das Grundstück verkaufen, da sich seine Idee einer Hotelnut-zung mangels Interessenten bis heute nicht verwirklichen ließ.

 

 

 

Historische Information auf Schwanenwerder auf Eis gelegt?

Kleine Anfrage
des Abgeordneten Wolfgang Brauer (LINKE)
vom 01. Juni 2012 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 05. Juni 2012) und Antwort
Historische Information auf Schwanenwerder auf Eis gelegt?

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

  1. Warum ist die Umsetzung des am 09.12.2010 gefassten Beschlusses des Abgeordnetenhauses zur Aufarbeitung und Dokumentation der Geschichte der Insel Schwanenwerder (vgl. Drs. 17/0086) noch nicht erfolgt?
    Zu 1.: Die Umsetzung des oben genannten Beschlusses ist vorbereitet. Aufgrund der geltenden vorläufigen Haushaltswirtschaft konnten in 2012 keine Beauftragungen erfolgen.
  2. Welcher Anteil an den bisherigen Verkaufserlösen landeseigener Liegenschaften auf Schwanenwerder steht bislang für die Aufarbeitung und Dokumentation der Insel zur Verfügung?
    Zu 2.: Diese Frage ist nicht mehr relevant, da die Finanzierung in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Finanzen anderweitig geregelt wird.
  3. Welche Vorbereitungen sind bereits erfolgt, bzw. welche Maßnahmen sind geplant, um eine Einbindung des Projektes in das Themenjahr „2013 – Zerstörte Vielfalt“ zu erreichen?
    Zu 3.: Das Aktive Museum wurde gebeten, alle konzeptionellen und organisatorischen Vorarbeiten in Kooperation mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz vorzunehmen, um eine baldige Umsetzung sicherstellen zu können. So hat beispielsweise bereits eine erste Begehung Schwanenwerders durch das Aktive Museum mit Vertreterinnen des zuständigen Bezirks Steglitz-Zehlendorf stattgefunden, um mögliche Standorte der geplanten Kommentierungen zu ermitteln. Mit dem Berliner Historiker Lothar Uebel, der ein umfangreiches Buch über die Geschichte Schwanenwerders veröffentlicht hat, besteht ebenfalls schon enger Kontakt, um sein Fachwissen in die geplante historische Kommentierung einzubeziehen.
    Über die Art der Einbindung in das Projekt „2013 – Zerstörte Vielfalt“ wird zu entscheiden sein, wenn das endgültige Konzept und der Fertigstellungstermin feststehen und die beabsichtigte Bürgerbeteiligung abgeschlossen sein wird.
  4. Wann werden die Gestaltungsaufträge für die vorgesehenen Informationstafeln vergeben werden?
    Zu 4.: Es ist vorgesehen, die Aufträge möglichst zeitnah zu vergeben.

Berlin, den 26. Juni 2012
In Vertretung
André Schmitz
Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 03. Juli 2012)

Quelle: Berliner Abgeordnetenhaus

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