Abgeordentenhaus: Nisthilfen

Berliner Abgeordentenhaus – Drucksache 18/24788

  • Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Torsten Hofer (SPD) vom 01.09.2020
  • Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 14.09.2020

zum Thema:

Für das Vorhandensein von Nist- und Bruthilfen können Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden nach eigenem Ermessen sorgen.

Frage 2: An welchen vorhandenen öffentlichen Gebäuden gibt es bereits Nist- und Bruthilfen für welche Vogelarten?
Frage 3: An welchen Gebäuden gibt es weitere Potenziale für Nisthilfen – und für welche Vogelarten?

Antwort zu 2 und 3:
Hierzu liegen dem Senat keine Daten vor.

 

Abgeordnetenhaus: Wie weit ist die Biologische Invasion fortgeschritten?

Berliner Abgeordnetenhaus – Drucksache 18/24498

  • Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Tommy Tabor und Frank Scholtysek (AfD)
    vom 11.08.2020 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 11. August 2020)und Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 31.08.2020

zum Thema:

 

Der Götterbaum wird als sehr anspruchslos und dürreresistent beschrieben. Er stellt keine besonderen Bodenansprüche, ist gegenüber Schadstoffen und Salz unempfindlich und an das Stadtklima besonders gut angepasst.

 

In Deutschland ist die Gefährdung einheimischer Arten durch den Götterbaum mit wissenschaftlichen Methoden bisher nicht belegt.

 

Hinsichtlich der Straßenbäume ist die Verwendung von „nichtheimischen“ Gehölzen unverzichtbar, da am Straßenstandort auf Grund der dort herrschenden schwierigen Bedingungen die meisten der heimischen Gehölze nicht oder nur schlecht wachsen.

 

 

Abgeordnetenhaus: Moore und Klimaschutz in Berlin

Schriftliche Anfrage / Drucksache 18/24233

  • der Abgeordneten Dr. Turgut Altug und Georg P. Kössler (GRÜNE)
    vom 21. Juli 2020 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 21. Juli 2020)
  • Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom 11.08.2020

zum Thema:

 

Anders sieht es mit den Mooren im Einzugsbereich der Grundwasserentnahme für die Trinkwasserversorgung durch die Berliner Wasserbetriebe (BWB) aus. Im Bereich der Wasserwerke Spandau, Tiefwerder, Beelitzhof und Friedrichshagen sind die Grundwasserstände entnahmebedingt abgesenkt und die Moore seit Beginn dieser Nutzung negativ beeinflusst. Dieser Zielkonflikt wird nun durch die prognostizierten klimatischen Veränderungen verstärkt. Der Senat sucht gemeinsam mit den BWB nach Lösungen.

In einem Pilotprojekt beregnen die BWB in den nächsten zwei Jahren den Barssee im Grunewald. In einer kleinen Umkehrosmoseanlage am Forsthaus Alte Saubucht wird hierzu Wasser entmineralisiert und auf der Moorfläche verregnet. Ziel ist es, den Moorwasserhaushalt durch diese zusätzlichen künstlichen Niederschläge zu verbessern, die dort vorkommenden moortypischen Arten und Biotope zu erhalten und den Einfluss der Grundwasserentnahme der Wasserwerke Tiefwerder und Beelitzhof zu mindern. Mit dem Pilotprojekt wird erprobt, wie die Auswirkungen auch unter Berücksichtigung eines zukünftig steigenden Trinkwasserbedarfs möglichst gering gehalten werden können. Das Projekt ist auf zwei Jahre befristet. Im Erfolgsfall könnte das Verfahren auch auf das benachbarte Pechseemoor angewendet werden.

 

Berliner Waserbetriebe wollen den Barschsee retten

Barssee im Grunewald

Der Barssee, der eigentlich ein Moor ist, liegt im Grunewald. Er war einst einer der individuenreichsten Amphibienlaichplätze Berlins. Mittlerweile ist er vollkommen ausgetrocknet. In einem Pilotprojekt wollen wir ihn retten.

In den nächsten zwei Jahren werden wir den Barssee künstlich beregnen. Dafür können wir jedoch kein normales Berliner Wasser verwenden. Denn anders als wir Menschen, benötigen Moore mineralarmes und saures Wasser. Denn in ihnen leben Tiere und Pflanzen, die auf besondere Standortbedingungen angewiesen sind. Daher wird eine Umkehrosmoseanlage zum Einsatz kommen. Sie entmineralisiert das Berliner Wasser und verändert den pH-Wert. Das aufbereitete Wasser ähnelt dann Niederschlagswasser und ist damit perfekt für Moore.

Der Grunewald ist ein wichtiger Wasserspeicher in Berlin. Seit mehr als 100 Jahren wird dort Trinkwasser gefördert. In dem Gebiet befinden sich die Brunnen der Wasserwerke Beelitzhof und Tiefwerder, die fast ein Viertel der Berliner Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Die Grundwasserabsenkungen infolge der Trinkwasserförderung und zunehmende Dürrephase haben auch Auswirkungen auf die dortigen Moore und Feuchtgebiete. Deshalb wollen wir nun mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in einem Pilotprojekt erproben, wie die Auswirkungen unter Berücksichtigung eines zukünftig steigenden Trinkwasserbedarfs möglichst geringgehalten werden können.

Mit mehreren Sensoren im Barssee werden wir den Erfolg des Projekts messen. So können wir nicht nur den Wasserstand kontrollieren, sondern können auch Veränderungen des Mikroklimas und der Wasserqualität als auch Flora, Fauna und die Bodenentwicklung untersuchen. Die Werte vergleichen dann wir mit denen des Pechseemoors. Auch dieses befindet sich im Grunewald und zeigt einen ähnlich schlechten Zustand. Erweist sich das Projekt erfolgreich, kann das Verfahren auch dort angewendet werden.

Quelle: Berliner Waserbetriebe, Pressemitteilung, gefunden am 16.07.2020

Abgeordnetenhaus: Fassadenbegrünung in Berlin – Nur Vorteile

Berliner Abgeoirdenetenhaus – Drucksache 18/22893

  • Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Danny Freymark (CDU) vom 06.03.2020
  • Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vom 18.03.2020

zum Thema:

Fassadenbegrünung in Berlin – mehr als ein Lippenbekenntnis?

 

 

Frage 4. Welche Vor- und Nachteile sieht der Senat für die Begrünung von Fassaden?

Antwort zu 4:

Vorteile der Fassaden- und Wandbegrünung:

  • Erlebbarkeit und Identifikation, Erhöhung der Aufenthaltsqualität,
  • Positive psychologische und emotionale Effekte z.B. Beruhigung, Entspannung,
    Verbundenheit und Zufriedenheit
  • Gestaltungselement
  • Umweltbildung, Vermittlung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen
  • Luftreinhaltung- Bindung von Feinstaub und Stickoxiden,
  • Lärmschutz / optischer Schallschutz,
  • Verbesserung Stadtklima, Reduzierung der Hitzebelastung,
  • Element zur Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts durch Verdunstung,
  • Klimaschutz, Element der Energieeffizienz, Gebäudekühlung, Verschattung,
  • Schutz vor Witterungseinflüsse wie z.B. Sturm, Hagel, Starkregen, UV- Strahlung,
  • Grafittischutz,
  • Erhaltung, Förderung, Verbesserung der Biologischen Vielfalt.

Nachteile sind bei einer fachgerechten Ausführung und einem sachgerechten Betrieb,
Wartung und Pflege nicht bekannt.

Corona: Abstandhalten – auch beim Waldspaziergang

Auch in der Natur gilt: Halten Sie Abstand zu anderen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu senken

Spaziergänge in den ausgedehnten Wäldern und Grünanlagen Berlins sind gut für die Gesundheit und bieten Momente der Abwechslung, gerade in Zeiten geschlossener Schulen und Kitas, eingeschränkten öffentlichen Lebens und verringerter sozialer Kontakte. Allerdings gilt auch in der Natur: Halten Sie Abstand!

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Wenn Sie einen Spaziergang im Wald oder im Park unternehmen, halten Sie bitte Abstand zu anderen! Es ist jetzt ganz entscheidend, dass wir die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen oder zumindest deutlich verlangsamen können. Bitte helfen Sie mit, dass dies gelingt. Bewegung an der frischen Luft tut gut, aber bitte beachten Sie die Regeln, um Ansteckungsrisiken zu vermeiden.“

Auch im Wald gelten uneingeschränkt die wichtigen Regeln zur Vermeidung von Ansteckungsrisiken:

  • Gehen Sie nur allein oder zu zweit in die Natur – vermeiden Sie unbedingt größere Gruppen und Verabredungen mit Freunden und Bekannten.
  • Halten Sie Abstand voneinander, auch wenn Sie nur zu zweit unterwegs sind.
  • Die Berliner Waldspielplätze sind teilweise noch geöffnet. Achten Sie auch hier unbedingt auf den nötigen Abstand Ihrer spielenden Kinder, auch zu anderen Personen.
  • Verabredungen zu Laufgruppen oder zum Hundespaziergang in geselliger Runde verbieten sich aufgrund der Ansteckungsgefahren derzeit ausnahmslos.

Wer diese Regeln beachtet, kann weiterhin den Ausflug in den Wald genießen, ohne sich und andere zu gefährden.

Der 21. März ist der Internationale Tag der Wälder.

Quelle: Land Berlin, Pressemitteilung vom 20.03.2020

 

 

Sportler: Bitte nehmt Rücksicht!

Sportler sind Tröpfchen-Schleudern:

Aus meiner Sicht betrifft dies insbesondere Lauf- und Radsportler, die sich mit schwerer Atmung gerade auch auf Waldwegen unter 2 Meter breite bewegen und ihre „Tröpfchen“ weit verteilen. Am besten bitte einfach das Training einstellen! Spazieren gehen oder langsam Radeln ist auch eine Option und besser als Ausgangssperre!
Weitermachen ist Egomanie!

Das es gerade für Ambionierte schwer ist, weiß ich. Ich habe selbst 20 Jahre lang intensiv Laufsport betrieben und war Marathoni. – Bleibt alle gesund!

Uwe Gerber
20.03.2020

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