Stellenausschreibung: Land Berlin – Forstdirektor/in – Forsttarifbeschäftigte/r (m/w/d) – Bewerbungsfrist 15.11.2019

Waldversteher/innen gesucht

Mit rund 275 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Berliner Forsten für die Bewirtschaftung und Bewahrung des Berliner Stadtwaldes, mit einer Fläche von fast 29.000 ha, zuständig. Die Waldbewirtschaftung erfolgt naturnah nach FSC- und Naturlandkriterien. Aufgrund der wichtigen Erholungswaldfunktion unterliegen die Berliner Wälder einer starken Frequentierung durch die Berliner Bevölkerung. Für unsere Behörde suchen wir engagierte Verstärkung.

Forstdirektor/in – Forsttarifbeschäftigte/r (m/w/d)

Kennziffer: G/ 2020

Besoldungsgruppe/ Entgeltgruppe: A15/  E15
(Bei Beamten/innen ist gemäß § 97 Landesbeamtengesetz eine Probezeit von zwei Jahren zu absolvieren)
Vollzeit: 40,0/ 39,4 Wochenstunden)
Besetzbar ab: 01.01.2020 (im Rahmen des Wissenstransfers/ Stellendoppelbesetzung)

Ihr Arbeitsgebiet umfasst:

Leiter/in des Forstamtes Grunewald:
Planen und Kontrollieren der Bewirtschaftung des Erholungswaldes; Forstschutz; Bürgerberatung; Aufstellen und Überwachen der Wirtschafts-, Hauungs- und Abschusspläne; Verwerten von Holz und sonstigen Forsterzeugnissen, Holzverkauf und ‘Marktpflege’; Erlaubnisse, Sondernutzungen; Liegenschaften; Bewirtschaften der Haushaltsmittel; Mitarbeit bei der Vermögensverwaltung;
• Bereich der Hoheitsaufgaben: Fällgenehmigungen nach § 6 LWaldG, Feststellen der Waldeigenschaft und interne fachliche Stellungnahmen im Rahmen von Genehmigungsverfahren nach § 9 LWaldG
• Fachliche Aufgabe: Entwicklung einer forstamtsspezifischen Waldnaturschutzstrategie und deren Umsetzung
• Bereich Personal: Feststellen des forstlichen Fortbildungsbedarfs Verantwortung für die Einleitung von Personalentwicklungsmaßnahmen
• Organisationsentwicklung und Führung: Entwicklung und Implementierung der neuen Führungskultur: Führen mit Zielen und Umsetzung der Zielvereinbarungen
• laufende Optimierung forstbetrieblicher Standorte im Forstamtsbereich
• Arbeitssicherheit
• Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik; Hoheitsaufgaben und Träger Öffentlicher Belange (TÖB)
• Personalangelegenheiten, Personalstelle der Tarifbeschäftigten (Forst), arbeits- und sozialfördernde Maßnahmen
• Jagdleitung und Wildtiermanagement
• Projektarbeit
• Für den Bereich Berliner Forsten: Zentrale Beschaffungsstelle

Formale Voraussetzungen:

• Abschluss einer Hochschule mit Master oder gleichwertig in der Fachrichtung Forstwissenschaft/ Forstwirtschaft.
Bei Beamten/innen: Erfüllung der laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 der technischen Dienste im Land Berlin, Laufbahnzweig Forstdienst
• Einschlägige, langjährige Berufserfahrung im forstlichen Außendienst oder in einer Forstverwaltung
• Leitungserfahrung
• Jagdschein
• Führerschein Klasse B
• Sachkundenachweis Pflanzenschutz (kann auch zeitnah nachgeholt werden)

Fachliche Voraussetzungen:
• langjährige Erfahrungen und Kenntnisse in der naturgemäßen Waldbewirtschaftung
• Erfahrungen bei der Bewirtschaftung von zertifizierten Wäldern (FSC und/oder Naturland) im Ballungsraum
• Grundlegende Kenntnisse einschlägiger Landesgesetzgebung (LJagdgesetz Bln, LwaldG Berlin und Brandenburg, Naturschutzrecht u.ä.)
• Kenntnisse im Haushalts- und Verwaltungsrecht
• Erfahrunfen mit forstbetrieblicher Software (ProForst) sowie GIS-Systemen
• Kenntnisse über Aufbau und Organisation der BF

Außerfachliche Voraussetzungen:

• Erwartet wird ein überdurchschnittliches Engagement und hohe Belastbarkeit auch bei hohem Arbeits- und Termindruck.
• Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit zur selbständigen Arbeitserledigung werden erwartet.
• Die Arbeit in stadtnahen Wäldern setzt ein hohes Maß an Kommunikation- und Konfliktfähigkeit voraus.
• Zum Aufgabengebiet gehört auch die Mitwirkung an Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, die auch abends und an Wochenenden stattfinden können. Entsprechend dem Einsatzplan fällt Bereitschaftsdienst, insbesondere an Wochenenden und Feiertagen an.

Wir bieten Ihnen

  • ein familienfreundlich geprägtes Betriebsklima.
  • ein attraktive/s Besoldung/ Entgelt
  • einen interessanten, abwechslungsreichen und sicheren Arbeitsplatz in grüner Umgebung, mit moderner Büroausstattung.
  • flexible Arbeitszeitgestaltung durch die gleitende Arbeitszeit und die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung im Rahmen der dienstlichen Notwendigkeiten.
  • die Möglichkeit, Ihre persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln, indem Sie unsere vielfältigen Angebote der fachlichen und außerfachlichen Fort- und Weiterbildung nutzen und so Karrierechancen für sich eröffnen.
  • ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, mit Angeboten welche Ihre Gesundheit erhalten sollen.

Das Anforderungsprofil mit fachlichen und außerfachlichen Kriterien sowie weitere Informationen erhalten Sie über den Button „weitere Informationen“.

Bitte stellen Sie uns folgende Unterlagen zur Verfügung:

– Lebenslauf
– Studiennachweis
– aktuelle/s Dienstliche Beurteilung/Arbeitszeugnis ( möglichst nicht älter als 1 Jahr) und
– ggf. eine Einverständniserklärung zur Personalakteneinsicht mit Angabe Ihrer personalaktenführenden Stelle

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Ihre Bewerbung nur mit vollständig eingereichten Bewerbungsunterlagen im weiteren Verfahren Berücksichtigung finden kann.

Bewerbungen sind über das Berliner Karriereportal/ Jobportal der Berliner Verwaltung möglich. Das Karriereportal ist die zentrale Bewerbungsplattform der Berliner Verwaltung. Nutzen Sie folgenden Link:

https://www.berlin.de/karriereportal/stellen/jobportal/stellenangebote.html.

Wenn das beschriebene Aufgabengebiet Ihr Interesse geweckt hat, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum  15.11.2019 ausschließlich online. Die Eingabe Ihrer Daten erfolgt über den Button „Jetzt bewerben“ (unten rechts in dieser Anzeige). Die geforderten Unterlagen sind Ihrer Bewerbung als PDF-Upload hinzuzufügen.

Allgemeine Hinweise:

Ich bin gehalten, im Rahmen des Auswahlverfahrens auch die/das aktuelle dienstliche Beurteilunge/ Arbeitszeugnis (möglichst nicht älter als 12 Monate) zu berücksichtigen. Falls ein/e entsprechende/s Beurteilung/ Arbeitszeugnis nicht vorhanden ist, ist die Erstellung einzuleiten. Sollte kein/e aktuelle/s Beurteilung/ Arbeitszeugnis vorliegen, kann die Bewerbung nicht berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Bewerber/-innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt. Die Berliner Forsten sind bestrebt, den Anteil der Frauen an der Dienstkräftezahl zu erhöhen bzw. sie beruflich zu fördern. Aus diesem Grunde sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Es wird darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, ausdrücklich erwünscht sind. Reisekosten können leider nicht erstattet werden.

Für Rückfragen steht Frau  Schober unter 030-64193768  oder per Mail karen.schober@senuvk.berlin.de zur Verfügung.

Quelle

Stellenausschreibung: Land Berlin – Leitende/n Forstdirektor/in (m/w/d) oder Beschäftigte/n mit außertariflichem Sondervertrag (m/w/d) – Bewerbungsfrist 31.10.2019

Waldversteher/innen gesucht

Mit rund 275 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Berliner Forsten für die Bewirtschaftung und Bewahrung des Berliner Stadtwaldes, mit einer Fläche von fast 29.000 ha, zuständig. Die Waldbewirtschaftung erfolgt naturnah nach FSC- und Naturlandkriterien. Aufgrund der wichtigen Erholungswaldfunktion unterliegen die Berliner Wälder einer starken Frequentierung durch die Berliner Bevölkerung. Für unsere Behörde suchen wir engagierte Verstärkung.

Die Berliner Forsten suchen eine/ n

Leitende/n Forstdirektor/in (m/w/d)

oder Beschäftigte/n mit außertariflichem Sondervertrag (m/w/d)

Kennziffer: BF AL/2019

Besoldungsgruppe: A 16 (mit der Option demnächst Beförderung nach B2)

Es ist gemäß § 97 Landesbeamtengesetz (LBG) eine Probezeit von zwei Jahren zu absolvieren

Entgeltgruppe: AT 1 (Bewertungsvermutung)

Besetzbar ab: 01.05.2020 (im Rahmen des Wissenstransfers/ Stellendoppelbesetzung)
Ihr Arbeitsgebiet umfasst:

Leiter/in der Berliner Forsten (Landesforstdirektor/in)
Das Aufgabenspektrum der Amtsleitung umfasst die Aufgabenbereiche der Entwicklung der Ziele, Konzepte und Leitlinien für den Umgang mit den Berliner Wäldern, die Forstbetriebssteuerung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Repräsentation gegenüber Dritten. Der/dem Dienstposteninhaber/in obliegt die Führungsverantwortung für derzeit 275 Mitarbeitende, die Budgetverantwortung sowie die Wahrnehmung von Aufgaben im Rahmen des Arbeitsschutzes gem. § 13 Abs. 1 Nr. 4 Arbeitsschutzgesetz und des Brandschutzes.

Formale Voraussetzungen:

Bei Beamten/innen: Erfüllung der laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des technischen Dienstes im Land Berlin, Laufbahnzweig Forstdienst

Das Arbeitsgebiet kann auch von Tarifbeschäftigten im Rahmen eines Dienstvertrages wahrgenommen werden. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in der Fachrichtung Forstwissenschaften oder mit dem Schwerpunkt Forstwissenschaften.

Langjährige und einschlägige Berufserfahrung im Forstdienst, davon mindestens 5 Jahre in einem Forstbetrieb oder einer Forstverwaltung.

Leitungserfahrung im öffentlichen Dienst

Jagdschein, Führerschein der Klasse B

Fachliche Voraussetzungen:

  •  Einschlägige Fach- und Rechtskenntnisse Verwaltungs-, Umwelt- , Forst-, Naturschutz- und Jagdrecht
  •  Kenntnisse der naturnahen Waldbewirtschaftung unter den Anforderungen im Ballungsraum
  •  Kenntnisse über FSC-/Naturlandzertifizierungen
  •  Kenntnisse über und Erfahrungen mit Inhalte(n), Methoden und Instrumente(n) des Organisationsmanagements (strategische Steuerung von Organisationsänderungs- und – entwicklungsprozessen) sowie des Personalmanagements (insb. Personalentwicklung, -planung, Führung mit Zielen, projektorientiertes Führen, Moderation),
  •  Kenntnisse der verwaltungsspezifischen Bearbeitungsstandards (GGO, AZG, LHO)
  •  Gender- und Diversitykompetenz, Kenntnisse Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm (GPR), Leitbild Gleichstellung, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), Gesetz zur Regelung von Partizipation und Integration (PartIntG),
  •  Kenntnisse des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG), des Personalvertretungsgesetzes Berlin (PersVG) und des Sozialgesetzbuches Teil IX (SGB IX)
  •  Darüber hinaus sind Kenntnisse des Arbeitsschutzes, insb. zur Wahrnehmung der erforderlichen Maßnahmen gem. § 3 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) i.V.m. § 13 Abs. 1 Nr. 4 ArbschG – und des Gesundheitsschutzes, insb. DV Gesundheit und zu Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements BEM wichtig.

Außerfachliche Kompetenzen:

  • Belastbarkeit, Leistungs-, Organisationsfähigkeit, Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit, prozessorientiertes und strukturiertes Denken, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Dienstleistungsorientierung.
  •  Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit mit Arbeitskraft und –mitteln sowie Kosten und Zeit ökonomisch umzugehen.
  •  Der/die künftige Stelleninhaber/in soll in der Lage sein, hoch qualifizierte Mitarbeiter/innen auch bei hoher Arbeitsbelastung kooperativ zu führen. Delegationsfähigkeit ist hierbei unabdingbar.
  •  Von der künftigen Führungskraft wird erwartet, dass sie aktiv auf die Gleichstellung der Mitarbeitenden in der Beschäftigung und auf die Beseitigung bestehender Unterrepräsentanzen hinwirkt.

Das Anforderungsprofil mit fachlichen und außerfachlichen Kriterien sowie weitere Informationen erhalten Sie über den Button „weitere Informationen“.Bitte stellen Sie uns folgende Unterlagen zur Verfügung:

– Lebenslauf
– Studiennachweis
– aktuelle/s Dienstliche Beurteilung/Arbeitszeugnis ( möglichst nicht älter als 1 Jahr) und
– ggf. eine Einverständniserklärung zur Personalakteneinsicht mit Angabe Ihrer personalaktenführenden Stelle

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Ihre Bewerbung nur mit vollständig eingereichten Bewerbungsunterlagen im weiteren Verfahren Berücksichtigung finden kann.

Bewerbungen sind über das Berliner Karriereportal/ Jobportal der Berliner Verwaltung möglich. Das Karriereportal ist die zentrale Bewerbungsplattform der Berliner Verwaltung. Nutzen Sie folgenden Link:

https://www.berlin.de/karriereportal/stellen/jobportal/stellenangebote.html.

Wenn das beschriebene Aufgabengebiet Ihr Interesse geweckt hat, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum  30.10.2019  ausschließlich online. Die Eingabe Ihrer Daten erfolgt über den Button „Jetzt bewerben“ (unten rechts in dieser Anzeige). Die geforderten Unterlagen sind Ihrer Bewerbung als PDF-Upload hinzuzufügen.

Allgemeine Hinweise:

Ich bin gehalten im Rahmen des Auswahlverfahrens auch die aktuellen Dienstlichen Beurteilungen/ Zeugnisse oder Zwischenzeugnisse (nicht älter als 12 Monate) zu berücksichtigen. Falls ein/e entsprechende/s Dienstliche Beurteilung/ Zeugnis nicht vorhanden ist, ist die Erstellung einzuleiten. Sollte kein/e aktuelle/s Dienstliche Beurteilung/ Zeugnis vorliegen, kann die Bewerbung nicht berücksichtigt werden.

Schwerbehinderte Bewerber/-innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt.

Die Berliner Forsten sind bestrebt, den Anteil der Frauen an der Dienstkräftezahl zu erhöhen bzw. sie beruflich zu fördern. Aus diesem Grunde sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht.

Es wird darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen ausdrücklich erwünscht sind.

Reisekosten können leider nicht erstattet werden.

Für telefonische Rückfragen steht  Fr. Schober unter 030-64193768 oder Frau Lischeswki unter 030-64193760  zur Verfügung.

EuGH-Urteil: Wölfe dürfen nur geschossen werden, wenn es keine Alternative gibt

Spiegel, 10.10.2019:

 

Europäischer Gerichtshof, Urteil zum Az C-674/17 vom 10.10.2019:

Aus diesen Gründen hat der Gerichtshof (Zweite Kammer) für Recht erkannt:

Art. 16 Abs. 1 Buchst. e der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen ist dahin auszulegen, dass er dem Erlass von Entscheidungen entgegensteht, mit denen Ausnahmen von dem in Art. 12 Abs. 1 Buchst. a in Verbindung mit Anhang IV Buchst. a dieser Richtlinie niedergelegten Verbot der absichtlichen Tötung von Wölfen im Rahmen der bestandspflegenden Jagd genehmigt werden und das Ziel der Bekämpfung von Wilderei verfolgt wird, wenn

  • das mit diesen Ausnahmen verfolgte Ziel nicht klar und deutlich belegt wird und die nationale Behörde nicht anhand fundierter wissenschaftlicher Daten nachzuweisen vermag, dass diese Ausnahmen geeignet sind, dieses Ziel zu erreichen,
  • nicht hinreichend nachgewiesen ist, dass das mit ihnen verfolgte Ziel nicht durch eine anderweitige zufriedenstellende Lösung erreicht werden kann, wobei das bloße Vorliegen einer illegalen Aktivität oder die Schwierigkeiten, denen bei der Durchführung der Kontrolle dieser Aktivität begegnet wird, hierfür nicht ausreichen können,
  • nicht gewährleistet ist, dass der günstige Erhaltungszustand der Populationen der betreffenden Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet trotz der Ausnahmeregelungen gewahrt bleibt,
  • in Bezug auf die Ausnahmen keine Bewertung des Erhaltungszustands der Populationen der betreffenden Art sowie der voraussichtlichen Auswirkungen der in Betracht gezogenen Ausnahme auf diesen bezogen auf das Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats oder gegebenenfalls bezogen auf die betreffende biogeografische Region, wenn sich die Grenzen dieses Mitgliedstaats mit mehreren biogeografischen Regionen überschneiden oder das natürliche Verbreitungsgebiet der Art dies erfordert, und soweit möglich grenzüberschreitend vorgenommen wurde und
  • nicht sämtliche Bedingungen erfüllt sind, die sich auf die Entnahme einer begrenzten und spezifizierten Anzahl von Exemplaren bestimmter in Anhang IV der Habitatrichtlinie genannter Arten unter strenger Kontrolle, selektiv und in beschränktem Ausmaß beziehen; die Erfüllung dieser Bedingungen ist u. a. unter Berücksichtigung der Größe der Population, ihres Erhaltungszustands und ihrer biologischen Merkmale nachzuweisen.

Es ist Aufgabe des vorlegenden Gerichts [dem Korkein hallinto-oikeus (Oberstes Verwaltungsgericht, Finnland)], zu prüfen, ob dies im Ausgangsverfahren der Fall ist.

Abgeordnetenhaus: Brand im Grunewald II

Abgeordnetenhaus – Drucksache 18/20246

  • Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (FDP) vom 15.07.2019
  • Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 26.07.2019

zum Thema:
Brand im Grunewald II

 

Frage 1: Was war nach aktuellem Kenntnisstand die Ursache des Brands am 25.06.2019 im Grunewald?
Frage 2: Kann eine Brandstiftung ausgeschlossen werden?

Das Verfahren ist bei der Staatsanwaltschaft Berlin noch nicht anhängig. Die polizeilichen Ermittlungen des LKA 121 zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen. Eine Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

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Frage 3: Wieviel Waldfläche in welchem genauen Bereich ist vom Brand betroffen worden? Steht diese Fläche vollständig im Eigentum des Landes Berlin bzw. nachgelagerter Behörden? Falls nicht, wer ist Eigentümer?

Im Jagen 117 der Revierförsterei Saubucht brannten insgesamt rund 4,00 ha Wald ab. Die betroffene Fläche befindet sich als Eigentum des Landes Berlin vollständig im Fachvermögen der Berliner Forsten.

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Frage 4: Aus welchem Haushaltstitel mit welchem aktuellen Ansatz wird grundsätzlich eine Wiederaufforstung bezahlt? Welche Mittel sind in den Jahren 2016 bis 2018 tatsächlich aus diesem verwendet worden?

Eine Aufforstung wird in Abhängigkeit der notwendigen Arbeiten und Materialien aus Titeln im Kapitel 0751 – Berliner Forsten – finanziert:
– Titel 51423 Saat- und Pflanzgut, Düngemittel; Ansatz 2019: 50.000 €
– Titel 52124 Unterhaltung der Forsten; Ansatz 2019: 1.861.000 €
Der Kostenaufwand einer Aufforstung beträgt ca.10.000 – 14.000 € / ha.
Wiederaufforstungen gab es im Zeitraum 2016 – 2018 bei den Berliner Forsten nur in geringem Umfang in der Folge der Schadensbehebung von Sturm Xavier (Herbst 2017).
Im darauf folgenden Jahr 2018 erfolgten Neubepflanzungen von Sturmflächen (zum Beispiel im Revier Spandau des Forstamtes Tegel auf einer Größe von rund 0,70 ha und in 2019 weitere 2 Flächen von jeweils 0,60 ha).
Im Zusammenhang mit Waldbränden sind planmäßige Wiederaufforstungen in Berlin bisher selten. Voraussetzung dafür wäre die weitgehende Zerstörung des Baumbestandes auf einer erheblichen Flächengröße. Dies war im Zeitraum der Jahre 2016 – 2018 und auch 2019 nicht flächig der Fall. Die Anzahl der Waldbrände in Berlin ist zwar in trockenheißen Sommern hoch, jedoch als Bodenfeuer im Schadensausmaß gegenüber dem vorhandenen höheren, älteren Baumbestand nach bisherigen Erfahrungen für die einzelnen Waldbestände nicht bedrohlich.

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Frage 5: Welche finanziellen Mittel sind aus Sicht der Forstverwaltung erforderlich, um eine unverzügliche Wiederaufforstung zu gewährleisten? In welchem Zeitraum könnte diese abgeschlossen werden?

Eine Wiederaufforstung der Waldbrandfläche im Grunewald ist vorerst nicht vorgesehen, da das Feuer als Bodenfeuer vor allem die Kraut- und Strauchschicht geschädigt hat. Der ältere Baumbestand war nur in geringem Maß betroffen. Sofern die Vegetation auf der Fläche sich in den kommenden Jahren nicht ausreichend regeneriert, werden ggf. Sträucher und Laubbäume nachgepflanzt. Da der notwendige Umfang der Maßnahmen noch nicht feststeht, ist eine Kostenschätzung derzeit nicht möglich.

 

Abgeordnetenhaus: Fuchsjagd in Berlin

Abgeordnetenhaus: Drucksache 18/20018

  • Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Michael Efler (LINKE) vom 21. Juni 2019
  • Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 04. Juli 2019

zum Thema:

Fuchsjagd in Berlin

 

Frage 1: Gibt es seitens des Senats Kriterien, aus welchen Gründen Füchse getötet werden dürfen?

Antwort: Das Jagdrecht ist die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere (Wild), die dem Jagdrecht unterliegen, die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Füchse unterliegen nach dem Bundesjagdgesetz dem Jagdrecht. Darauf stützend bedarf es keiner gesonderten Begründung für die Jagdausübung auf Füchse.
Die Jagd in befriedeten Bezirken ist nur gestattet, wenn Füchse handzahm sind, sich nicht mehr vergrämen lassen oder von ihnen eine Gefahr ausgeht sowie sie verletzt oder krank sind.

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Frage 2: Sind dem Senat die Gründe für die pro Jagdjahr ca. 70-80 erlegten Füchse bekannt und wenn nein, warum nicht?

Antwort: Die einzelnen Gründe sind dem Senat nicht bekannt. Es gibt keine Rechtsgrundlage, die Jägerinnen oder Jäger verpflichtet, die Gründe für die Erlegung darzulegen.

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Frage 3: Gibt es bei der Jagdstrecke des Fuchses Unterschiede zwischen dem Stadtgebiet Ost und dem Stadtgebiet West und wenn ja, wie sind diese zu begründen?

Antwort: Nach Auswertung der vorliegenden Streckenmeldungen werden im Stadtgebiet Ost insgesamt mehr Füchse erlegt als im Stadtgebiet West. Auf Grund auch der höheren Fallwildzahlen im Ostteil der Stadt ist zu vermuten, dass die Population größer ist.

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Frage 4: Wie steht der Senat zu einer ganzjährigen Schonzeit für Füchse, wie zum Beispiel beim Dachs und beim Baummarder?

Antwort: Die Populationen des Dachses und des Baummarders sind wesentlich geringer als die des Fuchses. Bei einer ganzjährigen Schonzeit wären notwendige schnelle Handlungen aus Gründen des Tierschutzes nicht mehr gewährleistet. Dann müsste die jeweils notwendige Bejagung über Einzelfallregelungen genehmigt werden. Dieser hohe Verwaltungsaufwand könnte durch die Jagdbehörde nicht in der notwendigen Kurzfristigkeit sichergestellt werden.

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Frage 5: Sofern der Senat eine ganzjährige Schonzeit mit der Begründung ablehnt, dass dann etwaige Nottötungen verletzter/schwerkranker Tiere erschwert wären: Wie wird dies bei kranken/verunfallten Dachsen, Baummardern, Greifvögeln oder Schwänen organisiert?

Antwort: Kranke und verunfallte Tiere ziehen sich größtenteils zurück, so dass sie oftmals nicht gefunden werden und in der Regel nicht erlegt werden.
Bezogen auf den Dachs wurden in den letzten fünf Jagdjahren insgesamt lediglich sieben Dachse mit einer Ausnahmegenehmigung erlegt, 40 Dachse wurden als Fallwild gemeldet.
Beim Baummarder wurden nur drei Totfunde gemeldet, Genehmigungen zum Erlegen wurden nicht beantragt oder erteilt.
Greifvögel und Wasservögel werden in einer Auffangstation vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) Berlin bis zur Wiederausgliederung aufgenommen. Ausnahmegenehmigungen werden hierzu nicht erteilt.

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Frage 6: Wie steht der Senat zu einer Herausnahme von Füchsen aus dem Jagdrecht?

Antwort 6: Der Senat sieht keine Notwendigkeit, den Fuchs aus dem Jagdrecht herauszunehmen.
Wie alle nicht dem Jagdrecht unterliegenden Tierarten würde dann auch der Fuchs ausschließlich dem Artenschutz unterliegen. Notwendige Maßnahmen, gegebenenfalls auch die Tötung von „Problemtieren“ müssten dann über Ausnahmereglungen nach dem Artenschutzrecht getroffen werden. Ein eventuell notwendiges schnelles Agieren wäre dann kaum mehr möglich.

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Frage 7: Arbeitet die Verwaltung mit Wildtierärzten oder Auffangstationen zusammen, die verletzte Wildtiere pflegen und wieder auswildern?

Antwort: Lediglich Greifvögel und Wasservögel werden in einer Auffangstation vom NABU Berlin bis zur Wiederausgliederung aufgenommen. Für weitere Wildtiere gibt es keine Wildtierärzte oder Auffangstationen, mit der die Verwaltung zusammenarbeitet.

 

Tiere besser schützen – Tierschutzverbandsklagerecht kommt in Berlin

Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dr. Dirk Behrendt, den Entwurf des Gesetzes zur Einführung des Tierschutzverbandsklagerechts zur Kenntnis genommen. Vor Beschlussfassung durch den Senat und Einbringung in das Abgeordnetenhaus wird die Vorlage nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.

Senator Dr. Behrendt: „Tiere können naturgemäß nicht selbst Klage erheben. Für Tierschutzorganisationen fehlt aber bisher die Möglichkeit, stellvertretend für die Tiere rechtswidriges Handeln oder Unterlassen seitens der Behörden des Landes Berlin anzugreifen.“

In dem vorliegenden Gesetzentwurf wird anerkannten Tierschutzorganisationen das Recht eingeräumt, an tierschutzrelevanten Verwaltungsverfahren mitzuwirken und Maßnahmen der Behörden des Landes Berlin oder deren Unterlassen auf die Vereinbarkeit mit dem Tierschutzrecht gerichtlich überprüfen zu lassen, ohne dass diese Tierschutzorganisationen in eigenen Rechten verletzt sein müssen (Verbandsklagerecht). Die Regierungskoalition hat sich in den Richtlinien der Regierungspolitik auf die Schaffung eines Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzorganisationen verständigt, um auch so Tierversuche auf das notwendige Maß zu beschränken und Tierleid zu verringern.

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung vom 25.06.2019

Abgeordnetenhaus: Rodungen in den Berliner Forsten

Abgeordnetenhaus – Drucksache 18/18923

  • Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen (CDU) vom 14.05.2019
  • Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 30.05.2019

 

 

Frage 1: Wie viel Holz wurde in den vergangenen zehn Jahren aus den Berliner Forsten gerodet (aufgeteilt nach Revierförstereien)?

Rodungen finden bei den Berliner Forsten nicht statt, die Bewirtschaftung erfolgt gemäß der §§ 11 und 12 Landeswaldgesetz nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldbewirtschaftung und damit kahlschlagfrei. Rodungen würden nur im Rahmen von Waldumwandlungen bei einer Nutzungsänderung stattfinden.
Da die Frage wahrscheinlich auf die Menge des im Rahmen der Waldpflege geernteten Holzes zielte, sind diese Daten in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Revier Holzernte in fm aufsummiert 2008 – 2018
Anmerkung: Das Holzvolumen für Rundholz wird in Festmetern (fm) angegeben. Ein Festmeter entspricht dem Volumen von einem Kubikmeter (m³).
Dachsberg 30.115
Eichkamp 34.998
Saubucht 45.380
Wannsee 29.170
Weitere

 

Frage 2: Wie viele Bäume wurden in den vergangenen zehn Jahren in Berliner Forsten gepflanzt (aufgeteilt nach Revierförstereien)?

In den vergangenen zehn Jahren wurden in den Berliner Forsten ca. 2,5 Mio. Bäume gepflanzt. Die Ermittlung der Einzeldaten für die 28 Reviere war den Berliner Forsten nicht möglich, da die Pflanzungen nicht nur im Rahmen des zentral koordinierten Mischwaldprogramms (100 ha je Jahr), sondern auch durch eine Vielzahl kleinerer Pflanzaktionen erfolgten, sowohl in Eigenregie als auch durch ehrenamtliche Initiativen bis hin zu besonderen Solitärpflanzungen (z.B. Pflanzungen anläßlich der Aktion Baum des Jahres, Pflanzaktionen verschiedener Naturschutzvereine, Einzelgruppen, Unternehmen usw.).

 

Frage 3: Wie hat sich der Preis für Holz in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Der Preis für Holz wird immer zwischen den jeweiligen Vertragsparteien ausgehandelt. Er ist abhängig vom allgemeinen Holzmarkt, der Holzart, dem Sortiment usw. Eine bundesweite Übersicht gibt die Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: LINK.
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Preise sind die Nettoerlöse in Euro je Festmeter (fm) verkauften Holzes als Durchschnittswert aller Sortimente und Baumarten, die durch die Berliner Forsten erzielt wurden.

Jahr Durchschnittspreis/fm
2008 26,77
2009 23,01
2010 22,24
2011 29,89
2012 24,89
2013 19,58
2014 26,19
2015 25,16
2016 21,33
2017 23,05
2018 22,19

 

Frage 4: Wie hoch ist der Gewinn aus dem Verkauf des Holzes?

Die im Durchschnitt der letzten Jahre erzielten Erlöse belaufen sich für die Berliner Forsten insgesamt auf ca. 2 Mio. € /Jahr.

 

Frage 4.2: Wer sind die Abnehmer?

Bei den Abnehmern handelt es sich in der Regel um forstliche Dienstleister, die als sogenannte Selbstwerber das Holz nach den vertraglich mit den Berliner Forsten vereinbarten Regeln auf eigene Rechnung ernten und vermarkten. Kleinstmengen gehen an private Verbraucher, die entweder fertig aufgearbeitetes Holz kaufen oder ebenfalls als Selbstwerber liegendes Holz im Wald aufarbeiten und gegen Entgelt erwerben.

 

Frage 5: Wird das Holz durch Angestellte des Landes geerntet oder werden damit Drittunternehmen beauftragt?

Die überwiegende Holzmenge wird im Rahmen standardisierter Pflegemaßnahmen durch Drittunternehmen (siehe Antwort zu 4.2) gewonnen. Die Holzernte durch angestellte Forstwirtinnen/Forstwirte, Forstwirtschaftsmeisterinnen / Forstwirtschaftsmeister und Auszubildende erfolgt unter anspruchsvollen Bedingungen schwerpunktartig in sensiblen und komplexen Waldarealen sowie im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht.

 

Frage 6: Mit welchen Geräten werden die Bäume geerntet?

Der überwiegende Teil der Waldpflege erfolgt durch sogenannte Harvester (vollmechanisierte Holzerntemaschinen). Je nach den Verhältnissen in den verschiedenen Waldflächen (Alter, Struktur, Baumartenzusammensetzung) erfolgt eine Kombination zwischen mechanisierter Harvesterfällung und manueller Zufällung mit 1-Personen- Motorsägen. Die Bäume werden dann durch den Harvester entastet und in unterschiedlichen Längen aufgearbeitet (Sortimentsbildung).

(Kritscher Hinweis: Boden ist kein „Schwamm“, „verdichtet bleibt verdichtet – bis zur nächsten Eiszeit“.
Weiterführend u.a. bitte: Wikipedia Holzvollernter – Ökologische Auswirkung)

 

Frage 6.2: Wird darauf geachtet, leichte Geräte zur Schonung des Waldbodens zu nutzen?

Die Pflege der Berliner Wälder erfolgt unter Einhaltung der Bewirtschaftsungsvorgaben der §§ 11 und 12 des Landeswaldgesetzes. Die dabei zum Einsatz kommenden Verfahren und Maschinen entsprechen den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft.
Leichte Geräte sind für die Pflege größerer Waldflächen im Rahmen der Holzrückung (Holztransport außerhalb der Wege) aus technischen Gründen (Schwere des Holzes, Unwegsamkeit der Fläche, Aspekte der Arbeitssicherheit, Arbeitsökonomie) in der Regel nicht einzusetzen.
Die Verwendung von bodendruckmindernden Breitreifen ist Standard. Nach den Maßgaben der FSC1- und Naturland-Zertifizierung erfolgt der Einsatz von Maschinen im Wald ausschließlich auf dafür dauerhaft markierten Rückegassen. Auf diesen wird zur Verminderung des Bodendrucks das Reisigmaterial aus der Entastung abgelegt. In geeigneten Beständen kommen auch Pferde für Waldarbeiten zum Einsatz.

 

Frage zu 7: Warum wird das Holz geerntet?

Die Nutzung von Holz verfolgt mehrere Zwecke.
Vorrangig erfolgt die Holzgewinnung in den Wäldern der Berliner Forsten im Rahmen einer ordnungsgemäßen Pflege und im Sinne der Entwicklungsziele des gesetzlichen Schutz- und Erholungswaldes.
Weiterhin dient die Holznutzung der Steuerung von Prozessen der Waldentwicklung (Standraumregulierung der Bäume). Die Entnahme von Kiefern zugunsten von Laubholz beschleunigt die Veränderung der Baumartenzusammensetzung hin zu stabilen und zukunftsfähigen Mischwäldern im Rahmen des so wichtigen Klimaschutzes und der Biodiversität.
Mit dem aus den Wäldern gewonnenem nachwachsendem Rohstoff Holz tragen die Berliner Forsten auch zur Deckung des Holzbedarfs der Berliner Bevölkerung bei.
Auch wenn global gesehen das Holz aus den Berliner Wäldern nur einen relativ kleinen Teil zur Nachfragedeckung beitragen kann, spiegelt sich doch in der Holznutzung die Verantwortung der Berliner Stadtgesellschaft wider, den eigenen Holzbedarf nicht nur anderen Holzerzeugern, möglicherweise aus Übersee, aufzulasten.

 

Frage 7.2: Welche Auswirkungen hat das auf das Ökosystem Wald?

Wie schon unter Antwort zu 7 beschrieben dient die Ernte von Holz auch der Steuerung von Prozessen im Wald. Durch die Entnahme von Bäumen stehen größere Anteile der verfügbaren Ressourcen (Wasser, Licht, Nährstoffe) den verbleibenden Baumindividuen zur Verfügung. Damit verbessern sich deren Wachstumsbedingungen, was zu einer höheren Stabilität und Vitalität der Waldbestände beiträgt. Dies wirkt sich insbesondere auf Baumarten mit erhöhtem Lichtbedarf (z.B. Eichen) positiv aus und die natürliche Verjüngung der Waldbäume sowie Prozesse der Bodenentwicklung (Humusbildung, Nährstoffumsatz) werden gefördert.

 

Frage 8: Wie war die Personalentwicklung inklusive Krankenstand in den letzten zehn Jahren (aufgeteilt nach Revierförsterein)?

Eine Auswertung für die gewünschte Darstellung ist digital erst für die Personalentwicklung ab 2010 möglich.

Tabelle siehe hier.
Weiterführend: Abgeordnetenhaus 2017: Berliner Forsten – Personalentwicklung

Krankenstand an dieser Stelle weggelassen, Antwort siehe hier.

 

Frage 9: Gibt es Vorgaben an die Revierförstereien, wieviel Holz geerntet werden kann?

Für die Berliner Forsten und die Revierförstereien gibt es eine zehnjährige Maßnahmenund Nutzungsplanung (Forsteinrichtung). Diese beschreibt unter anderem auch, wieviel Holz geerntet werden kann und soll.

 

Frage 10: Dürfen auch private Käufer Holz erwerben?

Ja.

 

Frage 10.2: Wenn ja, wie ist der Ablauf (Telefon, Abholung, Kosten)?

Berliner Forsten bieten verschiedene Möglichkeiten, Holz zu erwerben. Für Kleinstabnehmer (Private mit Kamin- bzw. Ofenheizung) empfiehlt sich, die jeden Dienstag stattfindenden Sprechstunden in den Revierförstereien und Forstämtern zu nutzen oder bei den bevorzugt zur Weihnachtszeit stattfindenden Märkten mit Holzversteigerung zu bieten. Regelmäßig ist das Holz selbst abzuholen. Dieses Brennholz ist in aller Regel auch durch die Käufer zu schneiden, zu spalten und zu trocknen. In geringem Umfang wird auch meterlanges, teilweise gespaltenes Holz angeboten.
Die Kosten für dieses Holz liegen je nach Holzart und Aufarbeitungsgrad in der Regel zwischen 12,00 € und 50,00 € pro Raummeter (rm), ansonsten siehe Antwort zu 3.

 

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