Frischlinge erschossen

BZ Berlin, 10.06.2012

  • Wildscheine im Garten erlegt – lesen
    Bildlink:

    „Frischlinge dürfen das ganze Jahr über geschossen werden“, erklärt Marc Franusch, Sprecher der Berliner Forsten“

Dieser Tage wurde auch in der Frankenallee 11/Heerstraße ein kleines Reh erschossen, welches sich in der Nacht auf den Parkplatz bzw. in den Innenhofgarten verirrt hatte. Ich verstehe nicht, warum man die Tiere nicht betäuben und dann wieder aussetzten kann?

Prüterius: Wer kennt dieses Wort?

Prüterius?

Ein Familienname? Oder eine Begriff für etwas anderes? Wer kennt diesen Wort?

Es steht aufgedruckt auf einer Ansichtskarte (um 1915?, Rückseite nicht beschriftet):

Unklar ist, um welchen Lunapark es sich handelt:

  1. Möglicherweise, wie -sb am 21.11. herausgefunden hat, um den ehemaligen Park in Hamburg-Altona? Wikipedia:
    Die in dem Park enthaltenen See- und Wasseranlagen wurden auf natürlichem Wege durch die in dieser Gegend entspringende Isebek gespeist. Ungünstigerweise dienten die Teiche jedoch auch als Rückhaltebecken für die Kanalisation, so dass das Wasser nicht immer von bester Qualität war.“
    Allerdings bestand dieser Park laut Wikipedia zunächst nur von 1913-14. Die Karte würde ich dieser Zeit zuordnen. Falls es also eine Aufnahme des Hamburger Parks ist, würde ich sie als sehr selten ansehen.
  2. Möglicherweise um ein Nebengewässer des ehemaligen Luna Parks am Auensee in Leipzig-Wahren?
  3. Der Luna-Park in Berlin dürfte mittlerweile ausscheiden. Zwar befindet sich auf einen Pharus-Plan aus dem Jahre ca. 1904 nord-östlich des Halensee am Kronprinzendamm ein kleiner Teich, aber dieser wurde offenbar zugeschüttet und überbaut.

Vorstellbar ist, dass es sich bei der Teichbezeichnung „Prüterius“ um einen parkinternen Fantasie-Namen handelt. Aber auch eine Eigenkreation kann ja durchaus eine reale Ableitung haben.

Selbst Google kennt dieses Wort nicht! Die bisher einzigen beiden Suchergebnisse haben ihren Ursprung in der obigen Karte und stammen von mir:

Aber das muss ja nichts bedeuten. Es gibt unzählige alte Orts-Namen, welche noch nicht im „www“ archiviert sind und so in Vergessenheit zu geraten drohen. Im Berliner-GruneWald zum Beispiel die früheren örtlichen Bezeichnungen „Russenbrücke“ und „Vier Eichen„.

Hier in diesem Fall könnten also „Heimatkundler“ und „Lateiner“ weiterhelfen.

Wer etwas weiß….?

 

Luftschiff über den Funkturm – Wo entstand diese Aufnahme?

Auf der Rückseite des Fotos ist lediglich „Charlottenburg“ vermerkt. Zu sehen ist offenbar der Funkturm (erbaut 1926), wie er mit seiner Spitze in den 30iger-Jahren ausgesehen hat. Darüber ein Luftschiff. Im Hintergrund ist ein Bahn- und/oder ein Straßendamm zu erkennen, auf welchem sich zwei beflagte Flaggenmasten befinden.

Vielleicht entstand das Bild daher am Eröffnungstag der Olympischen Spiele 1936 in Berlin, dachte ich zunächst?  Bei dem Luftschiff würde es sich dann um die Hindenburg handeln. Aber die Hindenburg hatte bei der Eröffungsfahrt an ihrem oberen und unteren Heckruder jeweils ein Hakenkreuz (siehe hier), das ist hier aber nicht der Fall. Es handelt sich also wohl nicht um die Olympiafahrt der Hindenburg vom 01. August 1936. Möglicherweise handelt es sich daher um die LZ127 Graf Zeppelin, vielleicht bei ihrem Vorbeiflug 1929 zur ersten und bisher einzigsten Weltumrundung eines Luftschiffes…oder aber…?

Das Problem ist, dass es in der Nähe des Berliner Funkturms keine Gewässer gibt. Die Havel mit dem Bereich um Pichelswerder ist zu weit weg. Von dort aus sieht man den Funkturm nicht. Lediglich der Halensee und den Lietzensee ist in der Nähe. Der Lietzensee wird zwar von einer Straßentrasse unterbrochen, aber mir ist nicht bekannt, dass es dort früher einmal bauliche Anlagen in Form eines Bootshauses oder ähnliches gab, wie auf dem Foto ersichtlich. Auch vom Halensee aus kann ich die Bildperspektive nicht zuordnen, wobei sich am Halensee von 1909 – 1933 der Lunapark befand.

Hat jemand eine Idee…..?????

 

James Turrell im alten Wasserwerk Riemeisterfenn

Bezirk Steglitz-Zehlendorf
Pressemitteilung Nr. 435 vom 29.06.2011

James Turrell im alten Wasserwerk Riemeisterfenn

Seit 2003 bemüht sich der Berliner Kulturunternehmer Dimitri Hegemann darum, das ehemalige Wasserwerk Riemeisterfenn sowohl mit dessen ober- als auch unterirdischem Teil als Ort der Kunst zu entwickeln. Zusammen mit dem Mäzen Dieter Rosenkranz ist es ihm gelungen, den internationalen Raum- und Lichtkünstler James Turrell für dieses Projekt zu begeistern und ihn davon zu überzeugen, eine Ganzfeldinstallation im Wasserspeicher und im Pumpenraum des Wasserwerks zu bauen.

Die Kulturstadträtin Cerstin Richter-Kotowski begrüßt diese Initiative ausdrücklich und sagt Herrn Hegemann die Unterstützung des Bezirks zu. „James Turrell und seine Lichtinstallationen sind nicht nur für Steglitz-Zehlendorf, sondern für die Kulturhauptstadt Berlin ein Highlight“.

Seit über drei Jahren scheitert Herr Hegemann an der Berliner Bürokratie. Auch fehlt ihm offensichtlich jegliche Unterstützung seitens der Verantwortlichen im Berliner Senat. Vielmehr wird mit fadenscheinigen Ausflüchten versucht, wiederum zu verhindern, dass im Berliner Südwesten ein kultureller „Leuchtturm“ entsteht.

Petition – Knut gehört nicht ins Museum

Die Geschichte ist einfach zu traurig. Eine Beerdigung neben Thomas Dörflein? Ja um Himmels willen, warum denn eigentlich nicht? Und warum nicht auch auf dem Gelände des Berliner Zoos? Ich würde dies in diesem besonderen und einzigartigen Fall jedenfalls für würdig halten.

Für unwürdig halte ich es jedoch, das Fell von Knut in einem Museum auszustellen. Laut Berliner Zeitung vom 29.03.2011 sieht die Sache jedoch so aus:

Auch wenn das Museum noch nicht recht weiß, was mit Knut geschieht – im Zoo ist die Sache klar. „Wir haben uns entschieden“, sagte Sprecherin Claudia Bienek. Knut werde ans Museum gegeben, daran änderten auch Proteste nichts.

 

Wer das dennoch nicht möchte:

# 1705

Einst und jetzt: Der Barssee im Grunewald


04. Mai 1919 Alexander Stöcker – Werkverzeichnis 000F / 048 A
“Am Barssee in der Saubucht Berlin”

Alexander Stöcker, Presse-Illustrations-Verlag Berlin Friedenau
Ersteigert bei ebay für 12,40 €:
“Stöcker, Alexander (Alex) *1896 Berlin †1962 Berlin. Presse Fotograf im Presse-Illustrations-Verlag Berlin Wiesbadenerstr. 3. Stöcker begann seine Fotografenlaufbahn mit seinem Freund und Helfer Hans Mahraun, dessen Album aus der Zeit 1916-1925 im Einzelnen hier versteigert wird. Stöcker fotografierte zunächst politische Ereignisse, weitete seinen Arbeitsbereich aber auch auf Technik, Sport und Luftfahrt aus. Alle Aufnahmen sind Originale aus der Zeit (Vintageprints), die meisten Kontaktkopien von Glasplatten, verso gestempelt. Stöcker fotografierte damals mit einer Stegemann Hand-Camera 12×16,5 auf Glasplatten, Mahraun fertigte die Kontakt-Kopien.”
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04. April 2009 – Filmaufnahmen zur rbb Sendung “Bilderbuch-Grunewald”.
Im Bild Herr Hans-Dieter Lippert (ehemaliger Forstamtsmitarbeiter und heutiger Mieter des ehemaligen Forsthauses Alte Saubucht) und Herr Felix Oehler (Regisseur). Im Hintergrund noch ein Kameramann.
Herr Lippert erklärte uns, dass der See ausgetrocknet ist, weil die unter dem See liegende ehemals wasserdichte Schicht durchlässig geworden ist (der See ist also irgendwann wie eine Badewanne ausgelaufen, aus der man den Stöpsel gezogen hat). Mit einem gesunkenen Grundwasserspiegel soll die “Austrocknung” daher nichts zu tun haben.
Oberhalb des Barssee ist ein wunderschöner kleiner Teich gelegen, welcher von einem früheren Förster “Das Auge Gottes” getauft wurde. Dieser Teich hält das ganze Jahr über beständig Wasser.
Drehpause am Forsthaus “Alte Saubuch”, welches oberhalb des ehemaligen Barssee gelegen ist:

Mehr zum Barssee (ehemals „Barschsee“) bitte auf meiner Website zum Forst Grunewald: Hier.

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