Berliner Waserbetriebe wollen den Barschsee retten

Barssee im Grunewald

Der Barssee, der eigentlich ein Moor ist, liegt im Grunewald. Er war einst einer der individuenreichsten Amphibienlaichplätze Berlins. Mittlerweile ist er vollkommen ausgetrocknet. In einem Pilotprojekt wollen wir ihn retten.

In den nächsten zwei Jahren werden wir den Barssee künstlich beregnen. Dafür können wir jedoch kein normales Berliner Wasser verwenden. Denn anders als wir Menschen, benötigen Moore mineralarmes und saures Wasser. Denn in ihnen leben Tiere und Pflanzen, die auf besondere Standortbedingungen angewiesen sind. Daher wird eine Umkehrosmoseanlage zum Einsatz kommen. Sie entmineralisiert das Berliner Wasser und verändert den pH-Wert. Das aufbereitete Wasser ähnelt dann Niederschlagswasser und ist damit perfekt für Moore.

Der Grunewald ist ein wichtiger Wasserspeicher in Berlin. Seit mehr als 100 Jahren wird dort Trinkwasser gefördert. In dem Gebiet befinden sich die Brunnen der Wasserwerke Beelitzhof und Tiefwerder, die fast ein Viertel der Berliner Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Die Grundwasserabsenkungen infolge der Trinkwasserförderung und zunehmende Dürrephase haben auch Auswirkungen auf die dortigen Moore und Feuchtgebiete. Deshalb wollen wir nun mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in einem Pilotprojekt erproben, wie die Auswirkungen unter Berücksichtigung eines zukünftig steigenden Trinkwasserbedarfs möglichst geringgehalten werden können.

Mit mehreren Sensoren im Barssee werden wir den Erfolg des Projekts messen. So können wir nicht nur den Wasserstand kontrollieren, sondern können auch Veränderungen des Mikroklimas und der Wasserqualität als auch Flora, Fauna und die Bodenentwicklung untersuchen. Die Werte vergleichen dann wir mit denen des Pechseemoors. Auch dieses befindet sich im Grunewald und zeigt einen ähnlich schlechten Zustand. Erweist sich das Projekt erfolgreich, kann das Verfahren auch dort angewendet werden.

Quelle: Berliner Waserbetriebe, Pressemitteilung, gefunden am 16.07.2020

Deutsche Okkultistische Gesellschaft D.O.G. E. V. 1919 in Berlin-Westend

 

Der Brief lief am 30. Juni 1921 vom

Unter dieser Anschrift ist er auch als „Kaufmann“ im Berliner Adressbuch von 1921 eingetragen:

Laut Wikipedia konnte sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts der Okkultismus in fast allen seinen Spielarten in Deutschland recht frei entfalten und erfreute sich wachsender Beliebtheit.

Laut diesem Blog, war bis 1923 Erster Vereinsvorsitzender der D.O.G. der Physiker und Freimaurer Dr. Werner Haken. 1923 wechselte der Verein seien Namen in „Deutsche Gesellschaft für wissenschaftlichen Okkultismus (DGWO)“. Erster Vorsitzender war von 1923 bis 1939 der Chemiker Fritz Quade.

Der Verein bestand von 1919 bis möglicherweise 1955 und die Vereinsregisterakte befindet sich heute vermutlich im Landesarchiv Berlin.

Frankiert ist der Umschlag mit einer Germania 15 Pfennig Briefmarke, Michelnummer 142. Am 30. Juni 1921 stand die Hyperinflation schon vor der Tür. Den Umschlag habe ich am 09.07.2020 für insgesamt 3,50 € bei ebay ersteigert.

Abgeordnetenhaus: Fassadenbegrünung in Berlin – Nur Vorteile

Berliner Abgeoirdenetenhaus – Drucksache 18/22893

  • Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Danny Freymark (CDU) vom 06.03.2020
  • Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen vom 18.03.2020

zum Thema:

Fassadenbegrünung in Berlin – mehr als ein Lippenbekenntnis?

 

 

Frage 4. Welche Vor- und Nachteile sieht der Senat für die Begrünung von Fassaden?

Antwort zu 4:

Vorteile der Fassaden- und Wandbegrünung:

  • Erlebbarkeit und Identifikation, Erhöhung der Aufenthaltsqualität,
  • Positive psychologische und emotionale Effekte z.B. Beruhigung, Entspannung,
    Verbundenheit und Zufriedenheit
  • Gestaltungselement
  • Umweltbildung, Vermittlung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen
  • Luftreinhaltung- Bindung von Feinstaub und Stickoxiden,
  • Lärmschutz / optischer Schallschutz,
  • Verbesserung Stadtklima, Reduzierung der Hitzebelastung,
  • Element zur Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts durch Verdunstung,
  • Klimaschutz, Element der Energieeffizienz, Gebäudekühlung, Verschattung,
  • Schutz vor Witterungseinflüsse wie z.B. Sturm, Hagel, Starkregen, UV- Strahlung,
  • Grafittischutz,
  • Erhaltung, Förderung, Verbesserung der Biologischen Vielfalt.

Nachteile sind bei einer fachgerechten Ausführung und einem sachgerechten Betrieb,
Wartung und Pflege nicht bekannt.

1924: Zahnpraxis Rahn in der Wilhelmstadt in Berlin Spandau

Dieses seltene Kleinod konnte ich über ebay bei einem Händler aus Österreich ordern:

 

Denstist Georg RAHN, vor der ZahnPraxis vermutlich seine Familie. Die Karte zeigt seine Praxis in die nach Franz Rudolf Wever benannte Weverstraße 17 und ist gleichzeitig auch an ihn adressiert. Auffällig, er ist Dentist, wird aber als Zahnarzt angeschrieben.

Das Haus gibt es heute nicht mehr, dort befinden sich jetzt eine in den 60/70iger Jahren erstelle Wohnsiedlung. Vor etwa 5 Jahren waren dort einige Häuser aus der Umgebung in der Presse, weil der Untergrund dort nicht mehr stabil war, Spandau ist eben eine ehemalige Sumpfwasserstadt.

 

In der Umgebung der Spandauer Wilhelmstadt leben zu dieser Zeit mehrere Menschen mit dem Nachnamen „Rahn“, in der

  • Adamstraße 34 ein Kapellmeister,
  • Götelstraße 104 eine Pensionärin,
  • Weverstraße 17 ein Schlosser,
  • Weverstraße 53 ein Stellmacher,
  • Weißenburger Straße 25 ein Schlosser,
  • und in Pichelsdorf in der Dorfstraße 6a eine Witwe.

Postalisch gelaufen ist die Karte am 27. Mai 1924. Spandau war zu diesem Zeitpunkt bereits seit fast 4 Jahren eingemeindet zu „Groß-Berlin„. Eine Maßnahme, welche aus meiner Sicht heute mit dem „Speckgürtel“ bzw. Brandenburg eigentlich wieder nötig wäre.

Corona: Abstandhalten – auch beim Waldspaziergang

Auch in der Natur gilt: Halten Sie Abstand zu anderen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu senken

Spaziergänge in den ausgedehnten Wäldern und Grünanlagen Berlins sind gut für die Gesundheit und bieten Momente der Abwechslung, gerade in Zeiten geschlossener Schulen und Kitas, eingeschränkten öffentlichen Lebens und verringerter sozialer Kontakte. Allerdings gilt auch in der Natur: Halten Sie Abstand!

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Wenn Sie einen Spaziergang im Wald oder im Park unternehmen, halten Sie bitte Abstand zu anderen! Es ist jetzt ganz entscheidend, dass wir die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen oder zumindest deutlich verlangsamen können. Bitte helfen Sie mit, dass dies gelingt. Bewegung an der frischen Luft tut gut, aber bitte beachten Sie die Regeln, um Ansteckungsrisiken zu vermeiden.“

Auch im Wald gelten uneingeschränkt die wichtigen Regeln zur Vermeidung von Ansteckungsrisiken:

  • Gehen Sie nur allein oder zu zweit in die Natur – vermeiden Sie unbedingt größere Gruppen und Verabredungen mit Freunden und Bekannten.
  • Halten Sie Abstand voneinander, auch wenn Sie nur zu zweit unterwegs sind.
  • Die Berliner Waldspielplätze sind teilweise noch geöffnet. Achten Sie auch hier unbedingt auf den nötigen Abstand Ihrer spielenden Kinder, auch zu anderen Personen.
  • Verabredungen zu Laufgruppen oder zum Hundespaziergang in geselliger Runde verbieten sich aufgrund der Ansteckungsgefahren derzeit ausnahmslos.

Wer diese Regeln beachtet, kann weiterhin den Ausflug in den Wald genießen, ohne sich und andere zu gefährden.

Der 21. März ist der Internationale Tag der Wälder.

Quelle: Land Berlin, Pressemitteilung vom 20.03.2020

 

 

Sportler: Bitte nehmt Rücksicht!

Sportler sind Tröpfchen-Schleudern:

Aus meiner Sicht betrifft dies insbesondere Lauf- und Radsportler, die sich mit schwerer Atmung gerade auch auf Waldwegen unter 2 Meter breite bewegen und ihre „Tröpfchen“ weit verteilen. Am besten bitte einfach das Training einstellen! Spazieren gehen oder langsam Radeln ist auch eine Option und besser als Ausgangssperre!
Weitermachen ist Egomanie!

Das es gerade für Ambionierte schwer ist, weiß ich. Ich habe selbst 20 Jahre lang intensiv Laufsport betrieben und war Marathoni. – Bleibt alle gesund!

Uwe Gerber
20.03.2020

Sektkellerei Henkell – 8o Meter Keller-Haupttreppe

„Haupttreppe vom tiefsten Keller gesehen. Blick zur Empfangshalle. Entfernung 80 Meter.“

Das ist schon beeindruckend. So sieht es auch die Frankfurter Rundschau:

Die Ansichtskarte habe ich am 21.02.2020 über ebay für insgesamt 1,90 € erworben. Gelaufen ist sie am 19.02.1923, also vor 97 Jahren, von Berlin-Grunewald nach Berlin-Spandau. Frankiert ist sie mit zwei 5 Pfennig Briefmarken der Dauerserie Deutsches Reich, Posthorn., Michel Nummer 205. Empfängerin war eine „Frau von Negelein“ in der Pichelsdorfer Straße. Ob hier eine Verwandschaft zum Schriftsteller „Carl Gustav von Negelein“ bestand (geboren 29.10.1877, verstorben unbekannt, Berlin-Friedenau, Niedstraße 25) (u.a. 1925 „Was Steine erzählen“ mit Ernst Rückert in der Hauptrolle) ist mir nicht bekannt.

 

Willy Dockhorn – Grafiker und Lehrer

Ein Brief von Willy Dockhorn aus Frose in Anhalt, gelaufen am 11.03.1922 nach Berlin-Spandau. Frankiert mit Dauermarken der Serie „Ziffern im Rechteck“, 10 Pfennig (Michel Nummer 159/178) und 40 Pfennig (Michel Nummer 163/182). Ersteigert bei ebay am 18.02.2020 für insgesamt 1,80 €.

Auf der Heimatkunde-Webseite „Frose in Anhalt / Das finstere Mittelalter im neuen Licht“ steht über Willy Dockhorn folgendes:

In den Jahren 1914 bis 1924 wurde die Herausgabe von Notgeld in Deutschland eine regelrechte Mode. Dieses Notgeld wurde mit solch einer Hingabe entworfen und erstellt, dass einige Ausgaben als kleine Kunstwerke bezeichnet werden können.

Für Frose / Anhalt gestaltete der damalige Lehrer Willy Dockhorn das Notgeld. Eine Vielzahl von Notgeldentwürfen lehnten sich in ihrem Aussehen an die gültigen Zahlungsmittel an. Dies war aber nicht die Auffassung des Lehrer Dockhorn. Er ging eigene Wege bei der Gestaltung dieses Geldes. Seine Art kam bei den Sammlern an, so dass eine Reihe weiterer Orte, ihn beauftragte, für ihr Notgeld die Entwürfen auszufertigen.

Bemerkenswert ist unter anderem der Notgeldsatz Gatersleben. Er beinhaltete die gesamte Geschichte von „Max & Moritz“.

 

GALERIE: Grafiker Willy Dockhorn – 1921 Notgeld Frose

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